Kloster-Kitchen-Hersteller curameo AG sucht in der Insolvenz nach einer Lösung

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Tim Mossholder

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Die curameo AG, die hinter der Marke Kloster Kitchen steht, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die Kloster Kitchen Insolvenz trifft eine der bekanntesten Bio-Marken im Segment der Ingwer-Shots. Zuständig ist das Amtsgericht Nürnberg. Dort wurde eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Rechtsanwalt Patrick Meyerle von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH.

Nach Unternehmensangaben liegt der Auslöser nicht in einem abrupten Nachfrageeinbruch, sondern in einem Streit über die weitere Finanzierung. Die Gesellschafter hätten sich demnach nicht auf frisches Kapital für die nächste Wachstumsphase einigen können. Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass es 2025 den Umsatz um mehr als 20 Prozent auf rund zehn Millionen Euro gesteigert habe. Beschäftigt werden nach diesen Angaben rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kloster Kitchen Insolvenz: Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter

Für Kundinnen und Kunden bedeutet die Nachricht zunächst nicht automatisch einen sofortigen Stopp. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb vorerst vollständig fortgeführt. Die Produktion laufe weiter, die Belieferung solle in den kommenden Wochen gesichert bleiben. Parallel dazu sollen Sanierungsoptionen geprüft werden.

Damit steht curameo in einer typischen Lage vieler wachstumsstarker Marken: Das operative Geschäft kann funktionieren, trotzdem gerät das Unternehmen unter Druck, wenn weiteres Kapital für den nächsten Entwicklungsschritt fehlt. Gerade bei jungen Marken im Lebensmittelbereich reichen steigende Umsätze allein oft nicht aus, wenn Expansion, Vertrieb und Produktentwicklung hohe Mittel binden. Die Finanzierung scheint bei curameo nun zum entscheidenden Engpass geworden zu sein. Diese Einordnung ergibt sich aus den vom Unternehmen genannten Gründen und den zugleich veröffentlichten Wachstumszahlen.

Kloster Kitchen galt als wachstumsstarke Marke

Die Marke Kloster Kitchen hatte sich in den vergangenen Jahren im Segment der Bio-Ingwer-Shots einen Namen gemacht. Das Sortiment wurde später um weitere Produkte wie Bio-Säfte, Bio-Smoothies und zuletzt VITAL FLOW erweitert. Vertrieben werden die Produkte laut Unternehmen über den eigenen Webshop, Online-Marktplätze, den stationären Handel und Unternehmenskunden, darunter auch Fluglinien.

Noch 2023 war die Wachstumsperspektive des Unternehmens öffentlich betont worden. Damals beteiligte sich die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mit einer Million Euro an curameo. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die breite Präsenz der Kloster Kitchen Produkte im Einzelhandel, in Biomärkten, Drogerien und im Großhandel verwiesen. Umso deutlicher zeigt die Kloster Kitchen Insolvenz, wie schnell sich die Lage selbst bei bekannten Wachstumsmarken drehen kann, wenn die Finanzierungsbasis brüchig wird.

Was jetzt für das Unternehmen entscheidend wird

In der nächsten Phase wird vor allem wichtig sein, ob eine Sanierung gelingt oder neue Investoren gefunden werden. Dass der operative Betrieb zunächst weiterläuft, verschafft curameo Zeit. Entscheidend dürfte nun sein, ob sich für die Marke Kloster Kitchen und die dahinterstehende Gesellschaft eine tragfähige Finanzierungslösung findet. Fest steht bislang: Der Insolvenzantrag ist gestellt, das vorläufige Verfahren läuft, und eine sofortige Einstellung des Geschäftsbetriebs ist nach jetzigem Stand nicht vorgesehen.

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