
Zwei maskierte Männer haben am frühen Samstagmorgen ein Hotel in Moordeich in der Gemeinde Stuhr überfallen. Nach Angaben der Polizei bedrohten die Täter einen Mitarbeiter im Empfangsbereich mit Schusswaffen und verlangten den Inhalt der Kasse. Nachdem ihnen Bargeld ausgehändigt worden war, flüchteten sie durch einen rückwärtigen Ausgang. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg.
Der bewaffnete Überfall ereignete sich am Samstag, 18. Juli 2026, gegen 5.45 Uhr. Tatort war ein Hotel an der Moordeicher Landstraße in unmittelbarer Nähe zur Autobahn. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei betraten zwei maskierte Männer den Rezeptionsbereich des Gebäudes. Dort trafen sie auf einen Hotelmitarbeiter.
Die Männer sollen Schusswaffen vorgehalten und die Herausgabe des Kasseninhalts verlangt haben. Der Mitarbeiter kam der Forderung nach und übergab den Tätern Bargeld. Weitere Einzelheiten zum unmittelbaren Ablauf im Empfangsbereich teilte die Polizei zunächst nicht mit. Insbesondere machte sie in ihrer veröffentlichten Meldung keine Angaben dazu, wie lange sich die Männer in dem Hotel aufhielten.
Direkt nach der Übergabe des Geldes verließen die beiden Unbekannten das Gebäude nach Angaben der Ermittler durch einen Hinterausgang. Wohin sie anschließend liefen oder ob sie in ein Fahrzeug stiegen, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei bittet deshalb ausdrücklich auch um Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugen, die zur Tatzeit in der Umgebung des Hotels beobachtet worden sein könnten.
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Überfalls leitete die Polizei eine Fahndung im Umfeld ein. Daran war laut Polizeimeldung eine Vielzahl von Einsatzkräften beteiligt. Trotz der umfangreichen Suche konnten die beiden Täter nicht aufgegriffen werden. Sie waren nach dem zuletzt veröffentlichten Stand weiterhin flüchtig.
Für die Beschreibung der Gesuchten werteten die Ermittler die Videoüberwachung des Hotels aus. Der erste Täter soll eine schlanke Statur haben. Sein Gesicht sei mit einem grauen Tuch verdeckt gewesen. Er habe eine schwarze Jacke, eine schwarze Hose, schwarze Schuhe, helle Handschuhe und eine schwarze Schirmmütze getragen.
Außerdem soll dieser Mann einen hellen Jutebeutel bei sich gehabt haben. Nach Angaben der Polizei führte er eine schwarze Schusswaffe mit sich. Angaben zu Alter, Körpergröße oder weiteren äußerlichen Merkmalen veröffentlichte die Polizei nicht.
Der zweite Täter wird als kräftig beschrieben. Er soll eine schwarze Hose mit Beintaschen, schwarze Schuhe und dunkle Handschuhe getragen haben. Auch dieser Mann sei mit einer dunklen Schusswaffe bewaffnet gewesen. Weitere gesicherte Merkmale nannte die Polizei in ihrem Zeugenaufruf nicht.
Wie viel Bargeld die Täter aus der Hotelkasse erbeuteten, geht aus der offiziellen Polizeimeldung nicht hervor. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Damit ist lediglich bestätigt, dass der Mitarbeiter Bargeld aus der Kasse an die bewaffneten Männer übergab.
Auch zu möglichen Sachschäden enthält die Meldung keine Angaben. Ebenso ist nicht bekannt, ob die Täter außer dem Kasseninhalt weitere Gegenstände mitnahmen. Spekulationen über die Höhe der Beute oder über ein mögliches Fluchtfahrzeug sind daher nicht möglich.
Die Polizei teilte in ihrer Meldung nicht mit, dass der angetroffene Hotelmitarbeiter körperlich verletzt worden sei. Zugleich enthält die Mitteilung keine ausdrückliche Aussage dazu, ob der Mann unverletzt blieb. Gesichert ist lediglich, dass er von zwei maskierten und bewaffneten Tätern zur Herausgabe des Bargeldes aufgefordert wurde und dieser Forderung nachkam.
Über eine medizinische Versorgung oder eine Betreuung des Mitarbeiters machte die Polizei ebenfalls keine Angaben. Weitere Informationen zum Zustand des Betroffenen lagen in der veröffentlichten Mitteilung zunächst nicht vor.
Die Ermittler hoffen nun auf Beobachtungen aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die am Samstagmorgen im Bereich der Moordeicher Landstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben. Auch Hinweise zum Tatablauf und zu den beiden flüchtigen Männern können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.
Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 05441 9710 bei der Polizei melden. Zuständig ist die Polizeiinspektion Diepholz. Die Dienststelle führt die weiteren Ermittlungen und veröffentlichte am Montag den Zeugenaufruf mit den anhand der Videoaufnahmen gewonnenen Täterbeschreibungen.
Nach dem erfolglosen Fahndungseinsatz konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Auswertung vorhandener Spuren und möglicher Zeugenhinweise. Welche konkreten Maßnahmen darüber hinaus laufen, teilte die Polizei nicht mit. Hinweise auf identifizierte Tatverdächtige oder Festnahmen gab es in der Mitteilung nicht.
Damit bleibt der bewaffnete Überfall zunächst ungeklärt. Zu einem Motiv oder einem möglichen Täterkreis liegen keine bestätigten Angaben vor. Entscheidend für den Fortgang der Ermittlungen könnten nun Beobachtungen aus dem Umfeld des Hotels und Hinweise zu Fahrzeugen sein, die am frühen Samstagmorgen in Tatortnähe aufgefallen sind.
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