
Der WDR zeigt am heutigen Dienstagabend einen besonders persönlichen Berliner „Tatort“. „Das Opfer“ läuft am 29. September 2026 von 20.15 bis 21.45 Uhr im WDR Fernsehen. Es handelt sich um eine Wiederholung des Fernsehfilms aus dem Jahr 2022. Seine Erstausstrahlung hatte der Krimi am 18. Dezember 2022 um 20.15 Uhr im Ersten. In der Gesamtreihe wird „Das Opfer“ als 1218. „Tatort“-Folge geführt. Robert Karow, gespielt von Mark Waschke, ermittelt darin erstmals nach dem Ausscheiden seiner langjährigen Kollegin Nina Rubin allein.
Der Schauplatz ist Berlin. Für Karow wird die Ermittlung schnell persönlicher als ein gewöhnlicher Mordfall. Der Tote, den die Polizei in einem Waldstück findet, ist ihm aus seiner Jugend bekannt. Damit verbindet der Film die kriminalistische Handlung eng mit der Vergangenheit seines Ermittlers.
Zu Beginn wird in einem Waldstück ein erschossener Mann entdeckt. Karow interessiert sich für den Fall, obwohl er zunächst gar nicht dafür zuständig ist. Schon am Fundort erkennt er den Toten: Es handelt sich um Maik Balthasar, einen Mann, den er aus seiner Jugend kannte.
Karow erfährt, dass Balthasar als verdeckter Ermittler tätig war. Seine Arbeit führte ihn in das Umfeld des Berliner Nachtclubbesitzers Mesut Günes. Auf einer als Tatwaffe untersuchten Pistole werden dessen Fingerabdrücke gefunden. Staatsanwältin Sara Taghavi hält die Indizienlage für bedeutsam, Günes bestreitet jedoch, Balthasar getötet zu haben.
Karow zweifelt daran, dass sich der Fall so einfach erklären lässt. Gegen den Willen der Staatsanwältin verfolgt er die Spur weiter. Er nimmt Urlaub, zieht in Balthasars Wohnung und versucht nachzuvollziehen, wie der verdeckte Ermittler gelebt und gearbeitet hat. Dabei begegnet er Camilla Peters, die in Günes‘ Club arbeitet und Balthasar kannte. Je tiefer Karow in dessen Leben eintaucht, desto stärker wird er zugleich mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.
„Das Opfer“ nimmt innerhalb der Berliner „Tatort“-Reihe eine besondere Stellung ein. Robert Karow ermittelt nach dem Tod seiner früheren Kollegin Nina Rubin erstmals allein. Die von Meret Becker gespielte Ermittlerin war zuvor aus dem Berliner Team ausgeschieden.
In der Zählung der gesamten Reihe handelt es sich um Folge 1218 und um Karows 16. Fall. Der Krimi konzentriert sich ungewöhnlich stark auf die Figur des Kommissars. Regisseur Stefan Schaller beschrieb den Film zur Erstausstrahlung als Geschichte, in der der Fall und Karows Persönlichkeit eng miteinander verbunden sind. Neben der eigentlichen Ermittlung spielen deshalb Erinnerungen an seine Jugend und seine Beziehung zu Maik Balthasar eine zentrale Rolle.
Später erhielt Karow mit Susanne Bonard, gespielt von Corinna Harfouch, wieder eine feste Partnerin. „Das Opfer“ markiert damit eine Übergangsphase des Berliner Teams.
Mark Waschke spielt Kriminalhauptkommissar Robert Karow. Andreas Pietschmann übernimmt die Rolle des Maik Balthasar. Jasmin Tabatabai ist als Staatsanwältin Sara Taghavi zu sehen, Kim Riedle spielt Camilla Peters.
Weitere zentrale Rollen übernehmen Sahin Eryilmaz als Mesut Günes, Ugur Kaya als Sinan Günes, Luka Dimic als Sammy Paroussi und Burak Yigit als Memo. In Rückblenden verkörpern Jona Levin Nicolai den jungen Robert Karow und Laurids Schürmann den jungen Maik Balthasar. Dietrich Hollinderbäumer spielt Karows Vater, dessen jüngere Version wird von Uwe Fischer dargestellt. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Orhan Güner, Dirk Glodde, Bejean Banner, Mina Sagdic, Mürtüz Yolcu, Halala Ali Taufik und Kadir Öktem.
Regie führte Stefan Schaller. Das Drehbuch stammt von Erol Yesilkaya. Markus Nestroy verantwortete die Kamera, Heike Gnida den Schnitt und Bert Wrede die Musik. Produziert wurde der Film von Geißendörfer Pictures im Auftrag von ARD Degeto und Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Die Dreharbeiten fanden vom 8. März bis zum 8. April 2022 statt. Gedreht wurde unter anderem in Berlin-Köpenick, Mitte, Wedding und Kreuzberg sowie im brandenburgischen Ludwigsfelde. Die Produktion nutzte damit verschiedene Schauplätze in Berlin und seinem Umland für Karows Ermittlung.
Die tatsächliche Filmlänge liegt bei rund 89 Minuten. Der WDR programmiert für die Wiederholung am Dienstag ein 90-minütiges Sendefenster von 20.15 bis 21.45 Uhr. Untertitel und Audiodeskription werden angeboten.
Bei seiner Premiere am Sonntag, 18. Dezember 2022, erreichte „Tatort: Das Opfer“ im Ersten 8,15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 26,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten rund 2,04 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag auch in dieser Altersgruppe bei 26,0 Prozent.
Die Premiere fiel auf einen ungewöhnlichen Fernsehabend: Wenige Stunden zuvor war das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zwischen Argentinien und Frankreich übertragen worden. Trotz dieser außergewöhnlichen Konkurrenz gehörte der Berliner Krimi am Abend zu den reichweitenstärksten fiktionalen Sendungen.
„Tatort: Das Opfer“ läuft am Dienstag, 29. September 2026, um 20.15 Uhr im WDR Fernsehen. Das Programm endet planmäßig um 21.45 Uhr. Auch die ARD Mediathek führt die Ausstrahlung für diesen Termin mit einer Länge von 90 Minuten. Vor der Fernsehausstrahlung ist dort noch kein reguläres Video des Films verfügbar.
Damit bietet die Wiederholung vor allem die Gelegenheit, eine wichtige Übergangsfolge des Berliner „Tatort“ noch einmal zu sehen: Robert Karow steht erstmals allein im Mittelpunkt, und aus einer zunächst fremden Ermittlung entwickelt sich ein Fall, der unmittelbar mit seiner eigenen Biografie verbunden ist.






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