
Matthias Reim hat am Freitag, 18. September 2026, sein neues Studioalbum „Flashback“ veröffentlicht. Die Platte umfasst 15 Titel und erscheint bei Hansa, einer Division von Sony Music Entertainment Germany. Parallel zum Album wurde der Titelsong „Flashback“ als weitere Single veröffentlicht, dazu erschien ein offizielles Musikvideo. Matthias Reim „Flashback“ knüpft dabei bewusst an frühere Stationen seiner mehr als 35 Jahre dauernden Karriere an.
Das Konzept der Platte ist bereits im Titel angelegt. Reim greift musikalische und thematische Elemente aus früheren Arbeiten auf und verarbeitet sie in neuen Kompositionen. Seine offizielle Website beschreibt das Album als Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Inhaltlich stehen Liebe, Beziehungen, Erinnerungen und persönliche Lebensmomente im Mittelpunkt. Insgesamt kommt die Veröffentlichung auf rund 50 Minuten Spielzeit.
Schon vor dem Veröffentlichungstag hatte Reim vier Titel aus „Flashback“ herausgebracht. Den Anfang machte am 20. Februar 2026 „Willkommen in meiner Zukunft“. Am 24. April folgte „Keine Freunde bleiben“, ein gemeinsamer Titel mit Mia Julia. „Die Sterne lügen“ erschien am 12. Juni, „Aus meinem Kopf“ am 21. August. Mit dem Titelsong „Flashback“ folgte zum Albumstart die fünfte Single.
Die komplette Tracklist besteht aus „Virago (Intro)“, „Willkommen in meiner Zukunft“, „Flashback“, „Ohne dich“, „Aus meinem Kopf“, „Keine Freunde bleiben“ mit Mia Julia, „Gottverdammte Nacht“, „Die Sterne lügen“, „Außer Atem“, „Niemals wieder“, „Von fernen Sternen“, „Alarm“, „Wir waren doch mal Freunde“, „Keine liebt mich so“ und „Religion“. Die Veröffentlichung trägt den Copyright-Vermerk Hansa, a division of Sony Music Entertainment Germany GmbH.
Auch bei der Produktion ist Reim selbst beteiligt. Bei „Willkommen in meiner Zukunft“ wird er als Produzent geführt. „Keine Freunde bleiben“ entstand mit seinem Sohn Julian Reim als weiterem Produzenten. Bei „Die Sterne lügen“ wird neben Matthias Reim Alex Olivari genannt, bei „Aus meinem Kopf“ arbeitete Reim in der Produktion mit Tim Peters. Beim Titelsong „Flashback“ werden Matthias Reim und Connie Andreszka als Produzenten geführt.
Die Rückschau ist bei „Flashback“ nicht nur ein Vermarktungstitel. Reim erzählte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sein Sohn Julian alte Aufnahmen gehört und ihn damit auf frühere musikalische Ideen zurückgebracht habe. Daraus entwickelte sich die Idee, Bestandteile älterer Arbeiten neu aufzugreifen. Reim sagte über den Umgang mit früheren Motiven: „Ich habe bewusst damit gespielt.“
Damit passt das Album in eine Phase, in der der Sänger ohnehin intensiv auf seine Karriereanfänge zurückblickt. Seine Jubiläumstournee erinnert an den Durchbruch mit „Verdammt, ich lieb’ dich“ und dem Debütalbum „Reim“ aus dem Jahr 1990.
Der Erfolg von damals war außergewöhnlich. Das Album „Reim“ erreichte Platz eins in Deutschland und der Schweiz sowie Platz zwei in Österreich. In der Schweiz hielt es sich 32 Wochen in den Albumcharts, in Deutschland insgesamt 53 Wochen. Auch die Single „Verdammt, ich lieb’ dich“ stand 1990 in Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Spitze.
Auch Jahrzehnte nach seinem Durchbruch erreichten Reims Studioalben weiterhin hohe Chartpositionen. „Unendlich“ kam 2013 in Deutschland auf Platz eins. „Phoenix“ erreichte 2016 Platz zwei, „Meteor“ 2018 Platz drei und „MR20“ 2019 ebenfalls Platz drei der Offiziellen Deutschen Album-Charts.
Das Album „Matthias“ von 2022 erreichte in Deutschland Platz zwei, in Österreich Platz fünf und in der Schweiz Platz sechs. Sein bislang letztes Studioalbum vor „Flashback“, „Zeppelin“, stieg 2024 in Deutschland bis auf Platz vier und in Österreich bis auf Platz fünf. In der Schweiz erreichte „Zeppelin“ Platz elf. Die deutschen Positionen stammen aus den Offiziellen Deutschen Charts, die österreichischen und schweizerischen Platzierungen aus den jeweiligen nationalen Chartdatenbanken.
Eine erste offizielle deutsche Albumchart-Platzierung für „Flashback“ liegt am Sonntag, 20. September, noch nicht vor.
Parallel zur Albumveröffentlichung steht Reim weiter auf der Bühne. Nach dem Auftritt am 19. September in Bernstadt beziehungsweise Kemnitz listet seine offizielle Konzertseite für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 folgende Termine:
Auch 2027 wird das Jubiläum fortgesetzt. Semmel Concerts führt die Sommertour unter dem Titel „Verdammt, ich lieb’ dich, Die Jubiläums-Tournee, Teil 2“. Reim sagt dort über seinen größten Hit: „Ich liebe diesen Song nach wie vor.“ Der Tourauftakt ist für den 20. Mai 2027 in Hof angekündigt.
Aktuell sind folgende Termine offiziell aufgeführt:
Der Veranstalter weist darauf hin, dass weitere Termine hinzukommen können. Tickets für die bereits angekündigten Konzerte befinden sich im Verkauf. Ein einheitliches, offiziell dokumentiertes Datum für den ursprünglichen Vorverkaufsstart der gesamten 2027er Tour ist derzeit nicht ausgewiesen.
In Reims jüngerer Karriere gab es auch eine längere gesundheitsbedingte Konzertpause. Im September 2022 teilte sein Veranstalter mit, dass sich Reims Gesundheitszustand verschlechtert habe. Bestätigt wurde damals eine Stimmbandentzündung. Zusätzlich war von weiteren gesundheitlichen Problemen die Rede, die eine mehrwöchige Behandlung erforderlich machten. Konzerte im September und Oktober 2022 wurden deshalb abgesagt.
Reim selbst erklärte anschließend, er habe ein starkes Burnout-Problem gehabt. Im November 2022 sagte er rückblickend, der Weg zurück sei lang gewesen.
Vier Jahre später steht die Musik wieder klar im Vordergrund. „Flashback“ verbindet Reims frühen Durchbruch mit neuen Songs, während die bis 2027 reichende Jubiläumstour denselben Gedanken auf die Bühne überträgt. Mehr als drei Jahrzehnte nach „Verdammt, ich lieb’ dich“ knüpft Reim damit bewusst an das Material an, mit dem seine Karriere 1990 ihren entscheidenden Schub erhielt.
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