Opel plant Elektro-SUV mit Leapmotor-Technik – Produktion ab 2028

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Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Stellantis und Leapmotor: Gemeinsames Elektro-SUV für Europa geplant

Stellantis und der chinesische Elektroautohersteller Leapmotor wollen ihre strategische Partnerschaft deutlich ausbauen. Wie beide Unternehmen am 8. Mai 2026 bekanntgaben, soll ein neues batterieelektrisches SUV im C-Segment unter der Marke Opel entwickelt und produziert werden. Der Produktionsstart ist für das Jahr 2028 geplant – und zwar im spanischen Werk Figueruelas bei Zaragoza.

Leapmotor liefert die Technologie, Opel das Design

Die Aufgabenteilung im gemeinsamen Projekt ist klar geregelt: Leapmotor übernimmt die Kernkomponenten des neuen Elektro-SUV – darunter Antriebssystem, Batterietechnologie sowie die komplette elektrische und digitale Architektur. Opel bringt hingegen sein langjähriges Know-how in den Bereichen Design, Fahrwerksentwicklung, Lichttechnik und Sitztechnologie ein.

Das Fahrzeug soll in Rüsselsheim designt und von internationalen Teams in Deutschland und China gemeinsam entwickelt werden. Dank der bewährten Leapmotor-Plattform rechnen beide Unternehmen damit, das neue Modell in weniger als zwei Jahren zur Serienreife zu bringen – ein für die Automobilindustrie außergewöhnlich kurzer Entwicklungszeitraum.

Produktion in Zaragoza neben dem Opel Corsa

Als Produktionsstandort ist das Stellantis-Werk im spanischen Figueruelas bei Zaragoza vorgesehen. Dort läuft bereits seit Jahrzehnten der Opel Corsa vom Band – mehr als zehn Millionen Einheiten wurden in Zaragoza bislang gefertigt. Künftig soll dort auch das neue Opel C-SUV produziert werden. Parallel plant Leapmotor, die Fertigung seines Modells B10 ebenfalls an den spanischen Standort zu verlagern, um Made-in-Europe-Anforderungen gerecht zu werden.

Das neue SUV würde das bestehende Opel-Modellprogramm ergänzen, zu dem bereits Grandland, Frontera und Mokka gehören. Im C-Segment konkurriert Opel bislang nicht mit einem eigenständigen Elektromodell – die Leapmotor-Partnerschaft soll diese Lücke schließen.

Gleichzeitig: 650 Ingenieure in Rüsselsheim entlassen

Die Ankündigung fällt zeitlich mit einem schmerzhaften Stellenabbau zusammen. Stellantis hatte bereits zuvor bekanntgegeben, rund 650 Ingenieurstellen am Opel-Entwicklungsstandort Rüsselsheim zu streichen. Von ehemals 7.000 Ingenieuren, die noch unter General Motors am Standort arbeiteten, sollen künftig nur noch rund 1.000 verbleiben. Kritiker sehen darin eine zunehmende Aushöhlung der deutschen Entwicklungskompetenz bei Opel.

Branchenbeobachter stellen die Frage, wie viel Opel in einem Fahrzeug noch steckt, dessen technisches Herzstück aus China stammt. Andere sehen in dem Modell ein pragmatisches Beispiel dafür, wie europäische Hersteller auf die Kostenvorteile chinesischer Elektroautoplattformen zurückgreifen können, ohne auf bewährte Markenwerte zu verzichten.

Leapmotor wächst in Europa – auch ohne eigene Werke

Leapmotor ist seit 2024 über das Joint Venture mit Stellantis in Europa aktiv und vertreibt hier Modelle wie den T03 und den C10. Die Zusammenarbeit mit Stellantis erlaubt es dem chinesischen Hersteller, von bestehenden Produktionsnetzwerken und Vertriebskanälen zu profitieren. Mit der geplanten Produktion in Zaragoza würde Leapmotor erstmals vollständig in Europa fertigen lassen – ein strategisch wichtiger Schritt, um möglichen Importzöllen zu entgehen.

Die Stellantis-Gruppe hatte im ersten Quartal 2026 nach einem Verlustjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die vertiefende Partnerschaft mit Leapmotor gilt als Teil der Strategie, die Kostenstruktur zu verbessern und gleichzeitig das Elektroauto-Portfolio zu erweitern.

Was bedeutet das für den deutschen Automarkt?

Für Verbraucher in Deutschland könnte das neue Opel E-SUV eine interessante Option im hart umkämpften Kompaktsegment werden. Ob der Preis tatsächlich attraktiver ausfällt als bei rein europäisch entwickelten Modellen, wird sich erst zeigen. Der Preisdruck im Elektroautomarkt ist zuletzt spürbar gestiegen – Hersteller wie BYD, aber auch zunehmend Europäer mit chinesischer Technologie, drücken die Durchschnittspreise nach unten.

Stellantis und Leapmotor befinden sich nach eigenen Angaben noch in der Machbarkeitsprüfung und vorläufigen Entwicklungsphase. Bindende Verträge wurden noch nicht unterzeichnet. Beide Seiten betonen jedoch, dass die Absicht besteht, das Projekt zügig voranzutreiben – mit dem klaren Ziel: Serienproduktion ab Sommer 2028.

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