
Der US-Schauspieler Nick Pasqual ist in Los Angeles zu 32 Jahren bis lebenslang im Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmaß wurde am Dienstag, 2. Juni 2026, verkündet. Grundlage ist ein Angriff auf seine frühere Partnerin Allie Shehorn im Mai 2024. Eine Jury hatte Pasqual zuvor unter anderem wegen versuchten Mordes, schwerem Einbruch in Wohnräume, Vergewaltigung und Körperverletzung im Kontext häuslicher Gewalt schuldig gesprochen.
Nick Pasqual muss für 32 Jahre bis lebenslang in Haft. Das Urteil fiel im Zusammenhang mit einem Angriff auf Allie Shehorn, eine in Hollywood tätige Make-up-Artistin. Die Tat ereignete sich am 23. Mai 2024 in ihrem Haus im Stadtteil Sunland im Norden von Los Angeles.
Nach den im Verfahren festgestellten Angaben drang Pasqual in das Haus ein und griff Shehorn mit einem Messer an. Sie erlitt mehr als 20 Stichverletzungen und überlebte schwer verletzt. Im Prozess sagte Shehorn gegen Pasqual aus. Das Gericht wertete die Tat als schweren Angriff im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.
Die Jury hatte Pasqual im Mai 2026 in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen. Dazu gehörten versuchter Mord, schwerer Einbruch in Wohnräume, Vergewaltigung und Körperverletzung gegenüber einer Partnerin. Außerdem wurden besondere Tatmerkmale festgestellt: schwere Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und der Einsatz einer Waffe.
Das Strafmaß von 32 Jahren bis lebenslang bedeutet, dass Pasqual frühestens nach Jahrzehnten eine Möglichkeit auf Entlassung erhalten kann. Nick Pasqual war nicht erreichbar. Nach der Urteilsverkündung wurde bekannt, dass er den Rechtsweg weiter beschreiten will.
Nach dem Angriff verließ Pasqual Kalifornien. Behörden nahmen ihn später an einem Grenzkontrollpunkt in Sierra Blanca im US-Bundesstaat Texas fest. Der Ort liegt nahe der Grenze zu Mexiko. Die Festnahme wurde bereits 2024 von der Staatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen dokumentiert.
Der Fall erhielt in den USA auch deshalb große Aufmerksamkeit, weil Pasqual als Schauspieler kleinere Rollen in bekannten Produktionen hatte, darunter How I Met Your Mother und Rebel Moon. Für die juristische Bewertung war diese Bekanntheit nicht entscheidend. Entscheidend waren die gerichtlich festgestellten Taten und die Beweise im Strafverfahren.
Allie Shehorn arbeitete in der Filmbranche als Make-up-Artistin und war an Produktionen wie Rebel Moon, Babylon und Mean Girls beteiligt. Nach dem Angriff musste sie medizinisch behandelt werden und verbrachte nach übereinstimmenden Berichten mehrere Tage auf der Intensivstation.
Im Strafprozess trat Shehorn als Zeugin auf. Ihre Aussage hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine zentrale Bedeutung für den Schuldspruch. Bei der Strafzumessung wurde außerdem eine Erklärung des Opfers berücksichtigt.
Der Fall ist über den Prominentenbezug hinaus relevant, weil er die Eskalationsgefahr häuslicher Gewalt zeigt. Die Tat wurde nicht als privater Konflikt, sondern als schweres Gewaltverbrechen juristisch verhandelt. Die Anklage und das Urteil bezogen sich auf konkrete Straftaten, nicht auf Spekulationen über Motive oder persönliche Hintergründe.
In den USA werden solche Fälle häufig auch unter dem Blickwinkel von Opferschutz und Schutzanordnungen diskutiert. Im konkreten Verfahren war gerichtlich entscheidend, was die Jury als erwiesen ansah: der Einbruch in das Haus, der Angriff mit einem Messer und die schweren Verletzungen des Opfers.
Nick Pasqual wurde zu einer sehr langen Haftstrafe verurteilt. Zugleich wurde nach dem Urteil bekannt, dass eine Berufung beziehungsweise ein weiteres Rechtsmittelverfahren angestrebt wird. Das ändert zunächst nichts am gesprochenen Strafmaß, kann aber zu einer weiteren gerichtlichen Prüfung führen.
Offiziell bestätigt war zunächst das Urteil von 32 Jahren bis lebenslang, die Schuldsprüche und der Kern des Tatgeschehens. Die genauen weiteren Schritte der Verteidigung blieben zunächst offen.
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