Mette-Marit mit Atemhilfe: Norwegens Königshaus am Nationalfeiertag

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Norwegens Königsfamilie hat sich am Sonntag zum Nationalfeiertag auf dem Balkon des Königlichen Schlosses in Oslo gezeigt. An der traditionellen Begrüßung des Kinderumzugs nahmen König Harald, Königin Sonja, Kronprinz Haakon, Kronprinzessin Mette-Marit und Prinz Sverre Magnus teil. Im offiziellen Programm des Königshauses war der Auftritt für 10.30 Uhr angekündigt. Zuvor begrüßten Haakon, Mette-Marit und Sverre Magnus bereits um 8.15 Uhr den Kinderumzug in Asker vor Skaugum, dem Wohnsitz der Kronprinzenfamilie. Prinzessin Ingrid Alexandra nahm dagegen an einer Feier in Sydney teil.

Mette-Marit mit Atemhilfe auf dem Schlossbalkon

Der Auftritt von Mette-Marit fiel besonders auf, weil die 52-Jährige mit sichtbarer Atemhilfe erschien. Die Kronprinzessin leidet seit Jahren an Lungenfibrose. Bei der Feier in Oslo war nach Angaben der Zeitung Aftenposten ein Stuhl bereitgestellt, damit sie während der langen Zeremonie ruhen konnte. Nach etwa einer Stunde zog sie sich vom Balkon zurück, um sich auszuruhen. Auch am Morgen in Asker musste sie die Begrüßung nach einiger Zeit unterbrechen.

Mette-Marit erschien in Asker zudem ohne Bunad, obwohl die Tracht traditionell zum 17. Mai gehört und sie diese in früheren Jahren regelmäßig getragen hatte. Aftenposten führte dies auf ihre gesundheitliche Lage zurück. Bereits im April hatte sie bei einem früheren Auftritt in Oslo ein Sauerstoffgerät benötigt.

Die Krankheit verändert die öffentliche Rolle der Kronprinzessin

Mette-Marits Gesundheitszustand ist für das Königshaus längst mehr als eine private Angelegenheit. Das norwegische Königshaus hatte im Dezember 2025 öffentlich gemacht, dass sich ihre Lungenfibrose deutlich verschlechtert habe. Nach offizieller Darstellung prüfen Ärzte eine mögliche Lungentransplantation. Die Erkrankung erschwert den Sauerstofftransport im Körper und führt dazu, dass öffentliche Auftritte stärker von medizinischer Belastbarkeit abhängen.

Am Nationalfeiertag wurde sichtbar, wie sehr die Krankheit inzwischen den royalen Alltag prägt. Für das Königshaus war ihr Erscheinen dennoch ein wichtiges Zeichen von Kontinuität in einem Jahr, das für die Kronprinzenfamilie außergewöhnlich belastend ist.

Der Prozess gegen Marius Borg belastet die Familie

Parallel zur gesundheitlichen Sorge um Mette-Marit steht die Familie wegen des Strafverfahrens gegen Marius Borg Høiby unter erheblichem öffentlichen Druck. Høiby ist der älteste Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung und hat weder royalen Titel noch offizielle Aufgaben. Das Bezirksgericht Oslo will das Urteil am 15. Juni verkünden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP ist Høiby in insgesamt 40 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe aus dem Zeitraum zwischen 2018 und 2024. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten. Høiby weist die Vergewaltigungsvorwürfe zurück, hat aber geringere Vorwürfe eingeräumt, darunter Drogendelikte, Verkehrsverstöße und Verstöße gegen ein Kontaktverbot. Seine Verteidigung hält eine deutlich geringere Strafe für angemessen. Im April hatte Prinz Sverre Magnus seinen Halbbruder im Gefängnis besucht.

Ein Königshaus zwischen Tradition und Krisenjahr

König Harald und Königin Sonja verkörpern in Norwegen seit Jahrzehnten Kontinuität. Kronprinz Haakon und Mette-Marit stehen für die nächste Generation. Gerade deshalb wird jede Erschütterung in der Kronprinzenfamilie auch als Zukunftsfrage der Monarchie gelesen. Der Nationalfeiertag zeigte beides zugleich: die Fortsetzung eines vertrauten Rituals und die sichtbaren Grenzen einer Familie, die privat wie öffentlich unter Druck steht.

Der Auftritt auf dem Schlossbalkon war kein Bruch mit der Tradition, sondern ein Auftritt unter veränderten Bedingungen. Mette-Marit war präsent, aber sichtbar geschwächt. Haakon, Harald, Sonja und Sverre Magnus hielten das zeremonielle Bild der Monarchie aufrecht. Prinzessin Ingrid Alexandra blieb wegen ihres Aufenthalts in Australien fern. Für Norwegen bleibt damit ein Königshaus sichtbar, das seine Rolle weiter ausfüllt, aber in einer Phase außergewöhnlicher Belastung steht.

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