
BASF Q1 2026 zeigt ein gemischtes Bild: Der weltgrößte Chemiekonzern steigerte im ersten Quartal 2026 trotz sinkender Umsätze seinen Nettogewinn um 15 Prozent. Die Quartalszahlen, die am 30. April 2026 zusammen mit der Hauptversammlung veröffentlicht wurden, verdeutlichen die Widerstandsfähigkeit des Konzerns in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die Jahresprognose bleibt bestätigt.
Der Umsatz der BASF-Gruppe lag im ersten Quartal 2026 bei 16,02 Milliarden Euro und damit um 488 Millionen Euro unter dem Vorjahresquartal (16,51 Mrd. Euro). Dennoch verbesserte der Konzern sein Nettoergebnis auf 927 Millionen Euro nach 808 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum – ein Plus von rund 15 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,91 Euro auf 1,06 Euro (+16,6 Prozent). Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank leicht auf 2,356 Milliarden Euro gegenüber 2,496 Milliarden Euro im Vorjahr. Hauptbelastungsfaktor waren Währungseffekte aus US-Dollar und chinesischem Renminbi, die alle Segmente des Konzerns betrafen. Ohne diese Belastungen von über 100 Millionen Euro hätte das EBITDA das Vorjahresniveau erreicht.
Die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions verzeichneten im ersten Quartal 2026 Preisrückgänge durch anhaltenden Wettbewerbsdruck. Besonders die Chemiesparte litt unter dem globalen Überangebot und schwächerer Nachfrage aus dem Automobilsektor. Die Agrarsparte, die künftig eigenständig geführt wird, trug ebenfalls zu den Herausforderungen bei. Dennoch gelang es BASF durch Mengenwachstum und strikte Kostendisziplin, die Margen deutlich zu verbessern und die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Das Kostensparprogramm zeigt dabei Wirkung: Bis Ende 2025 hatte BASF bereits jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro erreicht und das ursprüngliche Ziel um 100 Millionen Euro übertroffen. Bis Ende 2026 sollen die Einsparungen auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Ähnliche Stärke im Quartalsergebnis zeigte auch DHL, das seinen EBIT im gleichen Zeitraum deutlich steigern konnte und damit den positiven Trend bei deutschen Großkonzernen im ersten Quartal 2026 unterstreicht.
Parallel zur Veröffentlichung der Quartalszahlen fand am 30. April 2026 die BASF-Hauptversammlung in Mannheim statt. Die Aktionäre billigten die Ausgliederung der Agricultural Solutions in eine eigenständige Gesellschaft. Ab dem 1. Mai 2026 verfügt die neue Einheit über einen eigenen Vorstand unter Livio Tedeschi, der die Sparte bereits seit 2022 leitet. Die Ausgliederung gilt als Vorstufe für einen geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2027. Details zur BASF-Hauptversammlung und den weiteren Beschlüssen finden Sie in unserer ausführlichen Berichterstattung. Außerdem wurde eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen.
Trotz des herausfordernden Marktumfelds hält BASF an seiner Jahresprognose für 2026 fest. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen, der Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn je Aktie von im Schnitt 1,08 Euro gerechnet – BASF verfehlte diesen Wert mit 1,06 Euro nur knapp. Die bestätigte Prognose und das solide Ergebnis im ersten Quartal 2026 senden ein positives Signal an die Kapitalmärkte. Die BASF-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent an Wert gewonnen und notierte zuletzt knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.
Quellen: BASF Pressemitteilung, mrn-news.de, chemieindustrie-online.de, boerse-express.com
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