
Die ARD ändert am heutigen Montag, 20. April 2026, ihr Abendprogramm. Statt des ursprünglich geplanten Ablaufs setzt Das Erste um 23:50 Uhr die Dokumentation „Palast der Republik – Honeckers Traum aus Marmor und Asbest“ ins Programm. Hintergrund ist das 50-jährige Jubiläum der Eröffnung des einstigen DDR-Baus im Zentrum Berlins.
Nach den aktuellen Programmangaben startet die Doku am Montagabend um 23:50 Uhr im Ersten und läuft bis 00:35 Uhr. Im Umfeld des Spätprogramms sind zuvor unter anderem die „Tagesthemen“ und „maischberger“ eingeplant. Direkt nach der Dokumentation folgt eine „Tagesschau“-Ausgabe.
Damit betrifft die Änderung vor allem das späte Abend- und Nachtprogramm. Die ARD selbst bezeichnet die Ausstrahlung laut Berichten als Anpassung aus aktuellem Anlass. Konkret geht es um den runden Jahrestag des Palasts der Republik, der am 23. April 1976 eröffnet wurde.
Der Palast der Republik war weit mehr als nur ein Parlamentsgebäude der DDR. Er diente als Sitz der Volkskammer, war zugleich aber auch Kulturhaus, Veranstaltungsort, Restaurant- und Freizeitkomplex. Gerade diese Mischung aus Politik, Alltag und Inszenierung machte das Gebäude zu einem Symbol der DDR.
Nach der Wiedervereinigung wurde der Bau wegen Asbestbelastung geschlossen. In den folgenden Jahren entbrannte eine lange Debatte über Erhalt, Umbau oder Abriss. Schließlich wurde das Gebäude abgetragen, an seiner Stelle entstand später das Berliner Stadtschloss beziehungsweise das heutige Humboldt Forum. Der Streit um Erinnerungskultur, Architektur und politische Symbolik wirkt bis heute nach.
Die Dokumentation „Palast der Republik – Honeckers Traum aus Marmor und Asbest“ blickt auf Geschichte, Nutzung und politische Aufladung des Gebäudes. In Berichten zur Sendung heißt es, dass unter anderem Gregor Gysi, der Sänger Frank Schöbel und die Journalistin Elke Bitterhof zu Wort kommen. Auch die Frage, warum der Bau für viele Ostdeutsche bis heute emotional besetzt ist, dürfte eine wichtige Rolle spielen.
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, bekommt kurz darauf noch eine längere Fassung: Der RBB zeigt laut Programmhinweisen am Dienstag, 21. April 2026, um 20:15 Uhr eine rund 90-minütige Version des Films.
Für Zuschauer ist die heutige Änderung keine komplette Umstellung des Hauptabendprogramms, sondern vor allem eine Verschiebung im späten Abend. Trotzdem zeigt die Entscheidung, dass die ARD dem Jubiläum des Palasts der Republik einen besonderen Platz einräumt. Statt bloßer Nostalgie dürfte es dabei auch um eine Neubewertung deutscher Zeitgeschichte gehen. Das Gebäude steht schließlich bis heute für die Frage, wie mit sichtbaren Relikten der DDR umgegangen werden soll.
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