
Die Porky Gröden Schweinezucht und Mast GmbH aus dem Landkreis Wittenberg hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau hat die regulären Insolvenzverfahren eröffnet, wie Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus mitteilte. Der Porky-Gröden-Betrieb zählt mit rund 4.000 Sauenplätzen zu den größten Schweinezuchtanlagen in Deutschland.
Der Hintergrund ist ein dramatischer Preisverfall auf dem europäischen Schweinefleischmarkt. Im Januar und Februar 2026 deckten die erzielten Preise nur noch etwa 60 Prozent der Produktionskosten ab. Internationale Handelskonflikte hatten das Exportgeschäft zuvor erheblich belastet und zu massiven finanziellen Verlusten geführt. Hinzu kam ein erneuter Preiseinbruch gegen Ende 2025, der die wirtschaftliche Lage des Wittenberger Unternehmens dramatisch verschlechterte.
Die Anlage in Gröden hält rund 30.000 Tiere und verfügt über etwa 4.000 Sauenplätze – damit gehört Porky Gröden zu den größten Schweinezuchtbetrieben bundesweit. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren expandiert und dabei auf stabile Marktbedingungen gesetzt. Eine Wette, die die Verwerfungen auf dem Schweinemarkt zunichte machten.
Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus verfolgt das Ziel, den Betrieb fortzuführen und langfristig durch einen Investor zu stabilisieren. Ein geordneter Weiterbetrieb während des Insolvenzverfahrens ist geplant, um die Tiere zu versorgen und den Unternehmenswert zu erhalten. Die Investorensuche läuft bereits an.
Die Insolvenz von Porky Gröden steht nicht allein. Der Druck auf die Branche wächst seit Jahren: steigende Betriebskosten, volatile Marktpreise, internationale Konkurrenz und verschärfte Auflagen zwingen immer mehr Betriebe zur Aufgabe. Fachleute fordern seit Langem einen strukturierten Umbau des Sektors – die Meldung aus dem Landkreis Wittenberg ist ein weiteres sichtbares Zeichen dieser anhaltenden Krise.
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