
Männer mit Katze werden in Deutschland zunehmend positiv wahrgenommen. Einer von Mars in Auftrag gegebenen Befragung zufolge gelten sogenannte Cat Dads in Deutschland vielen Menschen als fürsorglicher, empathischer und verantwortungsbewusster. Besonders bei jüngeren Befragten und beim Dating scheint eine Katze das Bild eines Mannes zu beeinflussen. Fast die Hälfte der Singles, die derzeit aktiv daten, bewertet eine Katze bei Männern als positives Signal. Die Ergebnisse beruhen allerdings auf einer Unternehmensstudie und zeigen Wahrnehmungen sowie Selbstauskünfte, nicht automatisch einen nachweisbaren Einfluss der Katzenhaltung auf die Persönlichkeit.
Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut rheingold im Auftrag von Mars zwischen dem 11. und 19. Juni 2026 insgesamt 2.020 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter und Region quotiert. Nach den Ergebnissen halten jeweils rund 31 Prozent der befragten Männer und Frauen aktuell mindestens eine Katze. Katzenhaltung ist demnach längst nicht mehr vor allem weiblich geprägt.
Mehr als die Hälfte der Befragten, 54 Prozent, findet, dass Männer mit Katzen fürsorglicher wirken als Männer ohne Katze. 47 Prozent nehmen sie als empathischer wahr. Bei den 18- bis 29-Jährigen fallen die Werte noch höher aus. In dieser Altersgruppe wirken Männer mit Katze für 69 Prozent fürsorglicher, für 63 Prozent empathischer und für 54 Prozent moderner. Insgesamt halten 27 Prozent der Befragten Männer mit Katze für attraktiver, unter den jüngeren Teilnehmenden sind es 40 Prozent.
Auch die männlichen Katzenhalter selbst berichten von Veränderungen in ihrem Verhalten und ihrer Wahrnehmung. 75 Prozent geben an, durch ihre Katze eine fürsorgliche Seite an sich bemerkt zu haben. 70 Prozent sagen, dass sie die Bedürfnisse anderer Menschen und Tiere bewusster wahrnehmen. Etwas mehr als die Hälfte erklärt zudem, dass es ihnen durch das Zusammenleben mit einer Katze leichter falle, Nähe zuzulassen. Aus diesen Selbstauskünften lässt sich jedoch nicht ableiten, ob die Katze diese Eigenschaften tatsächlich verursacht oder ob sich ohnehin fürsorgliche Männer häufiger für ein Haustier entscheiden.
Besonders deutlich zeigt sich die positive Wahrnehmung bei der Partnersuche. Von den befragten Singles, die aktuell daten, sehen 48 Prozent eine Katze bei einem Mann als sogenannte Green Flag. Damit ist ein Merkmal gemeint, das bei der Einschätzung eines potenziellen Partners positiv bewertet wird. 37 Prozent dieser Gruppe finden Männer attraktiver, wenn sie ihre Katze in ihrem Datingprofil zeigen. 42 Prozent verbinden Männer mit Katze eher mit einer ernsthaften und langfristigen Beziehung.
Über das Dating hinaus bewerten 57 Prozent der Befragten Katzenbesitz generell positiv, unabhängig vom Geschlecht. Männer mit Katzen werden von 45 Prozent als fürsorglich beschrieben, von 36 Prozent als verantwortungsbewusst und von 25 Prozent als sympathisch. 60 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Katzenhaltung und ein modernes Männerbild gut zusammenpassen. Das frühere Klischee, nach dem Katzen vor allem Frauen zugeschrieben wurden, verliert damit zumindest in der Wahrnehmung der Befragten an Bedeutung.
Die Studie ist Teil der Kommunikationsarbeit eines Unternehmens, das zahlreiche Tiernahrungsmarken vertreibt. Die Ergebnisse sollten daher als Einblick in Einstellungen und Selbstbilder verstanden werden, nicht als unabhängiger wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass Katzen Männer grundsätzlich empathischer oder attraktiver machen. Sie zeigen aber, dass Männer mit Katzen heute deutlich positiver wahrgenommen werden als es ältere Rollenklischees vermuten lassen.
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