
Fridays for Future läuft heute, am Freitag, den 24. April 2026, zu einem neuen bundesweiten Aktionstag auf. An rund 60 Orten in ganz Deutschland versammeln sich Klimaaktivistinnen und -aktivisten, um gegen die fossile Energiepolitik der Bundesregierung zu protestieren. Im Mittelpunkt der Kritik steht Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der die Bewegung vorwirft, die Interessen der Gaslobby über den Klimaschutz zu stellen. Bundesweit werden mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat für diesen Freitag zu Protesten in rund 60 deutschen Kommunen aufgerufen. Aktionen finden vor Rathäusern sowie vor den Parteibüros der Regierungsparteien CDU und SPD statt. Damit zeigt die Bewegung Präsenz in der Fläche und setzt ihre Kampagne gegen die Energiepolitik der großen Koalition fort.
In Berlin startet eine Demonstration am Konrad-Adenauer-Haus – der CDU-Zentrale am Tiergarten – und endet am Willy-Brandt-Haus, der SPD-Bundeszentrale in Kreuzberg. FFF will dort große Banner ausrollen, mit denen eine schnelle Abkehr von fossilen Energieträgern gefordert wird. Weitere Großdemos finden statt in München am Odeonsplatz (15 Uhr), in Frankfurt am Main am Roßmarkt (16 Uhr), in Düsseldorf, Bochum und Bremen. In Sachsen demonstriert FFF in Dresden, Leipzig und Freiberg. Zuletzt hatten Klimaproteste auch in Hamburg Tausende Menschen mobilisiert.
Im Zentrum des diesjährigen Fridays for Future Aktionstags steht die Kritik an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. FFF-Aktivistin Carla Reemtsma wirft der CDU-Politikerin vor, als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby zu agieren. Reiche stehe dafür, die Energiewende umzukehren und ein fossiles, ideologisches Projekt zu verfolgen.
Konkret geht es um staatliche Fördergelder für neue Gaskraftwerke, die als Reserve für Erneuerbare Energien vorgesehen sind. FFF sieht darin eine Subventionierung fossiler Infrastruktur, die Deutschland dauerhaft von Gas abhängig mache. Auch Wirtschaftsministerin Reiche selbst steht zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte Reiche intern davor gewarnt, die Energiewende zu bremsen – ein ungewöhnlicher und öffentlich gewordener Vorgang innerhalb der Koalition.
Der heutige Aktionstag ist nicht der erste in diesem Jahr: Bereits am 18. April 2026 hatten rund 80.000 Menschen an FFF-Demonstrationen in vier deutschen Großstädten teilgenommen – darunter 24.000 in Berlin und rund 12.000 in München. Die Bewegung erlebt damit nach einer ruhigeren Phase eine deutliche Mobilisierungswelle und zeigt, dass das Thema Klimaschutz in der Gesellschaft weiterhin breite Unterstützung genießt.
FFF fordert einen schnellen Gasausstieg, den Ausbau erneuerbarer Energien und eine sozial gerechte Energiepolitik. Die Klimaaktivisten betonen, dass steigende Gas- und Ölpreise bei internationalen Krisen Deutschlands hohe Abhängigkeit von fossiler Energie schmerzhaft sichtbar machen. Der Streit in der Koalition um die Energiepolitik schwelt seit Wochen.
Die Kernforderungen von Fridays for Future beim Aktionstag am 24. April 2026 lauten: Kein neues staatliches Geld für Gaskraftwerke, sofortiger Stopp neuer LNG-Projekte sowie eine schnelle Ausweitung der Windkraft- und Solarenergie. Die Bewegung appelliert an beide Regierungsparteien, sich aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu lösen und stattdessen konsequent in erneuerbare Energien zu investieren. Wie die Proteste ausgehen und ob sie politischen Druck auf die Koalition erzeugen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Quellen: fridaysforfuture.berlin, onvista.de, volksstimme.de, taz.de, t-online.de, diesachsen.de, evangelisch.de, nordstadtblogger.de
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