
In Wegberg im Kreis Heinsberg haben Unbekannte am frühen Montagmorgen einen Zigarettenautomaten gesprengt. Der Vorfall ereignete sich gegen 4 Uhr im Ortsteil Kipshoven. Mehrere Anwohner meldeten der Polizei einen lauten Knall, die Täter konnten unerkannt mit Diebesgut flüchten. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst erfolglos.
Am Montag, dem 4. Mai 2026, gegen 4 Uhr morgens schreckte ein lauter Knall die Anwohner in Wegberg-Kipshoven aus dem Schlaf. Mehrere Bewohner alarmierten umgehend die Polizei und meldeten eine vermutete Explosion in ihrer Wohnstraße. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte das Bild der Verwüstung vor: Teile des gesprengten Zigarettenautomaten lagen über die gesamte Straße verteilt, Glassplitter und Trümmerteile reichten teils mehrere Meter weit. Die Polizei sicherte den Bereich umgehend ab und sperrte ihn großräumig für nachfolgende Spurenarbeit.
Nach Angaben der Polizei hatten zwei bislang unbekannte Tatverdächtige den Automaten gewaltsam gesprengt und sich anschließend mit Beute aus dem Innenleben des Geräts vom Tatort entfernt. Wie viel Bargeld und wie viele Zigarettenpackungen die Täter erbeuteten, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zur Höhe des Schadens und zum Wert des entwendeten Guts. Auch zur eingesetzten Sprengmethode äußerten sich die Beamten zunächst nicht.
Sprengungen von Geld- und Zigarettenautomaten beschäftigen die Behörden in Nordrhein-Westfalen seit Jahren intensiv, etwa beim jüngsten Schusswaffeneinsatz in Rellingen.
Direkt nach Eingang der Notrufe leitete die Polizei eine umfangreiche Nahbereichsfahndung im gesamten Stadtgebiet Wegberg ein. Streifenwagen mehrerer Wachen waren im Einsatz, auch die Bundesautobahnen in der Region wurden in die Suche einbezogen, da die Täter solcher Sprengungen häufig schnell mit hochmotorisierten Fahrzeugen flüchten. Trotz des großen Einsatzes blieb die Fahndung in den ersten Stunden ergebnislos.
Vergleichbare Fälle hatten zuletzt mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, beispielsweise bei Schüssen in Crailsheim mit einem Großeinsatz.
Im Anschluss an die ergebnislose Fahndung übernahm die Kriminaltechnik der Polizei Heinsberg die Tatortarbeit. Die Beamten sicherten verschiedene Gegenstände aus dem Trümmerfeld, darunter mutmaßliche Reste der eingesetzten Sprengvorrichtung. Auch Spuren wie Schuhabdrücke, mögliche DNA und Werkzeugspuren am Automatenfragment wurden dokumentiert. Die Auswertung dieser Spuren wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren ein Schwerpunkt für Automatensprengungen. Während Geldautomaten besonders im Fokus international agierender Banden stehen, geraten auch Zigarettenautomaten zunehmend ins Visier. Der relative Aufwand für die Täter ist dabei vergleichsweise gering. Immer wieder kommt es bei solchen Taten zu erheblichen Sachschäden an den umliegenden Gebäuden, in seltenen Fällen werden auch Anwohner durch herumfliegende Trümmer gefährdet.
Die Ermittlungen der Polizei Heinsberg dauern an. Die Beamten bitten Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zu Montag in Wegberg-Kipshoven verdächtige Personen, Fahrzeuge oder ungewöhnliche Geräusche wahrgenommen haben, sich über die bekannten Notrufnummern oder direkt bei der zuständigen Wache zu melden. Auch Hinweise zu möglichen Fluchtfahrzeugen oder zur Fluchtrichtung können für die weiteren Ermittlungen entscheidend sein. Die Polizei verweist darauf, dass sich Beobachtungen aus der Nachbarschaft in solchen Fällen häufig als wichtige Bausteine für die Aufklärung erweisen.
Quellen: Polizei Heinsberg/Presseportal, Heinsberg Magazin, Aachener Zeitung
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu