
Bei einem Wohnungsbrand in Düsseldorf-Derendorf sind am Freitagnachmittag sieben Menschen verletzt worden. Ein Bewohner der Brandwohnung erlitt lebensbedrohliche Verbrennungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln gebracht. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer war in einer Souterrainwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Becherstraße ausgebrochen.
Die ersten Notrufe gingen am Freitag, 18. September 2026, gegen 14.21 Uhr bei der Feuerwehr ein. Mehrere Menschen meldeten den Brand. Die ersten Einsatzkräfte erreichten das Gebäude nach Angaben der Feuerwehr rund drei Minuten später. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits starker Rauch auf der Straße und innerhalb des Hauses ausgebreitet.
Die Einsatzkräfte begannen unmittelbar mit der Suche nach Bewohnern und der Brandbekämpfung. Das Feuer wurde in einer Souterrainwohnung lokalisiert und nach Angaben der Feuerwehr schnell gelöscht. Einen Bewohner retteten die Kräfte unmittelbar aus der betroffenen Wohnung. Gleichzeitig mussten weitere Menschen mit Drehleitern aus dem Mehrfamilienhaus gebracht werden.
Eine genaue Zahl der auf diesem Weg geretteten Bewohner wurde zunächst nicht genannt. Ebenso lagen zunächst keine Angaben dazu vor, ob sämtliche Bewohner das Gebäude verlassen mussten oder wie viele Menschen während des Einsatzes vorübergehend außerhalb des Hauses untergebracht wurden.
Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer auf weitere Bereiche des Gebäudes ausbreitete. Problematisch war jedoch die starke Rauchentwicklung. Rauch hatte sich sowohl im Souterrain als auch im Treppenraum ausgebreitet. Die Einsatzkräfte setzten deshalb Hochleistungslüfter ein, um die betroffenen Gebäudeteile zu entrauchen.
Der Rettungsdienst untersuchte die aus dem Haus gebrachten Menschen noch an der Einsatzstelle. Besonders schwer wurde der Bewohner der Brandwohnung verletzt. Er erlitt lebensbedrohliche Verbrennungen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik nach Köln.
Eine zweite Person erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Düsseldorfer Krankenhaus gebracht. Fünf weitere Menschen wurden als leicht verletzt eingestuft. Sie mussten nach Angaben der Feuerwehr nicht in ein Krankenhaus transportiert werden. Damit wurden insgesamt sieben Verletzte registriert.
Weitere Angaben zum Gesundheitszustand der beiden schwer beziehungsweise lebensbedrohlich verletzten Menschen lagen am frühen Freitagabend zunächst nicht vor.
Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Becherstraße eingesetzt. Etwa zwei Stunden nach Eingang der ersten Notrufe waren die Maßnahmen der Feuerwehr beendet. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben.
Durch den Einsatz eines Rettungshubschraubers und mehrerer Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst entstand am Nachmittag ein größeres Einsatzgeschehen im Bereich der Becherstraße. Eine länger andauernde Ausbreitung des Feuers konnte nach Angaben der Feuerwehr verhindert werden.
Der Brand selbst blieb demnach auf die Souterrainwohnung begrenzt. Wie groß der Sachschaden an der Wohnung oder an weiteren Teilen des Mehrfamilienhauses ist, wurde zunächst nicht beziffert.
Die Ursache des Feuers war am Freitagabend noch nicht geklärt. Nach Abschluss der Löscharbeiten übernahm die Polizei die Einsatzstelle. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen zur Brandursache ein. Zu einem möglichen technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder einem anderen Auslöser gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Auch zur weiteren Nutzung des Gebäudes lagen zunächst keine konkreten Angaben vor. Die Feuerwehr erklärte in ihrer Einsatzmeldung nicht, ob das gesamte Mehrfamilienhaus nach Abschluss der Arbeiten wieder betreten werden konnte. Ebenso blieb zunächst offen, ob einzelne Wohnungen wegen Brand-, Rauch- oder Löschwasserschäden vorübergehend nicht bewohnbar sind.
Entscheidend für die weitere Nutzung eines Gebäudes nach einem Wohnungsbrand können neben den direkten Brandschäden vor allem Rauch, Hitze und Löschwasser sein. In Derendorf war nach Angaben der Einsatzkräfte insbesondere die Rauchausbreitung im Souterrain und im Treppenraum erheblich. Die Feuerwehr musste beide Bereiche deshalb technisch belüften.
Für die Bewohner endete der Einsatz damit am Freitagnachmittag zunächst ohne weitere Ausbreitung des Feuers. Die Ermittlungen zur Ursache und mögliche Feststellungen zu den Schäden am Gebäude liefen anschließend weiter.
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