ASML gerät wegen möglicher neuer China-Regeln unter Druck

Der Kurs der Super Micro Computer Aktie fällt nach dem EY-Rücktritt um 30 %. Ursachen und Auswirkungen für Anleger.
Foto: Sergei Tokmakov,

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ASML steht am Dienstag im Fokus der Anleger, weil ein neuer Vorstoß aus den USA das Geschäft des Konzerns in China erschweren könnte. Im Zentrum stehen strengere Exportkontrollen für Chipausrüstung. Betroffen wären nach dem Entwurf nicht nur DUV-Anlagen, sondern womöglich auch Dienstleistungen rund um bereits installierte Systeme. Noch ist offen, ob das Gesetz tatsächlich beschlossen wird.

US-Vorstoß könnte Verkauf und Service zugleich treffen

Ausgangspunkt der neuen Unsicherheit ist der sogenannte MATCH Act aus Washington. Der überparteiliche Gesetzentwurf zielt darauf ab, Exportregeln für wichtige Halbleitertechnik weiter zu verschärfen und Verbündete auf einen einheitlicheren Kurs gegenüber China festzulegen. Für ASML wäre das besonders relevant, weil ausdrücklich DUV-Immersionslithografie erfasst werden könnte. Genau in diesem Bereich erzielt das Unternehmen in China bislang noch nennenswerte Umsätze.

Brisant ist der Vorstoß auch deshalb, weil sich die möglichen Einschränkungen nicht auf Neuanlagen beschränken müssen. Nach Einschätzung von Analysten könnte auch das Servicegeschäft betroffen sein. Dazu zählen etwa Installation, Wartung, technische Unterstützung und Software-Updates aus der Ferne. Gerade dieses Bestandsgeschäft gilt für ASML als besonders margenstark.

Analysten warnen vor spürbaren Folgen für Umsatz und Gewinn

Bank of America hat die denkbaren Auswirkungen in einem Szenario bereits beziffert. Falls DUV-Immersionssysteme und die dazugehörigen Dienstleistungen in China vollständig wegfallen sollten, könnte der Umsatz auf Bruttobasis um 14 bis 15 Prozent sinken. Beim operativen Gewinn sehen die Analysten ein Minus von 16 bis 17 Prozent. Ein Teil dieser Belastung könnte zwar durch stärkere Nachfrage außerhalb Chinas aufgefangen werden, etwa durch Investitionen in KI und Speicherchips.

Auch andere große Banken sehen Risiken. UBS und JPMorgan rechnen ebenfalls mit Belastungen für das DUV-Geschäft in China. UBS hält für 2026 einen Ergebniseffekt von fünf bis zehn Prozent je Aktie für möglich. Das Gewicht des Marktes bleibt hoch: Für 2026 rechnet das Management trotz erwarteter Normalisierung noch mit einem China-Anteil von rund 20 Prozent am Umsatz. Damit bleibt das regulatorische Umfeld ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung der Aktie.

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