
Es ist offiziell: Simon Krätschmer verlässt Rocket Beans TV. Das gaben die verbleibenden Gründer Nils Bomhoff, Budi Brecht und Etienne Gardé am 8. Mai 2026 in einem gemeinsamen Statement bekannt. Krätschmer werde das Unternehmen sowohl als Mitarbeiter als auch als Gesellschafter verlassen. Der Prozess sei für alle Beteiligten schwierig gewesen – doch er sei unausweichlich geworden.
Mit dem Abgang verliert Rocket Beans TV eines seiner Gründungsmitglieder. Krätschmer war seit den frühen Tagen des Unternehmens dabei und hatte maßgeblich dazu beigetragen, das Gaming-Medienunternehmen aus Hamburg zu dem zu machen, was es heute ist. Die Trennung markiert das Ende einer fast zwölf Jahre langen gemeinsamen Geschichte.
Die Probleme zwischen Krätschmer und dem Rocket Beans Kollektiv begannen nicht über Nacht. Der eigentliche Wendepunkt kam im April 2025, als Krätschmer in einem Livestream öffentlich machte, dass er erhebliche Steuerschulden angehäuft hatte – aus früheren erfolgreichen Jahren, in denen er bis zu 300.000 Euro jährlich verdient hatte. Einen Teil seiner Einnahmen hatte er in Kryptowährungen, Aktien und ETFs investiert, die zum Zeitpunkt der Offenbarung im Minus standen.
Besonders brisant: Krätschmer bat seine Community implizit um finanzielle Unterstützung. Die Reaktion war gespalten. Während ein Teil der Fans Sympathie zeigte, kritisierten andere den Umgang mit dem Thema scharf. Viele warfen ihm vor, trotz eines Bitcoin-Vermögens auf Spenden angewiesen sein zu wollen. Die Situation sorgte für massive negative Aufmerksamkeit und schadete dem Ruf von Rocket Beans insgesamt.
Im September 2025 meldeten sich die anderen Rocket Beans erstmals offiziell zu Wort. In einem Statement hieß es: Man befinde sich in einem internen Prozess mit Simon, der anwaltlich begleitet werde. Dass Krätschmer zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Sendungen auftrat und auch bei der Gamescom 2025 in Köln nicht auf der Bühne stand, war für viele Fans das erste sichtbare Zeichen, dass etwas nicht stimmte.
Seitdem haben die verbliebenen Beans nach eigenen Angaben rund ein Jahr miteinander gesprochen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Nun ist diese gefunden – wenngleich der Prozess nach eigener Aussage alles andere als leicht war. Konkrete Gründe nannten weder Krätschmer noch seine ehemaligen Kollegen öffentlich.
Rocket Beans TV zählt zu den bekanntesten Gaming-Medienhäusern im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen betreibt einen eigenen Streamingkanal auf Twitch, einen YouTube-Kanal und produziert regelmäßig Spielerezensionen, Liveformate und Podcasts. Trotz des internen Dramas der vergangenen Monate hat das Unternehmen seinen laufenden Betrieb weitgehend aufrechterhalten.
Die verbleibenden Gründer betonten in ihrem Statement, dass die Wertschätzung gegenüber Krätschmer für seinen Aufbau des Unternehmens unverändert bleibe – auch wenn die gemeinsame Zukunft beendet ist. Was Simon Krätschmer selbst als nächstes plant, ist noch offen. Sein Gaming-Format Game Mon sowie verschiedene Podcast-Projekte liefen zuletzt unter seinem eigenen Namen. Mit dem Forza-Franchise und anderen Spieleformaten hatte das Gaming-Ökosystem zuletzt einige interessante Entwicklungen, in die auch neue Creators eintauchen.
Für die langjährige Community von Rocket Beans TV ist die Nachricht ein einschneidendes Ereignis. Simon Krätschmer war für viele Fans mehr als nur ein Gesicht hinter der Kamera – er war Teil der DNA des Unternehmens. Seine Präsenz bei Live-Events, seine Begeisterung für Brettspiele und seine oft selbstironischen Auftritte hatten ihm eine treue Fangemeinde aufgebaut.
Dass diese Trennung nach so langer Beziehung zustande kam, ist nicht zuletzt auf eine Kette von Ereignissen zurückzuführen, die das Vertrauen zwischen Krätschmer und seinen Mitgründern belastet haben. Ob und wie Krätschmer im Gaming-Bereich weiter aktiv bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Der Abgang hinterlässt jedenfalls eine spürbare Lücke – und eine Gaming-Community, die ihre Community-Figur neu sortiert. Neue Produkte im Gaming-Bereich zeigen derweil, dass die Branche weiterläuft, unabhängig von personellen Veränderungen hinter den Kulissen bekannter Formate.
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