
Schindlers Liste läuft heute auf ARTE: Am Sonntag, den 26. April 2026, zeigt ARTE ab 20:15 Uhr das oscargekrönte Holocaust-Drama von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993. Der Film gilt als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte und erzählt die wahre Geschichte des deutschen Industriellen Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs über 1.200 jüdische Menschen vor dem Tod in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten rettete.
Der Film basiert auf dem Roman Schindlers Arche des australischen Schriftstellers Thomas Keneally aus dem Jahr 1982. In der Hauptrolle spielt Liam Neeson den Oskar Schindler – einen opportunistischen Geschäftsmann, der zunächst von Profit getrieben wird, aber im Laufe der Geschichte immer mehr zum Retter der ihm anvertrauten jüdischen Arbeiterinnen und Arbeiter wird. Ben Kingsley verkörpert den jüdischen Buchhalter Itzhak Stern, der Schindler überhaupt erst auf die Idee bringt, Juden in seiner Emaillefabrik zu beschäftigen. Ralph Fiennes gibt in einer eiskalten Leistung den SS-Hauptsturmführer Amon Göth, den sadistischen Kommandanten des Konzentrationslagers Plaszow.
Die Dreharbeiten fanden über 72 Tage in Krakau, Polen, statt – größtenteils an den historischen Originalschauplätzen. Spielberg entschied sich bewusst für Schwarz-Weiß-Aufnahmen, um dem Film eine dokumentarische Authentizität zu verleihen. Das Budget von rund 22 Millionen US-Dollar stand einem weltweiten Kassenerfolg von über 322 Millionen Dollar gegenüber.
Bei der Oscarverleihung 1994 räumte Schindlers Liste sieben Auszeichnungen ab, darunter die Trophäen für den Besten Film und die Beste Regie – es war Steven Spielbergs erster Regie-Oscar nach Jahrzehnten erfolgreicher Filmarbeit. Darüber hinaus gewann das Werk drei Golden Globes und sieben BAFTA-Preise. Das IMDB-Rating liegt noch heute bei 9,0 von 10 Punkten und macht den Film zu einem der höchstbewerteten Werke auf der Plattform.
ARTE zeigt den Film traditionell ohne Werbeunterbrechungen – eine Entscheidung, die der Sender bewusst getroffen hat, um dem historischen Gewicht des Themas gerecht zu werden. Wer die Ausstrahlung verpasst, kann den Film anschließend in der ARTE-Mediathek abrufen.
Wer sich vorab über die Geschichte des Films informieren möchte: In Münster gab es zuletzt kostenlose Schulvorführungen von Schindlers Liste im Cineplex, die die Bedeutung des Werks für die historische Bildung unterstreichen.
Oskar Schindler (1908–1974) war ein sudetendeutscher Unternehmer und NSDAP-Mitglied, der während des Zweiten Weltkriegs in Krakau eine Emailwarenfabrik betrieb. Durch den Einsatz jüdischer Zwangsarbeiter aus dem Ghetto Krakau und dem angrenzenden Lager Plaszow gelang es ihm, mehr als 1.200 Menschen zu schützen – zunächst als billige Arbeitskräfte, später durch aktive Rettungsmaßnahmen, darunter die berühmte Schindler-Liste: ein Verzeichnis jüdischer Arbeiter, die als unentbehrlich für seine Produktion ausgewiesen wurden und so vor der Deportation in die Vernichtungslager bewahrt blieben.
Nach dem Krieg floh Schindler mit seiner Frau nach Argentinien. Er starb 1974 verarmt in Hildesheim. Die von ihm geretteten Menschen und ihre Nachkommen – heute Schindlerjuden genannt – sorgten dafür, dass er posthum als Gerechter unter den Völkern anerkannt wurde. Sein Grab auf dem Lateinischen Friedhof in Jerusalem ist ein Pilgerort für viele Überlebende und ihre Familien.
Für den historischen Kontext empfiehlt sich auch ein Blick auf unseren Beitrag über historische Lehren und die Warnung vor dem Wiedererstarken alter Ideologien.
Schindlers Liste läuft heute ab 20:15 Uhr auf ARTE. Die Laufzeit beträgt rund 195 Minuten, sodass der Film gegen Mitternacht endet. Eltern sollten beachten, dass der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, inhaltlich aber schwere Gewalt und Massenmorde zeigt, weshalb eine gemeinsame Sichtung mit jüngeren Zuschauern empfohlen wird.
Produziert wurde der Film von Amblin Entertainment und Universal Pictures. Das Drehbuch schrieb Steven Zaillian nach Kenneallys Roman. Der Komponist John Williams schrieb die eindringliche Filmmusik – auch sie wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.
Quellen: ARTE Programm, IMDB, Prisma.de, TV Movie
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