
Auf der griechischen Ferieninsel Paros kämpfen Einsatzkräfte gegen einen größeren Vegetationsbrand. Mehrere Orte im Süden der Insel wurden vorsorglich evakuiert. Am Mittwochvormittag meldeten die Behörden eine verbesserte Lage. Starker Wind und zahlreiche Glutnester sorgen jedoch weiterhin für eine hohe Brandgefahr.
Der Waldbrand auf Paros war am Dienstag, 28. Juli 2026, in der Nähe einer Mülldeponie im Gebiet Kambi ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich anschließend durch trockene Vegetation in Richtung des südlichen Inselteils aus.
Über das griechische Warnsystem 112 wurden Menschen in mehreren kleineren Orten und Feriengebieten aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Betroffen waren unter anderem Agkairia, Trypiti, Aspro Chorio, Glyfa und Pyrgaki. Bewohner sollten sich in Richtung der Küstenorte Alyki und Dryos begeben. Insgesamt wurden Evakuierungsanweisungen für zehn Siedlungen ausgegeben.
Am Mittwochmorgen setzte die Feuerwehr Löschflugzeuge, Hubschrauber und zahlreiche Einsatzkräfte am Boden ein. Nach Angaben der Behörden bedrohten die Flammen zu diesem Zeitpunkt keine geschlossenen Ortschaften mehr.
Im Brandgebiet bestanden jedoch weiterhin einzelne Feuerstellen und Glutnester. Zudem wurden im Tagesverlauf stärkere Winde erwartet, die die Flammen erneut anfachen könnten. Eine verlässliche Bilanz möglicher Schäden an Gebäuden lag zunächst nicht vor.
Der Brand auf Paros ist Teil einer angespannten Feuerlage in mehreren Regionen Europas. Besonders schwer betroffen sind Frankreich und Spanien. Im Südwesten Frankreichs rückten große Feuer zuletzt bis in die Nähe der Großstadt Bordeaux vor. Rund 220.000 Menschen mussten dort ihre Wohnorte oder Urlaubsunterkünfte verlassen.
In Spanien wurden wegen mehrerer Brände knapp 100.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Trockenheit, hohe Temperaturen und starker Wind erschweren in beiden Ländern die Löscharbeiten. Weitere Hitze könnte die Gefahr neuer Brände oder eines erneuten Aufflammens bereits bekämpfter Feuer erhöhen.
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