
Josip Barjasic steht vor dem nächsten Schritt in seiner Laufbahn. Der 21 Jahre alte Torwart wechselt laut Transfermarkt vom Türkischen SV Singen zur U23 des SC Freiburg. Eine offizielle Bestätigung der beiden Vereine war zunächst nicht auffindbar, weshalb die Meldung weiterhin auf Basis der Transfermarkt-Angaben einzuordnen ist. Für den SC Freiburg II wäre der Zugang ein klassischer Perspektivtransfer: Barjasic kommt nicht aus einem Nachwuchsleistungszentrum eines Bundesligisten, sondern aus der Oberliga Baden-Württemberg. Gerade deshalb passt der Wechsel in ein Profil, das bei U23-Teams häufig zu beobachten ist: Junge Spieler mit Entwicklungspotenzial sollen in einem professionelleren Umfeld den nächsten Schritt machen.
Barjasic wurde am 11. Juni 2004 in Singen geboren und wird in den öffentlich zugänglichen Profilen als deutscher Torwart geführt. Seine Hauptposition ist klar die des Schlussmanns. In seiner bisherigen Laufbahn tauchen mehrere Stationen aus der Region und aus Kroatien auf. Genannt werden unter anderem der FC Singen 04, NK Dugo Selo und NK Jarun, ehe er beim Türkischen SV Singen in der Oberliga Baden-Württemberg spielte. Einzelne Datenbanken führen zusätzlich regionale Bezüge wie den ESV Südstern Singen. Weil diese Angaben nicht in allen Quellen identisch dargestellt werden, bleibt der genaue Karriereverlauf vor seiner Rückkehr nach Singen nur eingeschränkt belastbar.
Sportlich bringt Barjasic vor allem Spielpraxis aus der fünften Liga mit. In der Torhüterchronik des Türkischen SV Singen wird er für die Oberliga-Saison 2025/26 mit 30 Einsätzen geführt. Dazu kommen zwei Spiele ohne Gegentor. Für einen jungen Torwart ist diese Einsatzzeit ein relevanter Wert, weil sie über reine Trainings- oder Ersatzkeeper-Erfahrung hinausgeht. Singen beendete die Oberliga-Saison auf Rang zwölf mit 40 Punkten und einem Torverhältnis von 55:81. Die Zahlen zeigen zugleich, dass Barjasic in einer Mannschaft spielte, die defensiv häufig gefordert war. Das kann für einen Torwart lehrreich sein, ersetzt aber noch keine Bewertung auf Regionalliga-Niveau.
Für den SC Freiburg II ist Josip Barjasic SC Freiburg II zunächst kein Transfer mit garantierter Stammplatzperspektive, sondern eine Kaderergänzung mit Entwicklungsspielraum. Die Freiburger U23 spielt in der Regionalliga Südwest und ist Teil der Freiburger Ausbildungsstruktur. Dort geht es nicht nur um Ergebnisse, sondern auch darum, Spieler an höhere Intensität, professionellere Abläufe und stärkere Gegner heranzuführen. Barjasic kommt aus der Oberliga, müsste sich also an Tempo, Entscheidungsdruck und Spielaufbau auf höherem Niveau gewöhnen. Auf der Torwartposition kann ein solcher Wechsel besonders wertvoll sein, wenn der Spieler Training und Spielzeit sinnvoll kombiniert bekommt.
Für den Türkischen SV Singen bedeutet der Wechsel den Verlust eines jungen Torwarts, der in der abgelaufenen Oberliga-Saison regelmäßig im Kader stand und viel Spielpraxis gesammelt hat. Gerade für einen Verein aus der fünften Liga ist ein Abgang zu einer Bundesliga-U23 sportlich ambivalent. Einerseits verliert Singen einen entwicklungsfähigen Spieler auf einer Schlüsselposition. Andererseits zeigt der Wechsel, dass Spieler aus dem eigenen Umfeld für höherklassige Nachwuchs- und U23-Strukturen interessant werden können. Für die Kaderplanung muss Singen nun vor allem klären, ob der Klub intern nachbesetzen kann oder auf dem Torwartmarkt reagieren muss.
Die Einordnung bleibt zurückhaltend: Barjasic ist kein fertig bewertbarer Profizugang, sondern ein junger Torwart, der sich über Einsatzzeit in der Oberliga empfohlen hat. Für Freiburg II kann der Transfer sinnvoll sein, weil U23-Mannschaften regelmäßig Spieler brauchen, die noch formbar sind und gleichzeitig bereits Pflichtspielerfahrung gesammelt haben. Für Barjasic selbst ist der Schritt groß. Regionalliga Südwest, Freiburger Trainingsumfeld und Konkurrenz im Torwartteam werden zeigen, ob aus dem Oberliga-Stammkeeper ein Kandidat für höhere Aufgaben werden kann. Belastbar ist derzeit vor allem eines: Der Wechsel öffnet ihm eine neue sportliche Tür.
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