
Die Gefahrstoffreaktion Norderstedt hat am Mittwochmittag einen größeren Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Nettelkrögen ausgelöst. Nach Angaben der Feuerwehr kam es um 12:56 Uhr im Labor eines Unternehmens während eines Versuchs zu einer chemischen Reaktion mit explosiven und hochentzündlichen Stoffen. Das betroffene Gebäude war bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte vollständig geräumt worden. Menschen befanden sich laut Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt in unmittelbarer Gefahr.
Zunächst waren die Berufsfeuerwehr Norderstedt und die Freiwillige Feuerwehr Garstedt mit dem Einsatzstichwort für eine Brandmelderanlage alarmiert worden. Schon kurz nach dem Ausrücken verdichteten sich jedoch die Hinweise auf eine deutlich komplexere Lage. Der Einsatzleiter stufte den Vorfall deshalb zu einem größeren Gefahrstoffeinsatz hoch. In der Folge wurden weitere Kräfte nachalarmiert, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Friedrichsgabe und Glashütte sowie die Logistikeinheit der Feuerwehr Harksheide.
Vor Ort bestätigte sich nach Feuerwehrangaben die gemeldete Lage. Im dritten Obergeschoss eines Gebäudeteils reagierte ein Stoffgemisch, dessen Hauptbestandteil Butylacrylat war. Dabei kam es zu einer anhaltenden Reaktion unter Bildung von Dämpfen und thermischer Energie. Die Feuerwehr leitete umfangreiche Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen ein. Einsatzkräfte untersuchten den Bereich mit spezieller Messtechnik und unter Atemschutz. Parallel dazu wurde gemeinsam mit Fachpersonal des Unternehmens die sichere Bergung der reagierenden Stoffe vorbereitet.
Im weiteren Verlauf brachten speziell ausgerüstete Einsatzkräfte vier Behältnisse mit dem reagierenden Stoffgemisch unter erhöhten Schutzmaßnahmen in geeignete Sicherheitsbehälter. Anschließend leitete der Betreiber eine chemische Neutralisation ein. Drei Einsatzkräfte kamen im Verlauf der Maßnahmen mit dem Stoff in Kontakt. Sie wurden vorsorglich dekontaminiert und rettungsdienstlich untersucht. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich. Nach den Bergungsarbeiten wurden die betroffenen Bereiche belüftet und erneut messtechnisch kontrolliert. Gefährliche Konzentrationen konnten dabei nicht mehr festgestellt werden. Die Einsatzstelle wurde danach an den Betreiber übergeben. Der Einsatz dauerte rund drei Stunden.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu