
Markus Gellhaus zu Borussia Mönchengladbach: Diese Personalie könnte für Hansa Rostock kurz vor der neuen Saison eine spürbare Veränderung im Trainerteam bedeuten. Nach Berichten der Rheinischen Post soll der bisherige Co-Trainer des Drittligisten in den Stab von Eugen Polanski wechseln. Liga3-online berichtete am Samstag ebenfalls über den bevorstehenden Abgang und verwies darauf, dass eine offizielle Bestätigung der Vereine bislang noch aussteht. Deshalb bleibt die Formulierung wichtig: Der Wechsel gilt nach Medienberichten als fix, offiziell vermeldet ist er aber noch nicht. Für Hansa wäre es ein überraschender Einschnitt, weil Gellhaus erst seit Oktober 2025 zum Trainerteam gehört.
Der 56 Jahre alte Markus Gellhaus gilt als erfahrener Assistent mit langer Laufbahn im deutschen Profifußball. Nach seinen frühen Stationen beim SC Paderborn arbeitete er unter anderem als Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg, Hertha BSC, Hannover 96, dem FC St. Pauli, dem VfL Bochum und dem FC Schalke 04. Dazu kam eine Auslandsstation bei Samsunspor in der Türkei. Besonders häufig war Gellhaus an der Seite von Jos Luhukay und später von Thomas Reis tätig. Bei Paderborn war er zudem selbst Cheftrainer, allerdings jeweils nur in begrenzten Phasen.
Für Borussia Mönchengladbach wäre Gellhaus kein Unbekannter. Bereits von Februar 2007 bis Oktober 2008 gehörte er unter Jos Luhukay zum Trainerteam der Fohlen. In dieser Zeit stand Eugen Polanski noch als Spieler im Gladbacher Kader. Genau diese Verbindung macht die Personalie sportlich nachvollziehbar. Polanski, der seit November 2025 dauerhaft Cheftrainer der Gladbacher Profis ist und einen Vertrag bis 2028 besitzt, könnte mit Gellhaus einen erfahrenen Assistenten erhalten, der den Verein kennt und zugleich über viele Jahre Erfahrung in Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga verfügt.
Für Borussia Mönchengladbach würde der mögliche Wechsel in eine Phase passen, in der das Trainerteam um Polanski neu ausgerichtet werden soll. Der frühere U23-Trainer hat nach seiner Beförderung in den Profibereich eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Ein Assistent wie Gellhaus könnte dabei vor allem Struktur, Erfahrung und Detailarbeit einbringen. Seine Vita spricht für Kenntnisse in Spielvorbereitung, Trainingssteuerung und Arbeit mit unterschiedlichen Cheftrainern. Für Polanski wäre das auch deshalb relevant, weil er als vergleichsweise junger Cheftrainer von einem erfahrenen Co-Trainer profitieren könnte. Belastbare Aussagen zur genauen Rolle bei Borussia gibt es aber erst nach einer offiziellen Mitteilung.
Für Hansa Rostock käme ein Abgang von Gellhaus zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Verein hatte die Verträge der Co-Trainer Dirk Flock, Markus Gellhaus und Marcus Rabenhorst erst im März verlängert und dabei ausdrücklich auf Kontinuität im Trainerteam um Daniel Brinkmann gesetzt. Gellhaus wurde vom Klub als erfahrener Fußballfachmann beschrieben, der die Mannschaft auf dem Trainingsplatz und in der Spielvorbereitung unterstütze. Sollte der Wechsel vollzogen werden, müsste Hansa diese Funktion neu besetzen oder intern auffangen. Nach Medienberichten wäre durch die vorherige Vertragsverlängerung zumindest eine Ablöse möglich.
Sportlich wäre der Wechsel für beide Seiten unterschiedlich zu bewerten. Borussia Mönchengladbach würde mutmaßlich einen routinierten Assistenten gewinnen, der Polanskis Trainerteam mit Bundesliga-Erfahrung ergänzt und zugleich einen Bezug zur Borussia hat. Hansa Rostock hingegen verlöre einen Co-Trainer, der erst im Herbst 2025 geholt wurde und dessen Verpflichtung damals ausdrücklich mit Erfahrung und Fachwissen begründet wurde. Für Daniel Brinkmann wäre das keine grundlegende Neuordnung, aber eine personelle Lücke im direkten Arbeitsumfeld. Solange die offizielle Bestätigung fehlt, bleibt jedoch offen, wann der Wechsel verkündet wird und wer Gellhaus in Rostock ersetzen könnte.
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