
Das Tankstellen Preiserhöhung Gesetz – offiziell Kraftstoffpreisanpassungsgesetz, kurz KPAnG – ist seit dem 1. April 2026 in Kraft. Es schreibt vor, wann und wie oft Tankstellen ihre Preise nach oben anpassen dürfen. Für Millionen Autofahrer in Deutschland bedeutet das: Es gibt eine feste Tagesregel, die das bisherige Chaos bei Benzin- und Dieselpreisen eindämmen soll.
Seit dem 1. April 2026 gilt: Tankstellen dürfen Preise für Otto- und Dieselkraftstoffe nur noch einmal täglich erhöhen – und das ausschließlich um 12:00 Uhr mittags. Preissenkungen hingegen bleiben zu jeder Zeit und beliebig oft erlaubt. Das KPAnG wurde vom Deutschen Bundestag am 26. März 2026 beschlossen und vom Bundesrat am 27. März 2026 gebilligt. Am 31. März 2026 erschien das Gesetz im Bundesanzeiger und trat bereits am Folgetag in Kraft. Damit handelte die neue Bundesregierung ungewöhnlich schnell: Zwischen Kabinettsbeschluss und Inkrafttreten lagen nur wenige Wochen.
Das Modell ist dem österreichischen Vorbild nachempfunden, das dort seit Jahren für mehr Transparenz an der Zapfsäule sorgt. Experten von ADAC und dem österreichischen ARBÖ weisen darauf hin, dass Spritpreise nach diesem System häufig zwischen 10:00 und 11:59 Uhr ihren Tagestiefstpunkt erreichen dürften – direkt vor dem einzigen möglichen Erhöhungszeitpunkt um Mittag.
Verstöße gegen die neue Tankstellen-Preisregel werden mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet. Die Kontrolle erfolgt dabei nicht manuell, sondern vollautomatisch: Das Bundeskartellamt überwacht die Einhaltung des KPAnG lückenlos über die Echtzeit-Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Jede Preisänderung wird sekundengenau erfasst und ausgewertet. Bereits in den ersten Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes wurden laut Bundeskartellamt erste sogenannte Zeitverstöße gemeldet – also Preiserhöhungen außerhalb des erlaubten 12-Uhr-Fensters. Das Amt hat für diese Aufgabe zum 1. April 2026 eine eigene Beschlussabteilung für Kraftstoffe eingerichtet.
Wer die Debatte um den Tankrabatt 2026 verfolgt hat, kennt den Druck, der seit Monaten auf der Politik lastet: Die Spritpreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa, und die Bundesregierung wurde nicht zuletzt deshalb zum Handeln gedrängt.
Das KPAnG geht noch einen Schritt weiter als die bloße 12-Uhr-Regel: Bei stark steigenden Kraftstoffpreisen soll künftig die Beweislast umgekehrt werden. Das bedeutet: Nicht die Behörden müssen nachweisen, dass eine Preiserhöhung unberechtigt war – stattdessen müssen die Unternehmen selbst belegen, dass ihre Preisanpassung sachlich gerechtfertigt ist. Diese Regelung stärkt die Position des Bundeskartellamtes erheblich und soll missbräuchliche Preissetzung erschweren.
Die Nachfrage nach Alternativen am Antrieb bleibt parallel hoch: Die Zahl der E-Autos in Deutschland wächst, auch wenn Verbrennerfahrzeuge noch immer die große Mehrheit stellen. Das neue Spritpreisgesetz dürfte den Druck auf Tankstellenbetreiber erhöhen – und könnte langfristig die Preistransparenz für Verbraucher verbessern.
Wer günstiger tanken will, sollte die neue Systematik kennen: Da Tankstellen die Preise nur um 12:00 Uhr erhöhen dürfen, lohnt es sich, in den Vormittagsstunden zu tanken – idealerweise zwischen 10:00 und 11:59 Uhr. Nach dem einzigen möglichen Erhöhungszeitpunkt können Preissenkungen zwar jederzeit folgen, erfahrungsgemäß passiert das aber vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Tankstellen-Apps wie die des ADAC oder Tankstellen-Vergleichsportale helfen dabei, den günstigsten Moment zu finden. Wer Verstöße beobachtet – also eine Preiserhöhung zu einer anderen Zeit als 12:00 Uhr – kann diese direkt beim Bundeskartellamt melden.
Quellen: Bundeswirtschaftsministerium, Bundestag, Bundeskartellamt, ADAC, Tagesspiegel
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