
Das ARD-Politmagazin Report Mainz des Südwestrundfunks (SWR) hat am Dienstag, dem 28. April 2026 um 21:45 Uhr auf Das Erste sein 60-jähriges Jubiläum gefeiert. Die von Nadia Kailouli moderierte Jubiläumssendung bot nicht nur einen Rückblick auf sechs Jahrzehnte kritischen Journalismus, sondern setzte auch inhaltlich Akzente: Mit brisanten Recherchen über Goldhandel-Betrug und riskante Iran-Geschäfte deutscher Banken bewies Report Mainz, warum das Magazin bis heute zu den wichtigsten politischen Sendungen im deutschen Fernsehen zählt.
Im Mittelpunkt der Jubiläumssendung standen zwei aktuelle Recherchen mit erheblicher gesellschaftlicher Relevanz. Erstens deckte Report Mainz systematische Missstände im Goldhandel auf: Verbraucher werden beim Verkauf von Gold offenbar regelmäßig betrogen – die Kontrollen sind zu lasch, die Polizei durch Regulierungslücken weitgehend machtlos. Die Redaktion präsentierte konkrete Fälle, in denen Privatpersonen beim Goldverkauf um erhebliche Summen gebracht wurden, ohne dass staatliche Stellen effektiv eingreifen konnten.
Das zweite Thema war ebenso brisant: Report Mainz recherchierte riskante Iran-Geschäfte deutscher Banken, die eine erhebliche Gefahr der Geldwäsche darstellen. Trotz internationaler Sanktionen und verschärfter Compliance-Anforderungen sollen Gelder über komplexe Strukturen durch das deutsche Bankensystem geflossen sein. Die Redaktion konfrontierte betroffene Geldinstitute und Behörden mit ihren Erkenntnissen.
Moderatorin Nadia Kailouli führte durch das besondere Programm, das neben den aktuellen Themen auch einen Blick zurück in die Geschichte des Magazins warf: auf die Gründung im Jahr 1966 als „Report Baden-Baden“, die großen Recherchen der Vergangenheit und die Entwicklung des Formats über sechs Jahrzehnte.
Was 1966 als „Report Baden-Baden“ beim damaligen Süddeutschen Rundfunk startete, ist heute eines der traditionsreichsten politischen Magazine im deutschen Fernsehen. Im Laufe der Jahrzehnte hat Report Mainz unzählige Missstände aufgedeckt, Politiker zur Rechenschaft gezogen und gesellschaftliche Debatten angestoßen. Der SWR, der das Magazin heute produziert, feiert das Jubiläum mit einem neuen Look und einem umfassenden Web-Special auf reportmainz.de.
Die Sendung hat über die Jahre zahlreiche Auszeichnungen gewonnen und gilt als Paradebeispiel für investigativen Qualitätsjournalismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zu den bekanntesten Recherchen gehören Enthüllungen über politische Korruption, Missstände in der Pflege und Sicherheitslücken in Behörden. Mit einer durchschnittlichen Sendelänge von rund 30 Minuten erreicht das Magazin regelmäßig Millionen von Zuschauern.
Neben der gestrigen Jubiläumssendung gibt es das komplette Programm auch in der ARD Mediathek zum Abruf. Auch das politische Talk-Format Maischberger ergänzt heute das ARD-Abendprogramm mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.
Die Jubiläumssendung erzielte laut Branchenbeobachtern mäßige Einschaltquoten – ein Phänomen, das politische Magazine im linearen Fernsehen zunehmend beschäftigt, während die Abrufzahlen in der Mediathek stark gestiegen sind. Dennoch: Report Mainz bleibt eine Institution. Die Redaktion am SWR-Standort Mainz gilt als einer der renommiertesten Investigativdesks im deutschen Journalismus.
Das Jubiläum wurde auch medial breit begleitet: Pressemitteilungen des SWR, Beiträge in Fachmedien und Social-Media-Diskussionen zeigen, dass Report Mainz trotz des veränderten Medienkonsums weiterhin eine wichtige Stimme im öffentlichen Diskurs ist. Mit dem neuen optischen Auftritt will das Magazin auch jüngere Zielgruppen ansprechen, ohne seinen Kernauftrag – unabhängige, kritische Berichterstattung – aufzugeben.
Quellen: SWR/Presseportal (presseportal.de), digitalfernsehen.de, kulturigo.de, quotenmeter.de, ms-aktuell.de
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