
Im ZDF läuft heute, Samstag, 27. Juni 2026, um 20:15 Uhr der „Wilsberg“-Krimi „Gene lügen nicht“. Der Film ist die 74. Folge der Reihe, läuft im Sendeplatz bis 21:45 Uhr und hat eine Länge von rund 90 Minuten. Es handelt sich nicht um eine Erstausstrahlung: Die deutsche TV-Premiere war am 15. Januar 2022 im ZDF.
Die Münsteraner Polizei will moderner werden, künftig soll auch genetische Ahnenforschung bei Ermittlungen helfen. Für Overbeck, gespielt von Roland Jankowsky, ist das die Chance, sich mit einer neu eingerichteten Taskforce zu profilieren. Kriminalrat Schaaf, gespielt von Rainer Laupichler, überträgt ihm die Leitung. Anna Springer, gespielt von Rita Russek, steht der Methode deutlich skeptischer gegenüber. Overbeck nimmt sich einen zehn Jahre alten Mordfall vor: Nadja Hesselmeier wurde damals getötet. Über die genetische Datenbank eines Ahnenforschungsinstituts stößt Overbeck auf einen Verwandten des mutmaßlichen Täters.
Die DNA-Spur führt ausgerechnet zu Ekki Talkötter, gespielt von Oliver Korittke. Ekki ist irritiert, denn Overbeck fragt ihn plötzlich nach einem Bruder, von dem Ekki nichts weiß. Damit wird aus dem Cold Case ein sehr persönlicher Fall. Ekki bittet seinen Freund Georg Wilsberg, gespielt von Leonard Lansink, um Hilfe. Gemeinsam suchen sie nach dem verlorenen Talkötter. Der Film verknüpft den Mordfall mit Ekkis Familiengeschichte, ohne sofort aufzulösen, ob die genetische Spur tatsächlich zum Täter führt oder ob sie in die Irre leitet.
Zum Stammensemble gehören Leonard Lansink als Georg Wilsberg, Oliver Korittke als Ekki Talkötter, Rita Russek als Kommissarin Anna Springer und Roland Jankowsky als Overbeck. In „Gene lügen nicht“ ist außerdem Patricia Meeden als Juristin Dr. Tessa Tilker dabei, Janina Fautz spielt Merle, Sarah Alles die Polizistin Isabel Wolfangel. Wichtige Gastrollen übernehmen Dieter Landuris als Bernhard, Reiner Schöne als Volker Schnee, Anke Sevenich als Gloria Buckebrede, Esther Schweins als Sophie Henkelmann, Hedi Kriegeskotte als Annegret, Michael Ehnert als Adrian Henkelmann und Daniel Aichinger als Vincent von Hülshoff. Regie führte Philipp Osthus, das Drehbuch schrieb Markus B. Altmeyer. Die ansonsten prägende Figur Alex Holtkamp, gespielt von Ina Paule Klink, wird in der offiziellen ZDF-Besetzung dieser Folge nicht aufgeführt, den juristischen Part übernimmt hier Dr. Tessa Tilker.
„Wilsberg“ spielt in Münster und nutzt die Stadt seit vielen Jahren als wiedererkennbaren Schauplatz. Besonders eng mit der Reihe verbunden ist das Antiquariat Solder in der Frauenstraße: Aus dem realen Antiquariat wird für die Dreharbeiten das „Antiquariat Wilsberg“, Arbeitsplatz und Wohnort der Hauptfigur. Laut Filmservice Münster gehört dieser Ort seit der zweiten Folge fast durchgehend zur Serie. Auch „Gene lügen nicht“ setzt auf typische Münster-Motive: Polizei, Finanzamt, Wilsbergs Antiquariat und sein Freundeskreis greifen ineinander. Der Fall beginnt zwar bei einer modernen DNA-Ermittlung, entwickelt sich aber schnell zu einer Geschichte über lokale Netzwerke, Familie und alte Spuren.
Die Figur Georg Wilsberg geht auf die Romane von Jürgen Kehrer zurück. Der erste Wilsberg-Roman, „Und die Toten lässt man ruhen“, erschien 1990, 1995 wurde die Figur vom ZDF als Fernsehkrimi entdeckt. In der ersten TV-Folge spielte noch Joachim Król den Privatdetektiv, ab Folge zwei übernahm Leonard Lansink die Rolle. Der Reiz der Reihe liegt im Zusammenspiel aus Kriminalfall, Münster-Lokalkolorit und trockenem Humor. Wilsberg ist ein klammer Antiquar und früherer Anwalt, der als Privatdetektiv arbeitet. Ekki liefert als Finanzbeamter oft nützliche Informationen, Anna Springer steht Wilsbergs Alleingängen skeptisch gegenüber, und Overbeck überschätzt regelmäßig seine Ermittlerqualitäten. Ein fester Running Gag ist die regelmäßige Bielefeld-Anspielung, die das ZDF-Presseportal ausdrücklich als Insiderwitz der Reihe beschreibt.
Das ZDF zeigt „Wilsberg: Gene lügen nicht“ heute um 20:15 Uhr, der Sendeplatz endet um 21:45 Uhr, danach folgt das heute journal. In der ZDFmediathek ist die Folge als Video abrufbar, das ZDF führt sie dort mit 89 Minuten, Produktionsjahr 2022, Untertiteln, Audiodeskription und einer Altersfreigabe ab 12 Jahren.
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