
Das ZDF zeigt heute um 18:05 Uhr eine neue Folge der beliebten Krimiserie SOKO Wien. In der Episode „Kreuzmordrätsel“ (Staffel 17, Folge 2) ermitteln Hauptkommissar Max Herzog (Martin Gruber) und sein Team unter Leitung von Oberst Dr. Henriette Wolf (Brigitte Kren) in einem rätselhaften Mordfall.
Der schizophrene Louis Mahrer erscheint bei der SOKO und gesteht den Mord an Tamara Jansen – obwohl dieser drei Jahre zurückliegt und ihr Ex-Freund die Tat bereits gestanden hat und im Gefängnis sitzt. Weil Mahrer von Details spricht, die nur der wahre Mörder kennen kann, nehmen die Ermittler seine Aussage ernst. Das zerstörte Handy des Opfers wird schließlich in seiner Wohnung gefunden. Doch alle anderen Spuren am Tatort führen zum Ex-Freund Andreas Drassl – der beteuert, unschuldig zu sein.
Die Episode stellt eine der grundlegendsten Fragen des Krimigenres: Wie verlässlich ist ein Geständnis? Louis Mahrers psychische Erkrankung wirft ein vielschichtiges Bild auf seine Glaubwürdigkeit – und gleichzeitig auf das mögliche Versagen eines Systems, das womöglich den Falschen verurteilt hat. Das Drehbuch navigiert dabei geschickt durch juristische Graubereiche und moralische Fragen: Kann ein Mensch schuldig und zugleich nicht schuldfähig sein? Und was bedeutet es für Andreas Drassl, wenn sich herausstellt, dass er drei Jahre unschuldig in Haft gesessen hat? Diese Fragen geben der Folge eine psychologische Tiefe, die weit über gewöhnliche Krimiunterhaltung hinausgeht.
SOKO Wien zählt zu den langlebigsten und meistgesehenen Krimiserien im deutschsprachigen Fernsehen. Seit 2005 produzieren ZDF und ORF gemeinsam diese österreichisch-deutsche Co-Produktion – und das Publikum belohnt die Serie seit fast zwei Jahrzehnten mit treuer Zuneigung. Die Stärke des Formats liegt in seiner Zugänglichkeit: Jede Folge ist als abgeschlossener Einzelfall konzipiert und erfordert kein tiefes Serienvorwissen, während ein vertrautes Ensemble dem Publikum Kontinuität und Identifikationspotenzial bietet.
Wien als Schauplatz ist ein entscheidender Trumpf der Serie. Die österreichische Hauptstadt bietet ein einzigartiges Ambiente: der Stephansdom als majestätische Kulisse, die prachtvolle Ringstraße, die lebhaften Märkte und das pulsierende Stadtleben einer europäischen Weltmetropole. SOKO Wien versteht es, diesen Rahmen mit Geschichten zu füllen, die lokalen Charakter haben und gleichzeitig universell ansprechen – ob es um Eifersucht, Gier, Machtmissbrauch oder, wie in dieser Folge, um Wahnsinn und Justizirrtum geht.
Martin Gruber als Hauptkommissar Max Herzog hat die Figur über mehrere Staffeln hinweg zu einer festen Größe der Serie gemacht. Der österreichische Schauspieler verleiht Herzog eine bodenständige Wiener Wesensart, die beim Publikum gut ankommt: direkt, pragmatisch, aber nie herzlos. Brigitte Kren als Oberst Dr. Henriette Wolf ist mehr als eine Vorgesetzte – sie ist der moralische Anker des Teams. Die vielseitige österreichische Bühnen- und Filmschauspielerin Kren bringt mit ihrer langjährigen Erfahrung eine Autorität in die Rolle, die der Figur Tiefe und Komplexität verleiht.
Mit Staffel 17 zeigt die Serie, dass sie nichts von ihrer Fähigkeit verloren hat, aktuelle gesellschaftliche Fragen in packende Krimiformate zu übersetzen. „Kreuzmordrätsel“ ist eine Folge, die nachhallt – nicht wegen spektakulärer Action, sondern wegen ihrer psychologischen Schärfe und der unbequemen Wahrheit, die sie stellt: Selbst ein Rechtssystem kann irren.
„SOKO Wien – Kreuzmordrätsel“ ist heute um 18:05 Uhr im ZDF zu sehen. Im Anschluss steht die Folge auch in der ZDF Mediathek zum Abruf bereit.
Quelle: ZDF / ORF
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