Becoming Led Zeppelin Netflix: Die erste offiziell autorisierte Doku

Becoming Led Zeppelin Netflix Symbolbild
Symbolbild mit KI erstellt

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Sie gelten als eine der einflussreichsten Rockbands der Geschichte — und nun ist die erste offiziell autorisierte Dokumentation über ihre Anfangsjahre auf Netflix verfügbar. „Becoming Led Zeppelin“, der Musikfilm von Regisseur Bernard MacMahon, ist seit dem 18. April 2026 im deutschen Netflix-Katalog abrufbar. Die Doku war zuvor exklusiv im Kino zu sehen und wurde mit einem Critics Choice Documentary Award ausgezeichnet.

Was zeigt „Becoming Led Zeppelin“? Inhalt der Netflix-Doku

Die Dokumentation beschäftigt sich nicht mit der gesamten Karriere von Led Zeppelin, sondern fokussiert sich auf die Gründungsphase der Band — von den frühen 1960er-Jahren bis zum Jahr 1970. Der Zuschauer begleitet Robert Plant, Jimmy Page, John Paul Jones und John Bonham auf ihrem Weg von ersten Auftritten in der britischen Musikszene bis zur Gründung von Led Zeppelin im Sommer 1968.

Regisseur MacMahon und sein Team haben für den Film über mehrere Jahre an nie zuvor veröffentlichtem Filmmaterial, Konzertaufnahmen und Interviews gearbeitet. Die vier Bandmitglieder — beziehungsweise ihre Erben im Fall des 1980 verstorbenen John Bonham — haben aktiv an der Produktion mitgewirkt. Dieses direkte Einverständnis der Beteiligten unterscheidet „Becoming Led Zeppelin“ von früheren, nicht autorisierten Dokumentationen über die Band.

Zu sehen sind unter anderem Konzertmitschnitte aus frühen Auftritten, private Aufnahmen aus dem Band-Alltag der späten 1960er-Jahre sowie neue Interviewpassagen mit Plant, Page und Jones. Für Rockfans bietet das Material eine einzigartige Möglichkeit, die Entstehung einer der meistverkauften Bands der Musikgeschichte aus erster Hand zu erleben. Auch andere Netflix-Produktionen haben besondere Bezüge, die weit über den Streaming-Konsum hinausgehen — wie etwa die Doku „Con Mum“, deren Hauptfigur in Münster geboren wurde.

Auszeichnungen und Kritiken: Was sagen Presse und Zuschauer?

Beim Critics Choice Documentary Award gewann „Becoming Led Zeppelin“ den Preis als beste Musik-Dokumentation — gemeinsam mit „Sly Lives!“. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes bewerteten 84 Prozent der teilnehmenden Kritiker den Film positiv. Der Kritikerkonsens beschreibt die Doku als eine, die mit Fokus auf die Ursprungsgeschichte vor allem durch ihren Soundtrack überzeugt. Bei IMDb schlägt der Film mit einem Wert von 7,5 von 10 möglichen Punkten zu Buche.

Kinostart in den USA war der 14. Februar 2025. Seit dem 1. April 2026 ist der Film im US-amerikanischen Netflix-Angebot verfügbar. Für Deutschland und weitere europäische Märkte erschien er im Streaming am 18. April 2026.

Led Zeppelin: Warum die Band bis heute fasziniert

Led Zeppelin wurde 1968 in London von Gitarrist Jimmy Page gegründet, nachdem die Vorgängerband The Yardbirds auseinandergebrochen war. Page holte den Sänger Robert Plant, den Bassisten und Keyboarder John Paul Jones sowie Schlagzeuger John Bonham ins Boot — ein Line-up, das bis zum Tod Bonhams im September 1980 unverändert blieb.

In gut zwölf Jahren aktiver Bandgeschichte veröffentlichten Led Zeppelin neun Studioalben und verkauften weltweit über 300 Millionen Tonträger. Songs wie „Stairway to Heaven“, „Whole Lotta Love“ oder „Kashmir“ gehören bis heute zu den meistgespielten Rock-Klassikern überhaupt. Die Band verband Blues-Einflüsse mit Hard Rock, Folk und orientalischen Elementen zu einem bis dahin ungehörten Sound, der großen Einfluss auf Generationen von Rockmusikern hatte.

Auch andere britische Rocklegenden mussten schmerzhafte Verluste verkraften: Der Tod von Motörhead-Gitarrist Phil Campbell zeigte einmal mehr, wie prägend einzelne Musikerpersönlichkeiten für den Sound ganzer Bands sein können. Bei Led Zeppelin war es John Bonhams Tod, der die Band zur Auflösung zwang — keiner der verbliebenen Mitglieder wollte ohne ihn weitermachen.

Die Entscheidung, erstmals einen offiziell autorisierten Dokumentarfilm zuzulassen, gilt als bedeutsamer Schritt für das Erbe der Band. Robert Plant, Jimmy Page und John Paul Jones haben bisher alle Anfragen für umfassende Biopics oder autorisierte Bücher über die Gesamtkarriere abgelehnt. Umso bemerkenswerter ist die Kooperation mit MacMahon: Die Doku konzentriert sich bewusst auf die Ursprungsgeschichte — den Moment, in dem vier Musiker sich fanden und gemeinsam etwas schufen, das Rockgeschichte schreiben sollte. Für alle, die sich für die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts oder die Wurzeln des Hard Rock interessieren, ist „Becoming Led Zeppelin“ auf Netflix eine klare Empfehlung.

Quellen: IMDb, Rotten Tomatoes, news.de, Variety, Sony Pictures Classics (becomingledzeppelinfilm.com)

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