
Der „Tatort“ gehört für viele Zuschauer fest zum Sonntagabend. An diesem Samstag gibt es den Krimi aber bereits um 20.15 Uhr zu sehen. Allerdings nicht im Ersten, sondern im WDR. Dort läuft heute, am 16. Mai 2026, der Dortmunder „Tatort: Feuer“. Die Ausstrahlung ist von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr angesetzt. Eine Wiederholung folgt in der Nacht auf Sonntag um 0.45 Uhr.
Im Ersten steht zur selben Zeit der Eurovision Song Contest im Mittelpunkt. Wer also gezielt den „Tatort“ sehen will, muss heute Abend zum WDR wechseln. Das macht die Programmplanung etwas ungewöhnlich, denn der Krimiklassiker läuft parallel zu einem der größten TV-Ereignisse des Abends.
Der Fall beginnt mit einem verstörenden Bild: Ein kleines Mädchen läuft mit rußgeschwärztem Gesicht durch Dortmund. Kurz darauf finden die Ermittler ihre Mutter tot im ausgebrannten Haus der Familie. Die Frau ist an einer Rauchvergiftung gestorben. Schnell deutet vieles darauf hin, dass das Feuer kein Unglück war, sondern gelegt wurde.
Für Hauptkommissar Peter Faber und Hauptkommissarin Rosa Herzog führt die Spur in ein familiäres Umfeld, das von Gewalt, Angst und Abhängigkeit geprägt ist. Die getötete Meike Gebken hatte zuvor mit ihrer Tochter in einem Frauenhaus gelebt. Ihr Partner Jens Hielscher wirkt wie ein naheliegender Verdächtiger, doch er kann ein Alibi vorweisen. Zugleich ist Meikes Sohn Finn verschwunden. Damit verschiebt sich der Fall schnell von einer klassischen Brandermittlung zu einem Drama über häusliche Gewalt und die Frage, wie tief sich solche Strukturen in Familien einschreiben.
„Feuer“ ist ein Dortmunder „Tatort“ mit Jörg Hartmann als Peter Faber und Stefanie Reinsperger als Rosa Herzog. Die Ermittlungen werden von der neuen Chefin der Mordkommission Ira Klasnić geleitet, gespielt von Alessija Lause. Auch Otto Pösken, gespielt von Malick Bauer, ist wieder dabei. Zudem taucht Fabers früherer Kollege Daniel Kossik auf, gespielt von Stefan Konarske.
Der Fall setzt stark auf psychologische Spannung. Besonders Rosa Herzog rückt in den Mittelpunkt, weil sie verdeckt im Umfeld des Frauenhauses ermittelt. Der Krimi nutzt die Brandstiftung nicht nur als Auslöser für eine Mordermittlung, sondern als Einstieg in ein Milieu, in dem Schutzräume, Kontrolle und Gewalt eine zentrale Rolle spielen.
Der Dortmunder „Tatort“ ist selten leichte Krimiunterhaltung. Auch „Feuer“ bleibt dieser Linie treu. Der Film erzählt von einem Verbrechen, das nicht isoliert wirkt, sondern aus einem Netz aus Angst, Abhängigkeit und familiärer Zerstörung heraus entsteht. Gerade dadurch hebt sich die Folge von routinierten Whodunit-Fällen ab.
Wer heute Abend keine Lust auf ESC-Vorprogramm hat, bekommt im WDR eine ernste, atmosphärisch dichte Alternative. „Tatort: Feuer“ ist kein Wohlfühlkrimi, sondern ein Fall, der seine Spannung aus Figuren, Motiven und moralischen Konflikten zieht. Der Mord ist dabei nur der sichtbare Teil einer Geschichte, die deutlich tiefer reicht.
„Tatort: Feuer“ läuft heute, 16. Mai 2026, um 20.15 Uhr im WDR. Die Folge dauert 90 Minuten und endet um 21.45 Uhr. Eine Wiederholung zeigt der WDR in der Nacht auf Sonntag um 0.45 Uhr. Im Ersten läuft zur Primetime dagegen der Eurovision Song Contest.
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