
In Lüdenscheid hat eine unbekannte Frau einen sieben Tage alten Säugling aus dem Klinikum Lüdenscheid geholt. Wenig später wurde das Neugeborene im Parkhaus des Stern-Centers gefunden und zurück ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei spricht von Kindesentziehung und fahndet nach der Frau. Lüdenscheid Neugeborenes Klinik steht im Mittelpunkt der laufenden Ermittlungen.
Der sieben Tage alte Säugling wurde am Samstagnachmittag in einem Nebenraum an einem Kassenautomaten des Sterncenter-Parkhauses entdeckt. Nach Angaben der Polizei fanden Zeugen das Neugeborene gegen 16.10 Uhr. Kurz darauf meldete das Klinikum Lüdenscheid das Fehlen des Kindes.
Ein Rettungswagen brachte den Jungen vom Fundort zurück ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben geht es dem Säugling gut. Teile des Parkhauses wurden abgesperrt, um Spuren zu sichern.
Nach bisherigen Angaben soll eine unbekannte Frau gegen 15.15 Uhr ein Patientenzimmer im Klinikum Lüdenscheid betreten haben. Sie habe einen hellblauen Kittel oder Kasack getragen und sich als Mitarbeiterin ausgegeben. Anschließend habe sie den Säugling aus dem Zimmer geholt.
Offiziell bestätigt war zunächst, dass die Polizei den Fall als Kindesentziehung führt. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen. Angaben zu einem möglichen Motiv lagen zunächst nicht vor.
Die Polizei sucht nach einer Frau, die auf Mitte 20 bis Anfang 30 Jahre geschätzt wird. Sie soll etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und sehr schlank sein. Beschrieben wird sie außerdem mit blonden Haaren, möglicherweise zu einem Zopf gebunden, sowie einer großen Brille.
Nach Polizeiangaben hatte die Gesuchte eine dunkle Umhängetasche dabei. Sie könnte beim Verlassen des Klinikums oder später in der Innenstadt gesehen worden sein. Hinweise nimmt die Polizei über den Notruf 110 entgegen.
Zu den Umständen des Vorfalls gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Unklar blieb zunächst, wie die Frau in den Klinikbereich gelangte und warum sie das Neugeborene mitnahm. Auch dazu, ob es bereits konkrete Ermittlungsansätze gegen eine bestimmte Person gibt, wurden zunächst keine belastbaren Angaben bekannt.
Der Fall wird überregional beachtet, weil er Sicherheitsfragen in sensiblen Klinikbereichen berührt. Geburtsstationen und Patientenzimmer gelten als besonders schutzbedürftige Bereiche.
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