
Der Spielzeughersteller Playmobil wird sein Werk im mittelfränkischen Dietenhofen bis Ende Juni 2026 schließen. Das bestätigte das Unternehmen der Horst Brandstätter Group. Rund 350 Beschäftigte sind von der Schließung betroffen.
Bislang hat das Unternehmen keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Die Geschäftsführung befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich. Ziel sei es, gemeinsam Lösungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
Um den Beschäftigten den Übergang zu erleichtern, plant das Unternehmen die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Diese soll den Mitarbeitenden helfen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden und den beruflichen Neustart zu unterstützen.
Bereits im April findet eine Jobbörse statt, an der mehr als 20 regionale Arbeitgeber teilnehmen werden. Playmobil möchte damit aktiv dabei helfen, die betroffenen Fachkräfte mit potenziellen neuen Arbeitgebern aus der Region zusammenzubringen.
Die Produktion soll künftig an anderen internationalen Standorten fortgeführt werden – konkret nach Malta und Tschechien verlagert werden. Damit endet in Dietenhofen die Fertigung, die über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft war.
Mit der Schließung des Werks in Dietenhofen verliert Playmobil seinen letzten Produktionsstandort in Deutschland. Das Unternehmen, das seit den 1970er-Jahren für seine charakteristischen Spielfiguren bekannt ist, konzentriert seine Fertigung damit vollständig auf das Ausland.
Die Nachricht trifft die Region hart. Dietenhofen und die umliegenden Gemeinden müssen sich auf den Verlust eines bedeutenden Arbeitgebers einstellen. Wie die sozialen Auswirkungen letztlich abgefedert werden können, hängt maßgeblich von den laufenden Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat ab.
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