Sommerreifen im ADAC-Test: Nur drei Modelle überzeugen wirklich

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ADAC prüft Reifen für die Mittelklasse

Der aktuelle Sommerreifentest des ADAC zeigt deutliche Unterschiede bei Reifen der Dimension 225/50 R17. Diese Größe wird häufig bei Mittelklassefahrzeugen genutzt und passt je nach Zulassung unter anderem auf Modelle wie Audi A4, BMW 3er, Peugeot 3008 oder VW Sharan. Getestet wurden 16 Sommerreifen. Das Ergebnis fällt gemischt aus: Drei Modelle erhalten das Urteil „gut“, zehn schneiden „befriedigend“ ab, drei kommen nur auf „ausreichend“. Damit zeigt der Test vor allem, dass beim Reifenkauf nicht allein der Preis zählen sollte. Entscheidend bleibt, wie ausgewogen ein Reifen bei Trockenheit, Nässe, Verschleiß und Effizienz arbeitet.

Continental liegt vorn, Pirelli und Goodyear folgen

Testsieger ist der Continental PremiumContact 7 mit der Gesamtnote 1,9. Er überzeugt besonders durch seine ausgewogene Leistung auf trockener und nasser Fahrbahn, kurze Bremswege, hohe Sicherheitsreserven und gute Umweltwerte. Auf den weiteren guten Plätzen folgen der Pirelli Cinturato C3 mit der Note 2,2 und der Goodyear EfficientGrip Performance 2 mit 2,3. Während Pirelli besonders bei Nässe stark abschneidet, punktet Goodyear vor allem bei der Laufleistung. Der ADAC sieht gerade in dieser Ausgewogenheit den entscheidenden Maßstab. Ein Reifen muss nicht nur in einer Einzeldisziplin glänzen, sondern im Alltag zuverlässig unter verschiedenen Bedingungen funktionieren.

Nässe bleibt der wichtigste Sicherheitsfaktor

Besonders aussagekräftig sind die Ergebnisse auf nasser Fahrbahn. Dort entscheidet sich im Ernstfall, wie lang der Bremsweg wird und wie kontrollierbar ein Fahrzeug bei Regen bleibt. Der Test zeigt, dass ein guter Nässewert allein aber nicht reicht. Auffällig ist der Linglong Sport Master. Er erreicht auf nasser Fahrbahn eine sehr starke Einzelwertung, fällt insgesamt aber trotzdem ans Tabellenende. Grund sind deutliche Schwächen auf trockener Straße, ein schwammiges Fahrverhalten bei Wärme und Probleme im Grenzbereich. Das macht deutlich: Ein Reifen, der bei Regen gut bremst, ist nicht automatisch ein sicherer Allrounder.

Drei Modelle sind keine gute Wahl

Am unteren Ende des Tests stehen der Lassa Revola, der Leao Nova-Force Acro und der Linglong Sport Master. Sie erhalten nur ausreichende Gesamturteile und werden vom ADAC nicht empfohlen. Beim Leao kommen schwache Leistungen auf trockener und nasser Fahrbahn hinzu. Beim Lassa fallen vor allem die Schwächen auf trockener Straße ins Gewicht. Beim Linglong ist die fehlende Ausgewogenheit besonders auffällig: Starke Nässewerte stehen einem unsicheren Eindruck bei Trockenheit und einer schwachen Haltbarkeit gegenüber. Für Autofahrer ist das ein wichtiges Signal. Günstige Reifen können im Kaufpreis attraktiv wirken, bringen aber nicht automatisch ausreichende Sicherheitsreserven mit.

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Laufleistung und Abrieb spielen stärker mit

Neben der Fahrsicherheit bewertet der ADAC inzwischen auch die Umweltbilanz stärker. Sie fließt mit 30 Prozent in das Gesamturteil ein. Dazu gehören Laufleistung, Reifenabrieb, Effizienz, Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Geräuschentwicklung. Der Goodyear EfficientGrip Performance 2 erreicht mit knapp 58.000 Kilometern eine besonders hohe prognostizierte Laufleistung. Auch der Michelin Primacy 5 liegt mit rund 56.000 Kilometern weit vorn, landet wegen anderer Schwächen aber nicht in der Spitzengruppe. Schwach schneiden dagegen Modelle ab, die schneller verschleißen. Eine geringe Laufleistung bedeutet nicht nur häufigeren Ersatz, sondern auch mehr Abrieb und höhere Kosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Worauf Käufer beim Reifenkauf achten sollten

Vor dem Kauf sollte zuerst die zugelassene Reifengröße in der Zulassungsbescheinigung oder im CoC-Papier geprüft werden. Danach lohnt sich der Blick auf unabhängige Testergebnisse, das EU-Reifenlabel und die eigenen Fahrgewohnheiten. Wer viel auf Autobahnen unterwegs ist, sollte auf Stabilität, Bremsweg und Laufleistung achten. Wer häufig bei Regen fährt, braucht starke Nasshaftung und gute Aquaplaning-Werte. Wichtig bleibt außerdem die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter, aus Sicherheitsgründen gilt bei Sommerreifen deutlich mehr Profil als empfehlenswert. Auch das Reifenalter spielt eine Rolle. Selbst bei ausreichendem Profil kann Gummi mit den Jahren härter werden und an Haftung verlieren.

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