Märtha Louise Norwegen: Königshaus in der Krise

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Märtha Louise Norwegen steht erneut im Mittelpunkt des Boulevards: Die älteste Tochter von König Harald V. weigert sich, ihren royalen Titel abzulegen – obwohl laut einer Umfrage rund acht von zehn Norwegerinnen und Norwegern genau das befürworten würden. In einem viel beachteten TV-Interview gab die 54-Jährige zwar seltene Einblicke in ihr Leben, doch auf bestimmte Fragen blieb sie konsequent stumm.

Märtha Louise Norwegen: Interview mit heiklen Tabu-Themen

Kurz vor Weihnachten 2025 gab Prinzessin Märtha Louise gemeinsam mit ihrem Mann Durek Verrett ein Interview im dänischen Fernsehen. Das Gespräch gab Einblicke in das Eheleben des ungewöhnlichen Paares – doch auf drei zentrale Fragen weigerte sich die Prinzessin standhaft zu antworten.

Kein Kommentar zur Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit: Diese leidet nach Berichten an Lungenfibrose und soll eine Lungentransplantation benötigen. Ebenso schwieg Märtha Louise zu den laufenden Gerichtsverfahren gegen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn von Mette-Marit. Dieser steht wegen 32 Anklagepunkten vor Gericht, darunter vier mutmaßliche Vergewaltigungen – der wohl schwerwiegendste Skandal in der Geschichte des norwegischen Königshauses in jüngerer Zeit. Das Königshaus selbst hat erklärt, während der gesamten Verhandlungsdauer keine Kommentare abgeben zu wollen. Mehr zu diesem Fall gibt es auf ms-aktuell.de im Bericht über Sverre Magnus und Marius Borg.

Lediglich zum allgemeinen Verhältnis zur Königsfamilie äußerte sich Märtha Louise: Dies sei gut, ließ sie wissen. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Der Zuspruch für die norwegische Monarchie sank von 81 Prozent im Jahr 2017 auf zuletzt 62 Prozent laut einer Umfrage des öffentlich-rechtlichen Senders NRK.

Netflix-Doku sorgt für Ärger mit dem Palast

Den wohl folgenreichsten Schritt unternahm Märtha Louise im September 2025 mit der Netflix-Dokumentation Rebel Royals: An Unlikely Love Story, die über dreieinhalb Jahre gedreht wurde. Die Doku schildert die ungewöhnliche Liebesgeschichte mit Durek Verrett – inklusive Rassismus-Vorwürfen gegen den amerikanischen Schamanen und der gemeinsamen Hochzeit im August 2024.

Das Problem: In der Produktion wird sie durchgängig als Prinzessin bezeichnet. Damit brach das Paar eine seit Jahren bestehende Vereinbarung mit dem Königshaus. Märtha Louise hatte zugesagt, ihren royalen Titel nicht für kommerzielle Zwecke einzusetzen. König Harald V. sah sich daraufhin gezwungen, seine Tochter öffentlich zu rügen – ein ungewöhnlicher Schritt, der das angespannte Verhältnis zum Palast erneut offenbarte. Auch Kronprinz Haakon distanzierte sich öffentlich von der Dokumentation und ließ keinen Zweifel daran, wie das engere Königshaus die Aktion bewertet.

Wer sich für weitere Royals-Geschichten interessiert, findet auch das Adels-Spezial auf ms-aktuell.de lesenswert.

Titel behalten: Märtha Louise trotzt der Kritik

Rund acht von zehn Norwegerinnen und Norwegern befürworten laut Umfrage, dass Märtha Louise ihr Prinzessinnen-Titel aberkannt werden solle. Dennoch machte die 54-Jährige im TV-Interview unmissverständlich klar: Sie habe keinerlei Absicht, den Titel freiwillig aufzugeben.

Für das norwegische Königshaus ist das eine weitere Belastung in ohnehin schwierigen Zeiten. Die Kombination aus dem Strafprozess gegen Marius Borg, der schweren Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit und den fortlaufenden Schlagzeilen rund um Märtha Louise und Durek Verrett stellt die Beliebtheit der Monarchie auf eine ernsthafte Probe.

Durek Verrett: Schamane zwischen Kritik und Selbstvermarktung

Eine besondere Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung spielt weiterhin Durek Verrett. Der amerikanische Schamane und Ehemann der Prinzessin ist in Norwegen hochumstritten: Er war Ziel von Rassismus-Vorwürfen, die er in der Netflix-Doku thematisierte. Gleichzeitig betreibt er gemeinsam mit Märtha Louise ein kommerzielles Coaching-Business und bezeichnet sich selbst als spirituellen Heiler.

Die Hochzeit im August 2024 wurde durch exklusive Pressebilder monetarisiert. Dennoch sollen zunächst Rechnungen gegenüber Lieferanten offengeblieben sein. Inzwischen erklärten beide, alle Verbindlichkeiten vollständig beglichen zu haben, nachdem zuvor Medien über drohende Inkasso-Maßnahmen berichtet hatten.

Wie es mit Märtha Louise Norwegen, ihrem Mann und dem Verhältnis zum Palast weitergeht, bleibt offen. Klar ist: Die Prinzessin polarisiert wie kaum eine andere royale Persönlichkeit in Europa – und daran wird sich so schnell nichts ändern.

Quellen: WEB.DE, ZDF heute, Brisant.de, Promiflash, NZZ, 20 Minuten, Blick.ch

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