Schwimmer stirbt nach Haiattacke am Sorrento Beach

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Perth. Ein Schwimmer ist am Freitagmorgen bei einem Haiangriff vor Perth in Westaustralien ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Sorrento Beach in den nördlichen Vororten der Millionenstadt. Polizei, Wasserpolizei und Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz aus. Mehrere Kilometer Küste wurden anschließend für Badegäste gesperrt.

Die Behörden erhielten gegen 10.15 Uhr Ortszeit erste Meldungen über einen möglichen Haiangriff. Die Polizei bestätigte später, dass ein männlicher Schwimmer infolge der Attacke gestorben sei. Weitere persönliche Angaben zu dem Opfer wurden zunächst nicht veröffentlicht. Auch zur Haiart gab es zunächst keine gesicherte Angabe.

Boote und Hubschrauber suchen vor Sorrento Beach

Nach dem Alarm suchten Einsatzkräfte das Seegebiet vor dem Sorrento Beach aus der Luft und vom Wasser aus ab. Die Wasserpolizei setzte ein Boot ein, außerdem war der Rettungshubschrauber von Surf Life Saving Western Australia über dem Küstenabschnitt unterwegs. Das für Fischerei und Küstenschutz zuständige Department of Primary Industries and Regional Development schickte ebenfalls ein Patrouillenboot in das Gebiet.

Polizisten kontrollierten zugleich den Strand, während Mitarbeiter der Stadt Joondalup Besucher auf die Sperrungen hinwiesen. Zum Abschluss der Suche und zu einem möglichen Fund des Opfers lagen zunächst keine weitergehenden behördlichen Angaben vor.

Kurz vor dem Vorfall war in der Umgebung die Sichtung eines etwa 2,5 Meter langen Hais gemeldet worden. Ob dieses Tier mit der tödlichen Attacke in Verbindung stand, war zunächst unklar. Auch Berichte von Augenzeugen über Größe oder Art des beteiligten Hais waren behördlich nicht bestätigt.

Fast zwölf Kilometer Küste vorerst gesperrt

Als Vorsichtsmaßnahme ließ die City of Joondalup sämtliche Strände in ihrem Küstengebiet schließen. Die Sperrung reicht vom Bereich Marmion im Süden bis Iluka im Norden und umfasst damit einen Küstenabschnitt von annähernd zwölf Kilometern. Dazu gehören auch stark frequentierte Strände in den nördlichen Vororten von Perth.

Nach dem zunächst veröffentlichten Zeitplan sollen die Strände bis Samstag, 19. September, 12 Uhr Ortszeit geschlossen bleiben. Danach wollen die zuständigen Mitarbeiter die Situation erneut bewerten. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die Küste im betroffenen Bereich zu meiden und Anweisungen von Polizei, Rangern und Rettungskräften zu befolgen.

Sorrento Beach liegt rund 20 Kilometer nördlich des Zentrums von Perth am Indischen Ozean und unmittelbar südlich des Hillarys Boat Harbour. Der Strand gehört zu den bekannten Badegebieten im Großraum Perth.

Zweiter Haiangriff in Westaustralien innerhalb weniger Tage

Der tödliche Vorfall folgt nur wenige Tage auf eine weitere Haiattacke in Westaustralien. Am Montag war ein Surfer am Glenfield Beach nördlich von Geraldton schwer am Bein verletzt worden. Geraldton liegt rund 400 Kilometer nördlich von Perth. Der Mann wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Angriff am Sorrento Beach ist zugleich der dritte tödliche Zwischenfall mit einem Hai in Westaustralien in diesem Jahr. Im Mai starb ein Speerfischer nach einer Attacke vor Rottnest Island westlich von Perth. Anfang Juni kam ein weiterer Speerfischer vor Michaelmas Island nahe Albany im Süden des Bundesstaates ums Leben.

Fünf tödliche Haiattacken in Australien im Jahr 2026

Australienweit sind damit im Jahr 2026 fünf tödliche Haiattacken dokumentiert. Im Januar starb ein zwölfjähriger Junge mehrere Tage nach einem Haiangriff im Hafen von Sydney. Neben den beiden Todesfällen in Westaustralien im Mai und Juni kam im Mai auch ein Mann vor der Küste von Queensland ums Leben. Er war in der Nähe von Hull Heads mit einem Boot unterwegs und hatte sich zum Speerfischen im Wasser befunden.

Der aktuelle Fall in Sorrento ist damit der fünfte tödliche Vorfall des Jahres. Die Zahl liegt bereits über dem langjährigen Durchschnitt, schwankt von Jahr zu Jahr allerdings deutlich.

Wie häufig Haiangriffe in Australien tatsächlich sind

Die Australian Shark Incident Database erfasst Haiunfälle in Australien seit dem Jahr 1791 und wertet die Fälle nach einheitlichen Kriterien aus. Über die vergangenen zehn Jahre wurden im Durchschnitt jährlich 27 Zwischenfälle registriert, bei denen Menschen verletzt wurden. Die durchschnittliche Zahl der Todesfälle lag bei 2,7 pro Jahr. Zusätzlich wurden im Mittel sieben Begegnungen pro Jahr erfasst, bei denen Menschen unverletzt blieben.

2025 wurden in Australien fünf tödliche Haibisse registriert. Trotz der international stark beachteten einzelnen Fälle bleiben schwere Begegnungen gemessen an der enormen Nutzung der australischen Küsten selten. Millionen Menschen besuchen dort regelmäßig Strände und nutzen das Meer zum Schwimmen, Surfen, Tauchen oder für andere Wassersportarten.

Behörden setzen deshalb auf eine Kombination aus Warnsystemen, gemeldeten Sichtungen, Hubschrauberpatrouillen und örtlichen Strandsperrungen. In Westaustralien werden aktuelle Sichtungen über das staatliche SharkSmart-System verbreitet. Nach dem tödlichen Vorfall am Sorrento Beach konzentrierten sich die Maßnahmen zunächst auf die Suche im Seegebiet und darauf, Menschen aus dem gesperrten Küstenabschnitt fernzuhalten.

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