
Die Deutsche Bahn Randgeschäfte stehen unter Bahnchefin Evelyn Palla auf dem Prüfstand: Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der Konzern unrentable Beteiligungen abseits des Kerngeschäfts konsequent abstoßen. Fahrradverleih Call-a-Bike und Carsharing-Dienst Flinkster sollen dabei ebenso zur Disposition stehen wie weitere Tochterunternehmen, die keinen direkten Beitrag zum Bahnbetrieb leisten. Mit einer neuen Konzernstruktur und einem deutlich verschlankten Führungsteam will Palla die Deutsche Bahn wieder auf Kurs bringen.
Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen die Deutsche Bahn Randgeschäfte systematisch auf den Prüfstand gestellt werden. Besonders der Fahrradverleih Call-a-Bike und der Carsharing-Dienst Flinkster sollen laut Berichten zur Disposition stehen – beides Dienste, die seit Jahren defizitär betrieben werden. Bereits in der Vergangenheit hatte die Bahn mit dem Verkauf des Logistikgiganten DB Schenker und der europäischen Nahverkehrstochter Arriva Milliardenwerte außerhalb des Schienenkerngeschäfts veräußert. Insider berichten, dass die neue Konzernführung unter Palla deutlich konsequenter als ihre Vorgänger vorgehen wolle: Beteiligungen, die nicht direkt zum Kerngeschäft Schiene beitragen, sollen demnach mittelfristig verkauft oder aufgelöst werden.
Eng verknüpft mit dem Abbau der Deutsche Bahn Randgeschäfte ist eine tiefgreifende Managementreform. Laut Berichten soll die Zahl der Konzernführungskräfte der obersten Ebene von bislang 43 auf künftig 22 halbiert worden sein – ein Einschnitt, der intern als Zeichen des ernsthaften Reformwillens gewertet wird. Zum 1. Januar 2026 soll eine neue Konzernstruktur in Kraft getreten sein, die klare Verantwortlichkeiten und kürzere Entscheidungswege schaffen soll. Bahnchefin Palla hatte zuletzt stabile Ticketpreise garantiert und betont, dass der Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit liege. Kritiker mahnen jedoch, dass Reformen allein das eigentliche Problem – die marode Infrastruktur – nicht lösten.
Parallel zum Abbau der Randgeschäfte investiert die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Euro zusätzlich in drei Sofortprogramme für das laufende Jahr. Im Rahmen einer Frühjahrsinitiative 2026 sollen zudem rund 1.400 Bahnhöfe bundesweit gereinigt und aufgewertet worden sein – ein sichtbares Signal an die Fahrgäste, dass es der Konzern mit der Qualitätsoffensive ernst meint. Gleichwohl bleibt die strukturelle Herausforderung: Laut Medienberichten wird eine spürbare Verbesserung der Pünktlichkeit frühestens ab 2027 erwartet. Die Deutsche Bahn hatte zuletzt im Netzzustandsbericht 2025 eine Gesamtnote von 3,0 erhalten – ein deutliches Zeichen, wie viel Arbeit noch vor dem Konzern liegt.
Mit einem Beteiligungsportfolio von laut Berichten mehr als 500 Unternehmen hat die Deutsche Bahn über Jahrzehnte einen schwer überschaubaren Konzernapparat aufgebaut. Unter Palla soll nun gelten: Was nicht unmittelbar zur Kernstrategie Schiene beiträgt, wird geprüft und bei Bedarf verkauft. Die bereits vollzogenen Großverkäufe – DB Schenker und Arriva – haben dem Konzern zwar Milliarden in die Kassen gespült, doch der eigentliche Turnaround steht noch aus. Analysten sehen im konsequenten Abbau der Deutsche Bahn Randgeschäfte eine notwendige, aber allein nicht hinreichende Bedingung für eine dauerhafte Gesundung des Unternehmens. Entscheidend werde sein, ob die freigesetzten Mittel tatsächlich in die Schieneninfrastruktur fließen – und nicht in neue Projekte außerhalb des Kerngeschäfts.
Quellen: Handelsblatt, Spiegel, Zeit Online, n-tv, tagesschau.de, FAZ
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