BVB-Torwart Diant Ramaj steht vor dem Abschied

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Borussia Dortmund ist am Sonntag, 26. Juli 2026, mit 28 Spielern vom Frankfurter Flughafen zur achttägigen Vorbereitungstour nach Japan aufgebrochen. Nicht zum Aufgebot gehörte Torwart Diant Ramaj (24). Nach Informationen des kicker könnte der Schlussmann den BVB noch in diesem Sommer verlassen. Eine offizielle Einigung mit einem anderen Verein gibt es bislang nicht.

Ramaj sucht offenbar einen neuen Verein

Der kicker hatte bereits Anfang Juni berichtet, dass Ramaj seine sportliche Zukunft nicht als Ersatzmann in Dortmund sehe. Der 24-Jährige wolle regelmäßig spielen und betrachte sich nicht als klassische Nummer zwei hinter Gregor Kobel. Der BVB sei grundsätzlich zu einem Verkauf bereit, sofern ein Interessent die wirtschaftlichen Vorstellungen des Klubs erfülle.

Das Fehlen bei der Japan-Reise deutet darauf hin, dass nun Bewegung in die Personalie kommen könnte. Nach Informationen von Sky Sport sei Ramaj kurzfristig aus dem Aufgebot gestrichen worden, weil sich in den kommenden Tagen eine Wechselmöglichkeit ergeben könne. Dortmund und der Spieler haben einen bevorstehenden Transfer bisher nicht offiziell bestätigt.

Ramaj könnte nach Cole Campbell, Julien Duranville und Kjell Wätjen der vierte Leih-Rückkehrer sein, den der BVB in diesem Sommer dauerhaft abgibt. Nach Darstellung des kicker wäre er zugleich der letzte Spieler aus dieser Gruppe, dessen Zukunft noch nicht abschließend geklärt ist.

BVB soll sieben Millionen Euro verlangen

Nach Angaben von Sky Sport soll Borussia Dortmund für Ramaj eine Ablöse von rund sieben Millionen Euro verlangen. Der Klub hatte den Torwart im Februar 2025 für eine kolportierte Summe von etwa fünf Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtet. Bei einem Verkauf zu den genannten Konditionen würde der BVB somit einen Transferüberschuss erzielen.

Ramajs Vertrag in Dortmund läuft offiziell bis zum 30. Juni 2029. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Bundesligisten hervor. Das Portal Transfermarkt beziffert seinen aktuellen Marktwert auf sieben Millionen Euro. Wegen der langfristigen Vertragsbindung besteht für den BVB kein unmittelbarer Verkaufsdruck.

Als möglicher Interessent war während der vergangenen Saison unter anderem der FC Arsenal genannt worden. Nach Informationen von RTL, ntv und sport.de sollen Scouts des englischen Klubs Ramaj mehrfach beobachtet haben. Ob Arsenal weiterhin einen Transfer erwägt, ist nicht bekannt. Konkrete Verhandlungen oder ein offizielles Angebot wurden bislang von keinem Verein bestätigt.

Über Frankfurt und Amsterdam nach Dortmund

Ramaj wurde bei den Stuttgarter Kickers und dem 1. FC Heidenheim ausgebildet. Im Sommer 2021 wechselte er zu Eintracht Frankfurt, kam dort hinter Kevin Trapp jedoch nur selten zum Einsatz. Zwei Jahre später schloss er sich Ajax Amsterdam an. Für den niederländischen Rekordmeister absolvierte er nach Angaben des BVB 32 Pflichtspiele und blieb sechsmal ohne Gegentor.

Borussia Dortmund verpflichtete ihn im Winter 2025 und verlieh ihn unmittelbar an den FC Kopenhagen. Mit dem dänischen Klub gewann Ramaj am Ende der Saison die Meisterschaft und den nationalen Pokal. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte damals, Spielpraxis sei für den jungen Torhüter besonders wichtig.

In der Saison 2025/26 spielte Ramaj auf Leihbasis für den 1. FC Heidenheim. Dort war er über weite Strecken Stammtorwart. In 31 Bundesligapartien kassierte er laut den Statistiken von FotMob 67 Gegentore und blieb einmal ohne Gegentreffer. Trotz einzelner starker Leistungen konnte er den defensiv anfälligen Heidenheimern nicht dauerhaft zu stabileren Ergebnissen verhelfen.

Kobel bleibt die klare Nummer eins

Bei Borussia Dortmund ist Gregor Kobel (28) weiterhin als Stammtorwart gesetzt. Der Schweizer gehört zu den Führungsspielern und besitzt beim BVB einen Vertrag bis 2028. Eine Veränderung an der Spitze der Torwart-Hierarchie ist derzeit nicht absehbar.

Neben Kobel stehen Alexander Meyer (35), Patrick Drewes (33) und Silas Ostrzinski (22) im Dortmunder Profikader. Meyer hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Vertreter Kobels etabliert. Drewes kam im Sommer 2025 hinzu, während Ostrzinski vor allem als Perspektivspieler eingeplant ist. Ein Verbleib Ramajs würde damit einen Konkurrenzkampf um die Rolle hinter Kobel bedeuten, ohne dass ihm regelmäßige Einsätze garantiert werden könnten.

Trainer Niko Kovač und die Dortmunder Sportführung haben sich zu Ramajs aktueller Situation bislang nicht öffentlich geäußert. Der BVB dürfte einem Wechsel nur zustimmen, wenn neben der sportlichen Perspektive des Spielers auch die geforderte Ablöse berücksichtigt wird.

BVB bereitet sich in Japan auf die Saison vor

Die Dortmunder Japan-Reise dauert vom 26. Juli bis zum 2. August. Für Mittwoch, 29. Juli, ist in Osaka ein Testspiel gegen Cerezo Osaka angesetzt. Dort trifft der BVB auf seinen früheren Spieler Shinji Kagawa. Am Samstag, 1. August, folgt in Tokio die Begegnung mit dem FC Tokyo.

Kobel gehört nach seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft ebenso wenig zur Reisegruppe wie Ramy Bensebaini, Julian Ryerson und Marcel Sabitzer. Auch die verletzten Emre Can und Nico Schlotterbeck fehlen. Im Tor stehen während der Reise damit Meyer, Drewes und Ostrzinski zur Verfügung.

Nach der Rückkehr setzt der BVB seine Vorbereitung in Dortmund fort. Die Bundesliga-Saison 2026/27 beginnt am letzten Augustwochenende, eine Woche zuvor steht die erste Runde des DFB-Pokals an. Ob Diant Ramaj zu diesem Zeitpunkt noch zum Dortmunder Kader gehört, dürfte von den Entwicklungen auf dem Transfermarkt abhängen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu