Ambiente Care Süd insolvent: Pflegekette stellt Antrag

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Foto: Tim Mossholder

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Die Pflegekette Ambiente Care Süd hat Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Hubert Ampferl wurde beim Amtsgericht München ein Eigeninsolvenzantrag gestellt. Das Gericht veröffentlichte dazu eine entsprechende Bekanntmachung. Betroffen sind nach derzeitigem Stand sechs Einrichtungen mit rund 585 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie etwa 740 Beschäftigten. Trotz des Insolvenzantrags soll der Betrieb in den verbliebenen Häusern zunächst weiterlaufen.

Was jetzt für Bewohner und Beschäftigte gilt

Im Zentrum steht nun die Frage, wie die Versorgung in den Einrichtungen gesichert werden kann. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat angekündigt, den Betrieb stabilisieren und nach Lösungen für die betroffenen Standorte suchen zu wollen. Für die Beschäftigten ist dabei der Insolvenzgeldschutz relevant, der die Löhne für einen befristeten Zeitraum absichern kann. Parallel soll geprüft werden, ob einzelne Häuser durch neue Träger übernommen werden können. Damit verlagert sich der Fokus zunächst weg von der reinen Krisenabwehr hin zur geordneten Fortführung unter Insolvenzaufsicht.

Die Krise hatte sich seit Tagen zugespitzt

Die Insolvenz kommt nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Tagen war die Lage an mehreren Standorten eskaliert. Besonders viel Aufmerksamkeit hatte der Fall in Laatzen bei Hannover ausgelöst, wo ein Heim geschlossen werden musste. In Unna war die Situation ebenfalls angespannt, dort galt die Versorgung zuletzt nur vorläufig als gesichert. Nach Berichten über ausstehende Gehälter und organisatorische Probleme hatte das Unternehmen Insolvenzgerüchte zunächst noch zurückgewiesen. Inzwischen ist aus der wirtschaftlichen Schieflage ein offizielles Insolvenzverfahren geworden.

Mehrere Standorte stehen nun unter besonderer Beobachtung

Wie es an den einzelnen Standorten weitergeht, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden. Bekannt ist bereits, dass in Velbert und Rotenburg zum 1. Mai die Rhemia Residenzen GmbH als neuer Betreiber übernehmen soll. Andere Häuser stehen weiter unter Druck oder wurden bereits geschlossen, darunter der Standort in Gröbenzell. Der aktuelle Stand zeigt damit ein Unternehmen, das an mehreren Fronten gleichzeitig um Stabilität ringt. Für Angehörige, Bewohner und Beschäftigte bedeutet das vor allem eines: Die Unsicherheit ist noch nicht vorbei, auch wenn mit dem Insolvenzantrag nun zumindest ein formeller Rahmen für das weitere Vorgehen geschaffen wurde.

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