
Die Razzia Berlin Schusswaffen hat am Mittwochmorgen erneut für Aufsehen gesorgt: Die Sondereinheit BAO Ferrum des Landeskriminalamts (LKA) Berlin führte gemeinsam mit dem SEK und hunderten weiteren Polizisten eine Großrazzia durch. Dabei wurden in verschiedenen Berliner Bezirken Wohnungen und andere Räumlichkeiten durchsucht. Das Ergebnis des massiven Einsatzes: 18 scharfe Schusswaffen, über 190 Patronen Munition sowie 10 Schreckschusspistolen und 50 weitere gefährliche Gegenstände wurden sichergestellt. Zudem vollstreckte die Polizei 12 Haftbefehle.
Seit den frühen Morgenstunden waren SEK-Kräfte und Beamte der BAO Ferrum in mehreren Berliner Bezirken aktiv. Die Polizisten durchsuchten Wohnungen, Fahrzeuge und sonstige Räumlichkeiten im Rahmen koordinierter Maßnahmen. Neben den 18 scharfen Schusswaffen stellten die Einsatzkräfte auch rund 50 weitere gefährliche Gegenstände sicher – darunter Messer, Baseballschläger und Elektroschocker. Gleichzeitig wurden laut der offiziellen Pressemitteilung der Berliner Polizei 12 Haftbefehle vollstreckt und 260 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ähnlich umfangreiche Razzien gegen organisierte Kriminalität wurden zuletzt auch in anderen Bundesländern durchgeführt, wie etwa die Hells Angels Razzia in NRW zeigte.
Die Sondereinheit BAO Ferrum – der Name steht für das lateinische Wort für Eisen – wurde im November 2025 vom LKA Berlin ins Leben gerufen. Hintergrund war die anhaltend hohe Schusswaffengewalt in der Hauptstadt, die über mehr als ein Jahr hinweg immer wieder für schwere Vorfälle gesorgt hatte. Seit ihrer Gründung hat die Einheit beachtliche Ergebnisse erzielt: Über 5.000 Personen, fast 3.000 Fahrzeuge und mehr als 800 Orte wurden kontrolliert. Die Bilanz an sichergestellten Waffen und eingeleiteten Ermittlungsverfahren wächst damit kontinuierlich. In der jüngsten Aktion wurden allein 260 neue Verfahren eingeleitet – ein Zeichen dafür, wie tief verwurzelt das Problem der illegalen Schusswaffen in Berlin ist.
Die Daten des Berliner Senats sprechen eine klare Sprache: Die Schusswaffengewalt in der Hauptstadt stieg im Jahr 2025 auf 1.119 Fälle – ein Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 515 dieser Fälle wurde tatsächlich scharf geschossen. Laut Berichten des Tagesspiegels und der NZZ sollen rund 40 Prozent der Vorfälle im Zusammenhang mit türkisch-kurdischen Schutzgelderpressungen stehen; die übrigen 60 Prozent werden demnach Ehrenverletzungen und Revierkonflikten zwischen rivalisierenden Gruppen zugeordnet. Als Hauptherkunftsländer für die illegalen Waffen gelten die Türkei und der Balkan, zunehmend tauchen jedoch auch 3D-gedruckte Schusswaffen auf. Auch in anderen Teilen Deutschlands sorgen Schusswaffen immer wieder für Tragödien – so etwa bei der Schießerei in Nienburg oder bei den tödlichen Schüssen in Neustadt in Sachsen.
Der Einsatz vom Mittwoch zeigt, dass die Berliner Polizei mit BAO Ferrum gezielt und dauerhaft gegen die illegale Bewaffnung in der Stadt vorgeht. Die Vollstreckung von 12 Haftbefehlen und die Einleitung von 260 Ermittlungsverfahren in einem einzigen Großeinsatz unterstreichen das Ausmaß der Maßnahmen. Die Behörden haben klargemacht, dass der Druck auf kriminelle Strukturen, die illegale Waffen horten oder handeln, nicht nachlassen wird. Berlins Sondereinheit Ferrum dürfte damit auch in den kommenden Wochen und Monaten ein zentrales Instrument im Kampf gegen organisierte Schusswaffenkriminalität bleiben.
Quellen: Berlin.de (Polizeipressemitteilung), Tagesspiegel, t-online Berlin, NZZ, Berliner Senat Kriminalstatistik 2025
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