Werder Bremen setzt im sportlichen Neuaufbau auf Markus Pilawa

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Der SV Werder Bremen verändert nach einer enttäuschenden Bundesliga-Saison seine sportliche Struktur. Markus Pilawa übernimmt bei den Bremern die Leitung der Kaderplanung und Transferstrategie. Der frühere Chefscout von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München folgt auf Johannes Jahns, der vom Verein freigestellt wurde. Werder bestätigte die Personalentscheidung am Sonntag, 17. Mai 2026.

Pilawa übernimmt zentrale Rolle in der Kaderplanung

Markus Pilawa soll seine Arbeit bei Werder Bremen am kommenden Mittwoch aufnehmen. Seine Aufgabe geht über klassisches Scouting hinaus: Er soll künftig an der Schnittstelle von Spielersichtung, Transferstrategie und Kaderentwicklung arbeiten. Damit bekommt der 48-Jährige eine zentrale Rolle in einem Bereich, der für Werder in diesem Sommer besonders wichtig wird.

Der Verein steht vor einer Phase, in der sportliche Entscheidungen besonders genau sitzen müssen. Nach einer Saison, die deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, muss Bremen den Kader umbauen, ohne dabei finanziell große Spielräume zu haben. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz verwies in der offiziellen Vereinsmeldung auf Pilawas Erfahrung aus seiner Zeit bei Bayern München und Borussia Dortmund sowie auf dessen Netzwerk.

Werder reagiert auf eine enttäuschende Saison

Der Wechsel in der sportlichen Planung ist auch eine Reaktion auf die abgelaufene Spielzeit. Werder hatte höhere Ziele formuliert, landete am Ende aber nur auf Platz 15. Der Klassenerhalt wurde erreicht, doch die Saison hinterließ deutliche Zweifel an der Zusammenstellung des Kaders. Nach Angaben der dpa sprach Fritz von einer Spielzeit, die nicht den Erwartungen entsprochen habe.

Besonders die Offensive gilt als Problemzone. Werder erzielte über die Saison hinweg zu wenige Stürmertore, zugleich blieb die erhoffte Entwicklung einzelner Transfers aus. Für die kommende Saison braucht der Klub deshalb nicht nur neue Spieler, sondern auch eine klarere Linie bei Profilen, Rollen und wirtschaftlichen Entscheidungen.

Johannes Jahns wurde freigestellt

Mit Pilawas Verpflichtung endet die bisherige Rolle von Johannes Jahns. Werder stellte den bisherigen Verantwortlichen im Bereich Kaderplanung frei. In der offiziellen Mitteilung würdigte der Verein Jahns’ Arbeit, machte aber zugleich deutlich, dass die Saisonanalyse zu einer personellen Neuaufstellung in diesem Bereich geführt habe.

Die Entscheidung zeigt, dass Werder nicht nur am Kader selbst ansetzt, sondern auch an den Strukturen hinter den Transfers. Gerade für einen Verein mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten ist die Trefferquote bei Verpflichtungen entscheidend. Fehlgriffe lassen sich in Bremen weniger leicht ausgleichen als bei finanzstärkeren Konkurrenten.

Erfahrung aus Bochum, Dortmund und München

Pilawa begann seine Laufbahn 2004 beim VfL Bochum, wechselte 2012 zu Borussia Dortmund und wurde dort Anfang 2017 Chefscout. Von 2022 bis 2024 arbeitete er in gleicher Funktion beim FC Bayern München. Diese Stationen machen ihn zu einem erfahrenen Fachmann im deutschen Profifußball, der sowohl bei einem entwicklungsorientierten Bundesligisten als auch bei internationalen Spitzenklubs gearbeitet hat.

Bei Transfermarkt wird Pilawa als ehemaliger Chefscout des FC Bayern München geführt. Dort ist auch seine berufliche Stationenfolge dokumentiert: Bochum, Dortmund, Bayern München.

Der Sommer wird zum ersten großen Test

Pilawas erste Aufgabe in Bremen dürfte anspruchsvoll werden. Werder muss den Kader verbessern, gleichzeitig aber voraussichtlich auch Einnahmen über Transfers erzielen. Laut dpa verwies Fritz darauf, dass der Verein von Transfererlösen lebe und diese zuletzt ausgeblieben seien. Damit entsteht ein enger Rahmen: Bremen braucht sportliche Qualität, kann aber nicht einfach teuer nachrüsten.

Für Pilawa wird es deshalb nicht nur darum gehen, interessante Spieler zu identifizieren. Entscheidend wird sein, passende Profile zu finden, die sportlich sofort helfen oder sich wirtschaftlich entwickeln können. Der Verein formuliert selbst das Ziel einer Mischung aus jungen, entwicklungsfähigen Spielern und erfahrenen Profis. Genau an dieser Balance dürfte sich der neue Leiter Kaderplanung und Transferstrategie messen lassen müssen.

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