
Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess verschärft seinen Sparkurs und will weltweit 550 Stellen abbauen. Ein Großteil der Einschnitte trifft Deutschland: Rund zwei Drittel der betroffenen Arbeitsplätze sollen hierzulande wegfallen. Hintergrund sind anhaltend schwache Geschäfte sowie ein neues Sparprogramm, mit dem das Unternehmen seine Kostenstruktur weiter anpassen will.
Nach Unternehmensangaben sollen die Kürzungen vor allem Verwaltungsbereiche betreffen. Ziel ist es, Strukturen zu verschlanken und die Effizienz zu erhöhen. Der Stellenabbau soll möglichst sozialverträglich umgesetzt werden, etwa über natürliche Fluktuation oder altersbedingte Austritte. Konkrete Standorte wurden zunächst nicht genannt.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Sparprogramms, das bis Ende 2028 zusätzliche jährliche Einsparungen von rund 100 Millionen Euro bringen soll. Zusammen mit bereits laufenden Effizienzmaßnahmen summieren sich die geplanten Einsparungen damit auf etwa 150 Millionen Euro pro Jahr.
Lanxess kämpft wie viele Unternehmen der Chemiebranche mit einer schwachen Nachfrage und einem schwierigen Marktumfeld. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weiterhin keine schnelle Erholung. Eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage wird frühestens in der zweiten Hälfte 2026 erwartet.
Auch die jüngsten Geschäftszahlen spiegeln die angespannte Lage wider. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz deutlich zurück. Gleichzeitig blieb das operative Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Der Konzern reagiert darauf mit einem Mix aus Kostensenkungen und strukturellen Anpassungen.
Neben dem Stellenabbau setzt Lanxess auch bei den laufenden Personalkosten an. Für tarifgebundene Beschäftigte wurde die Arbeitszeit vorübergehend reduziert. Für Führungskräfte und außertarifliche Angestellte sind vorerst keine Gehaltserhöhungen vorgesehen.
Diese Maßnahmen sollen kurzfristig entlasten, während das langfristige Sparprogramm strukturelle Verbesserungen bringen soll.
Der aktuelle Stellenabbau ist nicht die erste Maßnahme dieser Art. Bereits zuvor hatte Lanxess ein umfassendes Effizienzprogramm gestartet, um auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren. Die jetzt angekündigten Schritte bauen auf diesen Maßnahmen auf und sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichern.
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