Rückkehr nach Frankreich: Cuisance verlässt Hertha Richtung Lens

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Michael Cuisance setzt seine Karriere in Frankreich fort. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler verlässt Hertha BSC und schließt sich RC Lens an. Der Wechsel ist von beiden Vereinen bestätigt, Lens nennt eine Vertragslaufzeit bis 2030. Für Hertha endet damit nach zwei Jahren die Zusammenarbeit mit einem der prägenden Spieler im Mittelfeld.

Wechsel ist offiziell, Ablöse bleibt Medienangabe

Hertha BSC bestätigte den Abgang am Freitagabend und teilte mit, dass sich Cuisance mit sofortiger Wirkung dem französischen Vizemeister anschließt. Angaben zu finanziellen Details machten die Berliner nicht. Auch Lens veröffentlichte keine Ablösesumme. Nach Informationen von Sky Sport soll das Paket bei rund fünf Millionen Euro inklusive Boni liegen. Diese Summe ist damit eine Medienangabe und keine offizielle Vereinszahl. Sportlich ist der Schritt klar ein Aufstieg: Cuisance wechselt aus der 2. Bundesliga zu einem Klub, der in der kommenden Saison Champions League spielt.

Cuisance wurde früh in Frankreich ausgebildet

Cuisance stammt aus Straßburg und durchlief in Frankreich mehrere Nachwuchsstationen. Nach Stationen bei Racing Straßburg und Schiltigheim wechselte er 2014 in die Ausbildung der AS Nancy. Dort spielte er sich auch in den Fokus der französischen Nachwuchsauswahlen. 2017 ging der Linksfuß nach Deutschland zu Borussia Mönchengladbach. Bei der Borussia kam er früh in der Bundesliga zum Einsatz, ehe 2019 der Wechsel zum FC Bayern München folgte. In München gehörte er zum Kader der Triple-Saison 2019/20, setzte sich aber nicht dauerhaft durch.

Marseille, Italien, Osnabrück und der Neustart bei Hertha

Nach seiner Zeit beim FC Bayern wurde Cuisance 2020/21 an Olympique Marseille verliehen. Anschließend wechselte er fest zum Venezia FC, spielte später auch leihweise für Sampdoria Genua und kehrte 2023 mit dem VfL Osnabrück nach Deutschland zurück. Im Sommer 2024 verpflichtete Hertha BSC den Mittelfeldspieler vom Venezia FC. In Berlin wurde Cuisance schnell wichtig: Insgesamt kam er auf 69 Pflichtspiele, elf Tore und 13 Vorlagen. Erst im Mai 2025 hatte Hertha den Vertrag mit ihm bis 2029 verlängert.

Was Lens an Cuisance bekommt

Cuisance ist im Zentrum zu Hause, kann aber auch offensiver eingesetzt werden. Bei Hertha wurde er vor allem als kreativer, technisch starker Mittelfeldspieler wichtig. Lens beschreibt ihn als kompletten Mittelfeldspieler mit Spielstärke, Intensität und Offensivdrang. Für den französischen Klub ist er eine Ergänzung für ein Team, das nach Platz zwei in der Ligue 1 und dem Gewinn der Coupe de France international gefordert ist. Unter Dino Toppmöller trifft Cuisance zudem auf einen Trainer, den er aus seiner Bayern-Zeit kennt.

Einordnung: Hertha verliert Qualität, gewinnt aber Transfererlös

Für Hertha ist der Abgang sportlich ein Einschnitt. Cuisance war nicht nur Stammspieler, sondern einer der Spieler, über die das Berliner Mittelfeld häufig Struktur und Kreativität erhielt. Wirtschaftlich kann der Wechsel dennoch nachvollziehbar sein, weil die kolportierte Ablöse deutlich über dem Betrag liegt, den Hertha 2024 für ihn gezahlt haben soll. Belastbar ist: Hertha verliert einen Leistungsträger, Lens bekommt einen Spieler mit Bundesliga-, Ligue-1-, Serie-A- und Champions-League-Erfahrung. Die genaue Ablöse bleibt ohne Vereinsangabe offen.

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