
In der Anlage von MOL Petrolkémia im ungarischen Tiszaújváros ist am Freitag ein Mensch bei einer Explosion ums Leben gekommen. Das Unternehmen bestätigte einen Todesfall und neun Verletzte. Die Explosion ereignete sich beim Wiederanlauf der Olefin-1-Einheit nach Wartungsarbeiten. Das Feuer wurde noch am Vormittag unter Kontrolle gebracht.
Nach Unternehmensangaben explodierten Kohlenwasserstoffe in einer Leitung der Olefin-1-Einheit, als der Wiederanlauf der Anlage eingeleitet wurde. Der Vorfall trug sich gegen 9 Uhr morgens zu. Tiszaújváros im Osten des Landes beherbergt den größten Chemiekomplex Ungarns. Das dortige MOL Petrolkémia-Werk verarbeitet petrochemische Grundstoffe zu Ethylen und Propylen, die für die Kunststoffproduktion genutzt werden. Die Olefin-1-Einheit hat laut Unternehmensangaben eine Jahreskapazität von rund 370.000 Tonnen Ethylen.
Zu den verletzten Personen lagen zunächst unterschiedliche Detailangaben vor. Wirtschafts- und Energieminister István Kapitány erklärte, zwei schwer verletzte Arbeiter befänden sich nicht mehr in Lebensgefahr, sieben weitere hätten leichtere Verletzungen erlitten. Verletzte wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser nach Miskolc und Debrecen geflogen. Einsatzkräfte aus Tiszaújváros und Miskolc rückten aus und bekämpften die Flammen mit Wasserwerfern und Schaumlöschern.
Ein mobiles Labor des Katastrophenschutzes stellte nach behördlichen Angaben keine Konzentrationen gefährlicher Stoffe oberhalb der Grenzwerte fest. Der Bürgermeister von Tiszaújváros bestätigte, dass derzeit keine Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung nötig seien. MOL teilte zudem mit, die Olefin-2-Einheit am Standort sei weiterhin in Betrieb. Das Unternehmen erwarte keine wesentlichen Auswirkungen auf Raffinerieprozesse oder die Versorgungssicherheit des Landes.
Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar machte den Vorfall über Facebook öffentlich und sprach der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus. Er teilte mit, Energieminister Kapitány und MOL-Chef Zsolt Hernádi seien auf dem Weg zum Unglücksort. MOL-Chef Hernádi erklärte, es gebe zunächst keine Hinweise auf äußere Einwirkung. Der Vorfall werde als Industrieunfall eingeordnet.
Die genauen Umstände des Unglücks blieben zunächst offen. Eine umfassende Untersuchung wurde eingeleitet. Offiziell bestätigt war zunächst, dass die Explosion beim Wiederanlauf der Olefin-1-Anlage nach Wartungsarbeiten geschah. MOL kündigte Unterstützung für die Familie des getöteten Mitarbeiters an. Weitere Angaben zur Identität der betroffenen Person wurden zunächst nicht genannt.
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