
Der 1. FC Nürnberg soll bei der Suche nach Verstärkung für seine Abwehr einen entscheidenden Schritt weiter sein. Nach Informationen des kicker werde Mikayil Faye am Dienstag zum Medizincheck erwartet. Verlaufe die Untersuchung ohne Auffälligkeiten, solle der 22 Jahre alte Senegalese anschließend einen Leihvertrag beim Zweitligisten unterzeichnen. Bestandteil der geplanten Vereinbarung sei den Angaben zufolge eine Kaufoption. Vollzogen sei der Wechsel damit jedoch noch nicht.
Der FCN halte sich derzeit im Trainingslager in Südtirol auf und arbeite dort nicht nur an der Vorbereitung auf die neue Saison, sondern auch an der weiteren Zusammenstellung des Kaders. Gesucht werde insbesondere ein Spieler, der sowohl auf der linken Seite als auch im Zentrum der Abwehrkette eingesetzt werden könne. Faye soll dieses Anforderungsprofil erfüllen.
Nach kicker-Informationen solle Faye am Dienstag zunächst die medizinischen Untersuchungen absolvieren. Erst danach sei die Unterschrift unter den geplanten Leihvertrag vorgesehen. Damit befinde sich der mögliche Transfer offenbar auf der Zielgeraden, abgeschlossen sei er aber noch nicht.
Der Medizincheck stelle bei einem möglichen Vereinswechsel eine wichtige Voraussetzung dar. Dabei solle geprüft werden, ob der Spieler die körperlichen Bedingungen für die Verpflichtung erfülle. Erst wenn diese Untersuchungen erfolgreich beendet seien und auch die weiteren Formalitäten geklärt würden, könne die geplante Vereinbarung unterschrieben werden.
Eine offizielle Bestätigung des 1. FC Nürnberg liege nach den vorliegenden Angaben noch nicht vor. Faye sei daher weiterhin Spieler von Stade Rennes. Auch die Kaufoption würde zunächst lediglich die Möglichkeit eröffnen, den Verteidiger zu einem späteren Zeitpunkt fest zu verpflichten. Eine dauerhafte Übernahme sei damit nicht automatisch verbunden.
Den kicker-Informationen zufolge solle Faye zunächst auf Leihbasis nach Nürnberg kommen. In den Vertrag werde demnach eine Kaufoption aufgenommen. Zu möglichen finanziellen Bedingungen, einer Leihgebühr oder der Höhe der Option seien keine belastbaren Angaben bekannt geworden.
Für den FCN würde ein solches Modell die Möglichkeit bieten, den Spieler zunächst über einen längeren Zeitraum im eigenen Mannschaftsumfeld zu beurteilen. Erst anschließend könnte der Verein entscheiden, ob die Kaufoption genutzt werden solle. Ob und unter welchen Voraussetzungen Nürnberg von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würde, dürfte von der sportlichen Entwicklung Fayes und den weiteren Planungen abhängen.
Auch die genaue Laufzeit der geplanten Leihe sei bislang nicht genannt worden. Deshalb lasse sich derzeit lediglich festhalten, dass nach einem erfolgreichen Medizincheck eine vorübergehende Verpflichtung mit einer späteren Kaufmöglichkeit vorgesehen sein soll.
Zuerst habe Sky über das Interesse des 1. FC Nürnberg an Faye berichtet. Der Verteidiger soll bei den Verantwortlichen als Kandidat für die noch offenen Positionen in der Abwehr gelten. Die nun vom kicker gemeldete medizinische Untersuchung würde darauf hindeuten, dass die Gespräche zwischen den beteiligten Seiten weit fortgeschritten seien.
Solange der Medizincheck nicht abgeschlossen und der Vertrag nicht unterschrieben sei, bleibe der mögliche Wechsel allerdings offen. Auch bei fortgeschrittenen Verhandlungen könnten medizinische oder vertragliche Fragen eine Einigung noch verzögern. Faye dürfe deshalb noch nicht als Neuzugang oder als Spieler des 1. FC Nürnberg bezeichnet werden.
Sollten die Untersuchungen wie vorgesehen verlaufen, könnte eine offizielle Mitteilung des Vereins folgen. Nach dem derzeitigen Informationsstand sei jedoch ausschließlich gesichert, dass der Medizincheck anstehen und anschließend eine Vertragsunterzeichnung geplant sein soll.
Der 22-Jährige soll für den FCN vor allem deshalb interessant sein, weil er verschiedene Aufgaben in der Defensive übernehmen könne. Nürnberg suche nach einem Spieler für die linke und die zentrale Position in der Abwehrkette. Faye würde damit gleich zwei Bereiche abdecken, in denen der Kader noch verstärkt werden solle.
Der Senegalese stehe bei Stade Rennes unter Vertrag und sei zuletzt an US Cremonese nach Italien verliehen gewesen. Zuvor sei er beim FC Barcelona ausgebildet worden. Diese Stationen dürften dazu beitragen, dass ihm trotz seines jungen Alters bereits Erfahrungen in unterschiedlichen Fußballkulturen zugeschrieben würden.
Welche Rolle Faye beim FCN übernehmen solle, sei noch offen. Denkbar wäre nach dem genannten Anforderungsprofil ein Einsatz als linker Innenverteidiger oder auf der Außenposition. Eine konkrete Zusage für einen Stammplatz oder eine bestimmte Position sei damit allerdings nicht verbunden.
Der Bedarf in der Nürnberger Defensive sei auch durch zwei prominente Abgänge entstanden. Luka Lochoshvili sei zum 1. FC Köln gewechselt, während Finn Jeltsch? Nein—der genannte zweite Abgang betreffe Gruber, der sich Mainz 05 angeschlossen habe. Beide Verteidiger würden künftig in der Bundesliga spielen.
Damit müsse der FCN ein eingespieltes Innenverteidiger-Duo ersetzen. Die Verantwortlichen sollen deshalb nach Spielern suchen, die nicht nur die nötige Qualität mitbrächten, sondern möglichst flexibel eingesetzt werden könnten. Faye passe nach den bisherigen Berichten in dieses Profil.
Die Verpflichtung eines einzelnen Spielers würde die personellen Veränderungen in der Abwehr jedoch nicht zwangsläufig vollständig auffangen. Entscheidend dürfte sein, wie Nürnberg die Rollen innerhalb der Defensive verteilen und welche weiteren Transfers der Verein noch anstreben würde. Der mögliche Faye-Deal könnte dabei ein wichtiger Baustein sein.
Der nächste Schritt sei nun der für Dienstag geplante Medizincheck. Bestehe Faye die Untersuchungen, solle er nach kicker-Informationen anschließend den Leihvertrag mit Kaufoption unterschreiben. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibe der Transfer jedoch im Status eines bevorstehenden, aber noch nicht abgeschlossenen Wechsels.
Für den 1. FC Nürnberg würde die geplante Verpflichtung eine weitere Möglichkeit schaffen, die Defensive nach den Abgängen von Lochoshvili und Gruber neu aufzustellen. Faye könnte sowohl zentral als auch auf der linken Seite eingesetzt werden und damit mehrere Aufgaben übernehmen.
Ob der Senegalese tatsächlich zum FCN komme, hänge nun vom Ergebnis des Medizinchecks und dem Abschluss der vertraglichen Formalitäten ab. Erst nach der Unterschrift könnte der Verein den Transfer offiziell vermelden. Bis dahin soll die Verpflichtung zwar vorbereitet sein, vollzogen sei sie aber ausdrücklich noch nicht.
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