
Die Reederei Meine Fähre GmbH hat Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen betreibt eine alternative Fährverbindung zwischen Norddeich und der Nordseeinsel Norderney. Der Antrag wurde am 5. März 2026 beim Amtsgericht Aurich eingereicht.
Als Grund wird drohende Zahlungsunfähigkeit genannt. Die Fährlinie war erst seit 2024 im regulären Betrieb und galt als neue Konkurrenz zur etablierten Verbindung zwischen Festland und Insel.
Die Reederei Meine Fähre wurde erst wenige Jahre vor dem Start des Fährbetriebs gegründet. Ziel des Unternehmens war es, eine zusätzliche Verbindung zwischen Norddeich und Norderney anzubieten und damit das bestehende Angebot zu erweitern.
Im September 2024 nahm die erste Fähre den Betrieb auf. Das Schiff transportiert vor allem Passagiere und bietet Platz für rund 90 Personen. Mit dem neuen Angebot sollte eine Alternative zu bestehenden Verbindungen geschaffen werden.
Noch im Jahr 2025 hatte das Unternehmen öffentlich angekündigt, den Betrieb weiter auszubauen.
Für das Jahr 2026 plante die Reederei ursprünglich die Einführung eines zweiten Schiffes. Die geplante Personenfähre mit dem Namen Meine Fähre 2 sollte zusätzliche Fahrten zwischen Insel und Festland ermöglichen.
Mit dem Ausbau wollte das Unternehmen auf steigende Nachfrage reagieren und das Angebot weiter stabilisieren. Diese Pläne stehen nun jedoch unter dem Eindruck des laufenden Insolvenzverfahrens.
Nach aktuellen Berichten sind Fährverbindungen weiterhin buchbar. Der Verkehr zwischen Norddeich und Norderney läuft damit zunächst weiter.
Wie sich das Insolvenzverfahren auf den langfristigen Betrieb auswirkt, ist derzeit noch offen. In solchen Verfahren wird häufig geprüft, ob ein Investor gefunden werden kann, der das Unternehmen oder Teile davon übernimmt.
Die Verbindung zwischen Norddeich und Norderney gilt als eine der wichtigsten Verkehrsachsen zu den ostfriesischen Inseln. Der Markt wird traditionell von der Reederei Norden-Frisia dominiert.
Mit dem Start der Linie Meine Fähre entstand erstmals seit längerer Zeit eine zusätzliche Verbindung zwischen Festland und Insel. Das Unternehmen setzte dabei vor allem auf flexible Fahrzeiten und ein ergänzendes Angebot für Reisende.
Konkrete wirtschaftliche Kennzahlen hat die Reederei bislang nicht veröffentlicht. Daher bleibt offen, welche Faktoren genau zur drohenden Zahlungsunfähigkeit geführt haben.
In der Anfangsphase hatte das Unternehmen bereits mit technischen Problemen und organisatorischen Herausforderungen zu kämpfen. Gleichzeitig ist der Betrieb einer neuen Fährlinie mit hohen Investitionen verbunden.
Ob die Verbindung langfristig bestehen bleibt, hängt nun davon ab, wie das Insolvenzverfahren weiter verläuft und ob sich eine wirtschaftliche Fortführungslösung finden lässt.
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