Zoll stoppt Transporter mit Hunden und Katzen auf der A2

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein illegaler gewerblicher Tiertransport auf der Autobahn 2 bei Peine hat Fragen zu Kontrollen, Tiergesundheit und Transportvorgaben aufgeworfen. Nach Angaben des Hauptzollamts Braunschweig kontrollierte die Kontrolleinheit Verkehrswege aus Göttingen am 27. Mai 2026 an der Raststätte Zweidorfer Holz einen bulgarischen Transporter in Fahrtrichtung Westen. Die Meldung dazu veröffentlichte der Zoll am 3. Juni 2026. In dem Fahrzeug befanden sich vier Hunde und fünf Katzen. Der Fahrer gab laut Zoll an, die Hunde sollten nach Nordrhein-Westfalen, die Katzen in die Niederlande gebracht werden.

Nach Angaben der Behörde fehlten die Dokumente für das gewerbliche Verbringen der Tiere sowie vorgeschriebene Veterinärbescheinigungen. Bei der Kontrolle der EU-Heimtierausweise stellten die Beamten Unregelmäßigkeiten bei Tollwutimpfungen fest. Vier Katzen seien zu früh geimpft worden. Bei zwei Katzen und zwei Hunden sei die vorgeschriebene Frist von 21 Tagen nach der Impfung noch nicht abgelaufen gewesen.

Tiere kommen in Quarantäne

Der Fachdienst Veterinärwesen des Landkreises Peine übernahm den Fall vor Ort. Eine Amtstierärztin ordnete die Sicherstellung mehrerer Tiere zur amtlichen Tollwutquarantäne an. Vier Katzen und zwei Hunde ohne gültige Tollwutimpfung wurden von Mitarbeitenden eines Tierheims abgeholt und in eine Quarantäneeinrichtung gebracht. Dort sollen sie erneut gegen Tollwut sowie gegen Krankheiten wie Staupe und Parvovirose geimpft werden. Zwei Hunde und eine Katze durfte der Fahrer nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung weitertransportieren.

Der Landkreis Peine prüft die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens gegen den Fahrer wegen Verstößen gegen Tierseuchenrecht und Transportvorgaben. Der Fall verdeutlicht, dass die Abgrenzung zwischen privater Mitnahme und illegalem Tiertransport für Behörden praktisch relevant bleibt.

Brandenburg kontrolliert Tiertransporte wegen Viehdiebstählen

Parallel dazu wurden in Brandenburg Schwerpunktkontrollen bei Tiertransporten bekannt. Die Verkehrspolizei der Polizeidirektion West kontrollierte gemeinsam mit dem Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark an der A10 gewerblichen Güterverkehr. Bei 18 kontrollierten Lkw wurden neun Ordnungswidrigkeiten und ein Verstoß gegen Transportbestimmungen bei Tieren festgestellt.

Hintergrund sind auch Nutztierdiebstähle in Brandenburg. Seit März 2026 wurden nach Behördenangaben zahlreiche Rinder gestohlen. Die Polizei hat die Ermittlungsgruppe Weide eingerichtet und kontrolliert Tiertransporte verstärkt, unter anderem mit Blick auf Ohrmarken und Frachtpapiere. Der Verdacht richtet sich auf professionell organisierte Täter.

EU-Vorschriften für Tiertransporte werden 2028 verschärft

Die aktuellen Kontrollfälle fallen in eine Phase, in der neue EU-Vorschriften für Tiertransporte vorbereitet werden. Überarbeitete Regelungen für den grenzüberschreitenden Transport von Haus- und Nutztieren sollen nach Angaben der EU-Kommission ab dem 1. Januar 2028 verbindlich werden. Tierschutzverbände fordern bereits jetzt intensivere Kontrollen und höhere Strafen bei Verstößen.

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