Waldbrand Lesachtal: 35 Hektar in Flammen – Bundesheer im Einsatz

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Waldbrand im Lesachtal: Ein Großbrand hält die Einsatzkräfte im Kärntner Lesachtal seit Donnerstagabend in Atem. Das Feuer brach gegen 21:00 Uhr im Gemeindegebiet Liesing bei Promeggen aus – östlich von Maria Luggau. Bis zum Freitagvormittag hatte sich das Feuer von zunächst 8 Hektar auf über 35 Hektar ausgedehnt. Unterdessen kämpfen mehr als 200 Einsatzkräfte, sechs Hubschrauber und das österreichische Bundesheer gegen die Flammen.

Dramatische Ausbreitung: Von 8 auf über 35 Hektar

Der Waldbrand im Lesachtal entwickelte sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rasant. Noch zu Mitternacht betrug die Brandfläche rund 8 Hektar. In den frühen Morgenstunden des Freitags hatte das Feuer bereits mehr als 35 Hektar Waldfläche erfasst. Die Löscharbeiten mussten in der Nacht aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden und wurden um 7 Uhr morgens wieder aufgenommen.

Besonders problematisch ist das steile Gebirgsgelände: Die Einsatzkräfte müssen das Wasser in einem Pendelverkehr mit drei Tankfahrzeugen über eine rund vier Kilometer lange Versorgungsstrecke heranschaffen. Die Wasserversorgung gilt als eines der zentralen Probleme beim Steilhang-Brand. Experten sehen in der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Wochen und dem Auffrischen des Windes die Hauptursachen für die rasche Ausbreitung des Feuers in Kärnten.

32 Feuerwehren, Hubschrauber und Bundesheer im Großeinsatz

Bis zum Freitagvormittag waren 32 Feuerwehren mit rund 210 Feuerwehrleuten im Einsatz. Sechs Hubschrauber – darunter auch Bundesheer-Hubschrauber – unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft. Zusätzlich zu den Kärntner Einsatzkräften wurden Feuerwehren aus Osttirol angefordert, um den Großeinsatz im Lesachtal zu verstärken.

Das österreichische Bundesheer rückte am Freitag mit einer offiziellen Assistenzleistung an. Laut einer OTS-Pressemeldung des Bundesheeres stellt die Armee einen AB212-Hubschrauber, einen AW169-Hubschrauber sowie ein Feuerwehrfahrzeug zur Unterstützung der zivilen Einsatzkräfte bereit. Der Einsatz erfolgte auf Anforderung der Landeswarnzentrale Kärnten. Hubschrauber spielen bei der modernen Waldbrandbekämpfung eine zunehmend wichtige Rolle.

Einsatzleiter bezeichneten den Einsatz als sehr gefährlich. Wind und dichter Rauch erschweren die Löscharbeiten erheblich. Die extremen Bedingungen machen koordinierte Luftangriffe auf das Feuer zeitweise unmöglich.

Straßensperrung und akute Gefahr für Wohngebäude

Die Lesachtalstraße (B111) zwischen St. Lorenzen im Lesachtal und Maria Luggau wurde wegen Steinschlaggefahr für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Behörden riefen Anwohner dazu auf, die Sperrung unbedingt zu beachten.

Besonders beunruhigend ist die Nähe des Feuers zu bewohnten Gebieten. Der Bürgermeister berichtete, dass das Feuer an einer Stelle nur noch rund 100 Meter von bewohnten Gebäuden entfernt stand. Daraufhin wurden kurzfristig sechs weitere Feuerwehren angefordert, um eine zweite Löschlinie aufzubauen und die Häuser zu schützen. Ähnlich dramatische Szenen gab es zuletzt beim Flächenbrand am Zoitzberg in Gera.

Trockenheit und Waldbrandgefahr in Kärnten im April 2026

Der Brand im Lesachtal ist kein Einzelfall: Kärnten verzeichnet im April 2026 eine außergewöhnlich hohe Waldbrandgefahr. Wochenlange Trockenheit trifft auf ausgetrocknetes Unterholz und böige Windverhältnisse im Gebirge – eine gefährliche Kombination, die Brände schnell ausufern lässt. Auch in anderen Teilen Österreichs und Südtirols halten Feuerwehren derzeit erhöhte Alarmbereitschaft.

Wann das Feuer im Lesachtal vollständig unter Kontrolle gebracht werden kann, war bis Freitagnachmittag noch unklar. Die Einsatzkräfte gehen von einem mehrtägigen Einsatz aus. Wie bei anderen Waldbränden ist neben der Brandbekämpfung auch die Nachsorge und Brandwache in den kommenden Tagen entscheidend, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Quellen: kaernten.ORF.at, OTS/Bundesheer, meinbezirk.at, tt.com (Tiroler Tageszeitung), SN.at, dolomitenstadt.at, bfkdo-hermagor.at

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu