Hannover Rück verdient deutlich mehr und erhöht die Dividende kräftig

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Hannover Rück Dividende: Die Hannover Rück ist mit einem deutlichen Gewinnplus in das Jahr 2026 gestartet. Der DAX-Konzern steigerte den Nettokonzerngewinn im ersten Quartal um 47,9 Prozent auf 710,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 480,5 Millionen Euro gelegen. Das operative Ergebnis legte auf 971,1 Millionen Euro zu. Der Gewinn je Aktie stieg von 3,98 Euro auf 5,89 Euro. Damit bestätigte der Rückversicherer zugleich seine Ziele für das Gesamtjahr. Für 2026 erwartet Hannover Rück weiterhin einen Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Milliarden Euro.

Mildere Großschäden stützen das Ergebnis

Ein wichtiger Grund für den kräftigen Gewinnanstieg war die vergleichsweise günstige Schadenbilanz. In der Schaden-Rückversicherung lagen die Großschäden im ersten Quartal mit 206,9 Millionen Euro deutlich unter dem dafür vorgesehenen Budget von 480,3 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten vor allem die Waldbrände in Kalifornien das Ergebnis belastet. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 83,6 Prozent und lag damit unter dem Jahresziel von weniger als 87 Prozent. Hannover Rück verwies zugleich auf weiterhin vorhandenen Preisdruck in der Schaden-Rückversicherung.

Personen-Rückversicherung entwickelt sich solide

Auch die Personen-Rückversicherung trug zur stabilen Entwicklung bei. Das Rückversicherungs-Serviceergebnis in diesem Segment stieg auf 254,2 Millionen Euro. Hannover Rück sieht den Bereich damit auf Kurs für das Jahresziel von rund 925 Millionen Euro. Die gebuchten Rückversicherungserlöse im Segment erhöhten sich auf 2,0 Milliarden Euro. Währungsbereinigt hätte das Wachstum nach Unternehmensangaben 15,0 Prozent betragen. Belastend wirkten dagegen Wechselkurseffekte und geringere Beiträge aus dem Kapitalanlageergebnis, weshalb das operative Ergebnis der Personen-Rückversicherung unter dem Vorjahreswert blieb.

Dividende steigt auf 12,50 Euro je Aktie

Für das Geschäftsjahr 2025 zahlt Hannover Rück eine Dividende von 12,50 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat am 6. Mai 2026 zu. Im Vorjahr hatte die Gesamtdividende bei 9,00 Euro je Aktie gelegen. Damit steigt die Ausschüttung um 39 Prozent. Insgesamt schüttet der Konzern nach eigenen Angaben rund 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre aus. Der Zahlungstag war der 11. Mai 2026.

Neue Ausschüttungspolitik macht Aktie für Dividendenanleger interessanter

Die höhere Dividende ist Teil einer neu ausgerichteten Ausschüttungspolitik. Hannover Rück will die reguläre Dividende ab dem Geschäftsjahr 2025 auf rund 55 Prozent des IFRS-Nettokonzerngewinns anheben. Zugleich soll die Dividende je Aktie mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen und langfristig steigen. Die früher regelmäßig genutzte Sonderdividende wird künftig Teil der regulären Dividende. Eine zusätzliche Sonderdividende soll nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden.

Aktie bleibt trotz hoher Dividende unter Druck

An der Börse spiegelt sich die starke operative Entwicklung bislang nur begrenzt wider. Am 5. Juni 2026 lag die Hannover-Rück-Aktie auf Xetra bei 227,20 Euro. Auf Basis der beschlossenen Dividende von 12,50 Euro ergibt sich rechnerisch eine Dividendenrendite von rund 5,5 Prozent. Börsendaten zeigten zugleich eine schwächere Kursentwicklung über mehrere Zeiträume. Damit steht einer deutlich höheren Ausschüttung ein Aktienkurs gegenüber, der zuletzt klar unter früheren Höchstständen notierte.

Analystenschätzungen deuten auf weitere Erhöhung hin

Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten FactSet-Analysten laut finanzen.net eine weitere Dividendensteigerung auf 13,01 Euro je Aktie. Diese Zahl ist jedoch keine Prognose von Hannover Rück. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass der Konzern für 2026 einen Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Milliarden Euro anstrebt und die reguläre Ausschüttungsquote bei rund 55 Prozent des IFRS-Nettogewinns liegen soll. Unklar blieb zunächst, ob die tatsächliche Dividende für 2026 am Ende in dieser Größenordnung liegen wird.

Ausblick bleibt von Großschäden und Kapitalmärkten abhängig

Hannover Rück bestätigte seine Jahresziele, knüpft sie aber an klare Voraussetzungen. Der Konzern geht davon aus, dass die Großschadenbelastung den für 2026 eingeplanten Wert von 2,3 Milliarden Euro nicht wesentlich übersteigt. Außerdem setzt die Prognose voraus, dass es keine unvorhergesehenen Verwerfungen an den Kapitalmärkten gibt. Für die Kapitalanlagen erwartet Hannover Rück eine Rendite von rund 3,5 Prozent. Im ersten Quartal lag die annualisierte Kapitalanlagerendite mit 3,6 Prozent leicht darüber.

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