Fresenius Medical Care wächst organisch, doch der Umsatz sinkt

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Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Fresenius Medical Care Q1 2026: Der Dialysekonzern hat im ersten Quartal organisch zugelegt, musste im ausgewiesenen Umsatz aber einen Rückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um sechs Prozent auf 4,612 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Minus bei drei Prozent. Organisch meldete der Dialysedienstleister dagegen ein Wachstum von vier Prozent. Nach Unternehmensangaben belasteten vor allem ungünstige Wechselkurse alle drei operativen Segmente. Zudem wirkten sich Veräußerungen im Rahmen der Portfoliooptimierung negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Operatives Ergebnis sinkt wegen Sondereffekten

Das berichtete operative Ergebnis fiel im ersten Quartal um 14 Prozent auf 286 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag der Rückgang bei neun Prozent. Die operative Marge verringerte sich von 6,8 Prozent im Vorjahr auf 6,2 Prozent. Ohne Sondereffekte zeigte sich ein anderes Bild: Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte stieg um zwei Prozent auf 467 Millionen Euro, währungsbereinigt um zehn Prozent. Die bereinigte Marge verbesserte sich damit auf 10,1 Prozent nach 9,4 Prozent im Vorjahr.

FME25+ bringt Einsparungen, aber auch hohe Kosten

Ein wesentlicher Faktor für den Ergebnisrückgang waren Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm FME25+. Im ersten Quartal erzielte Fresenius Medical Care nach eigenen Angaben zusätzliche nachhaltige Einsparungen von 50 Millionen Euro. Zugleich fielen FME25+ Einmalkosten von 166 Millionen Euro an, hauptsächlich durch Klinikschließungen. In den USA begann der Konzern mit der Optimierung seines Dialysekliniknetzes und schloss 64 von bis zu 100 ausgewählten Kliniken. Für 2026 rechnet Fresenius Medical Care mit 250 Millionen Euro Einsparungen und 350 Millionen Euro Einmalkosten.

Jahresziele für 2026 bleiben bestehen

Fresenius Medical Care bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz ungefähr auf Vorjahresniveau. Beim operativen Ergebnis rechnet der Konzern mit einer Entwicklung auf konstantem Niveau, wobei die Veränderungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen einem positiven und einem negativen mittleren einstelligen Prozentbereich liegen soll. Die Angaben beziehen sich währungsbereinigt und beim operativen Ergebnis ohne Sondereffekte.

5008X Einführung in den USA läuft weiter

Neben dem Sparprogramm bleibt die Markteinführung des 5008X CAREsystems in den USA ein wichtiger operativer Punkt. Nach Angaben von Fresenius Medical Care war das System Anfang Mai bereits in rund 100 Kliniken verfügbar. Zudem seien mehr als 100.000 Behandlungen damit durchgeführt worden. Im Segment Care Enablement trugen Verkäufe des 5008X CAREsystems sowie positive Preis- und Mengeneffekte außerhalb Chinas positiv zur Entwicklung bei. Belastend wirkten dort dagegen Wechselkurse sowie negative Volumen- und Preiseffekte in China.

Fresenius Medical Care bleibt unter Kostendruck

Der Dialysekonzern bleibt damit in einer Übergangsphase. Das operative Geschäft wächst organisch, während Wechselkurse, Portfolioeffekte und Umbaukosten die ausgewiesenen Zahlen belasten. Zum 31. März 2026 behandelte Fresenius Medical Care weltweit 289.923 Patienten in 3.539 Dialysekliniken. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 108.165. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass der Konzern seine Jahresziele beibehält und das Transformationsprogramm weiter umsetzt.

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