König Charles III. Staatsbesuch USA: Treffen mit Trump und Rede vor Kongress

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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König Charles III. und Königin Camilla sind am Montag, dem 27. April 2026, zu einem viertägigen Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten aufgebrochen. Es ist der erste offizielle Staatsbesuch eines britischen Monarchen in den USA seit Queen Elizabeth II. im Jahr 2007 – und der erste Besuch von Charles in seiner Rolle als König bei Präsident Donald Trump. Bis zum 30. April reist das Königspaar durch Washington D.C., New York und Virginia.

Programm: Treffen mit Trump, Staatsbankett und Rede vor dem Kongress

Herzstück des Besuchs ist ein persönliches Treffen zwischen König Charles und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Für den 28. April ist ein feierliches Staatsbankett im Weißen Haus geplant, bei dem Trump und First Lady Melania das Königspaar empfangen. Während die beiden Staatsmänner unter vier Augen zusammenkommen, nimmt Melania Trump Königin Camilla zu einer Bildungsveranstaltung mit, bei der amerikanische Schüler mit Virtual-Reality-Brillen und KI-gestützten Brillen arbeiten.

Besonders historisch ist die geplante Rede von König Charles vor dem US-Kongress: Es wäre erst das zweite Mal überhaupt, dass ein britischer Monarch das amerikanische Parlament direkt adressiert. Das erste Mal war Queen Elizabeth II. im Jahr 1991. Der König soll sich nach Berichten nicht als Lobredner eines bestimmten Präsidenten inszenieren, sondern direkt an das amerikanische Volk sprechen – ein bewusstes Signal in diplomatisch angespannten Zeiten.

Anschließend reist das Königspaar nach New York, wo es an einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 teilnimmt. Außerdem stehen Begegnungen mit Rettungskräften und Angehörigen von Opfern auf dem Programm. Ein weiterer Halt ist im Bundesstaat Virginia geplant.

Heikle Mission: Großbritannien, der Iran-Krieg und Trump

Der Staatsbesuch findet in einem angespannten Moment der transatlantischen Beziehungen statt. Seit dem 28. Februar 2026 führen die USA und Israel gemeinsam Krieg gegen den Iran – ein Konflikt, der die Ölpreise auf über 107 Dollar je Barrel getrieben und auch die Energiepreise in Deutschland nach oben gerissen hat. Großbritannien hat sich unter Premierminister Keir Starmer geweigert, sich dem Krieg anzuschließen. Das hat Trump geärgert und die Beziehungen zwischen London und Washington belastet.

Charles und Camilla reisen damit in einer delikaten politischen Lage in die USA – als Brückenbauer zwischen zwei Verbündeten, die inhaltlich weit auseinanderliegen. Laut Beobachtern soll der König beim Treffen mit Trump auch für eine diplomatische Lösung im Nahen Osten werben, ohne öffentlich Partei zu ergreifen.

Bereits im Vorfeld hatte der Besuch für Schlagzeilen gesorgt: Beim White House Correspondents‘ Dinner war es kurz vor dem Staatsbesuch zu einem Schusswaffenanfall gekommen. Daraufhin hatte King Charles persönlich Kontakt zu Trump aufgenommen und seine Erleichterung darüber geäußert, dass der Präsident unverletzt geblieben war. Der Besuch wurde daraufhin wie geplant fortgesetzt.

Historischer Kontext: Erste Staatsvisite seit 2007

Der letzte Staatsbesuch eines britischen Monarchen in den USA liegt fast zwei Jahrzehnte zurück. Damals empfing Präsident George W. Bush Königin Elizabeth II. im Weißen Haus. Für Charles ist es die erste USA-Visite als König überhaupt – und sie fällt in ein symbolisch aufgeladenes Jahr: 2026 feiern die Vereinigten Staaten ihr 250-jähriges Bestehen als Nation.

Großbritannien und die USA verbindet eine sogenannte Sonderbeziehung, die auf gemeinsamen Werten, Geheimdienstkooperation und historischen Bündnissen fußt. In Zeiten von Handelszöllen und geopolitischen Spannungen steht diese Beziehung jedoch unter Druck. Der Besuch von Charles und Camilla gilt als Versuch, das Fundament dieser Beziehung symbolisch zu bekräftigen.

Royals-Beobachter erinnern sich an ähnliche Situationen aus der Geschichte: Bereits Harry und Meghan hatten zuletzt mit einem Besuch in der Ukraine für Aufsehen gesorgt, während gleichzeitig Trump die Royal Family öffentlich kritisierte. Auch zum 100. Geburtstag von Queen Elizabeth II. gedachten die Royals der verstorbenen Monarchin, die zuletzt 2007 einen US-Staatsbesuch absolviert hatte.

Parallel zum Staatsbesuch verfolgt die Welt die weiteren Entwicklungen im Iran-Konflikt mit Spannung. Caren Miosga hatte am Vorabend im ARD-Ersten ausführlich über die USA-Iran-Lage berichtet – ein Thema, das auch beim Treffen zwischen Charles und Trump eine Rolle spielen dürfte.

Quellen: CNN, NPR, The White House, tt.com, news.at, epochtimes.de

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