Wohnmobil Brand Baienfurt: 98-Jährige unter Verletzten

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein Wohnmobil Brand in Baienfurt hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz in der Wohnsiedlung im Kreis Ravensburg ausgelöst. Gegen 20:30 Uhr brach im Carport eines Wohnhauses Feuer aus, das sich schnell ausbreitete. Zwei Frauen im Alter von 63 und 98 Jahren wurden verletzt – der Sachschaden liegt bei rund einer halben Million Euro.

Wohnmobil Brand Baienfurt: Fahrzeug und Carport vollständig zerstört

Im Carport des betroffenen Wohnhauses war ein Wohnmobil abgestellt. Davor stand ein weiterer PKW. Beide Fahrzeuge wurden durch die Flammen und die entstehende Hitze vollständig zerstört. Der Carport selbst brannte nieder. Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg sollen vermutlich Gasflaschen des Wohnmobils explodiert sein, was zur rasanten Ausbreitung des Feuers geführt haben soll. Die genaue Brandursache ist bislang noch unklar, die Ermittlungen laufen.

Die dichte Bebauung der Siedlung erschwerte die Lage erheblich: Der Carport befand sich direkt zwischen zwei Wohnhäusern, die beide in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eines dieser Häuser ist laut Polizei wegen starker Rauchbelastung vorerst nicht mehr bewohnbar. Ähnliche Vorfälle, bei denen Bewohner ihre Unterkunft verlassen mussten, gab es zuletzt auch beim Brand in Velbert-Langenberg, als 60 Menschen aus einem Internat evakuiert werden mussten.

98-Jährige und 63-Jährige nach dem Brand in Baienfurt verletzt

Zwei Frauen aus dem betroffenen Wohnbereich wurden durch das Baienfurt Feuer leicht verletzt. Eine 98-Jährige und eine 63-Jährige atmeten Rauchgase ein und erlitten nach Polizeiangaben zudem einen Schock durch das Geschehen. Der Rettungsdienst behandelte beide Frauen noch vor Ort. Eine stationäre Einweisung ins Krankenhaus war nach aktuellem Stand nicht erforderlich. Das Alter der älteren Betroffenen unterstreicht die besondere Gefährlichkeit solcher nächtlichen Wohnungsbrände für ältere und pflegebedürftige Menschen. Für die 98-Jährige war der Schock durch Rauch und Flammen in unmittelbarer Nähe besonders belastend.

Rauchgasvergiftungen bei Bränden sind eine der häufigsten Ursachen für Verletzungen bei solchen Einsätzen. Gerade in dicht bebauten Wohngebieten reicht der Rauch schnell in benachbarte Gebäude. Beim Dachstuhlbrand in Bremen hatte ein Wohnhaus ebenfalls in Vollbrand gestanden und Anwohner gefährdet.

Fünf Gebäude beschädigt – Brand in Baden-Württemberg mit hohem Sachschaden

Über das unmittelbare Nachbargebäude hinaus wurden nach Angaben des Polizeisprechers fünf weitere umliegende Häuser durch Ruß und Rauch in Mitleidenschaft gezogen. Die extreme Hitzeentwicklung ließ zudem die Scheiben mehrerer anliegender Gebäude bersten. Dieser Brand in Baden-Württemberg zählt damit zu den schadensintensiveren Wohnbränden der Region in jüngster Zeit. Der Gesamtschaden wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, um eine weitere Ausbreitung des Feuers auf die eng stehenden Wohngebäude zu verhindern. Die betroffenen Bewohner mussten die Nacht andernorts verbringen. Baienfurt liegt im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg und zählt rund 9.000 Einwohner.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Die Polizei ermittelt derzeit zur Ursache des Feuers. Ein technischer Defekt am Wohnmobil gilt als möglicher Auslöser, ist jedoch nicht bestätigt. Auch ob Fremdverschulden vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Das Polizeipräsidium Ravensburg hat die Ermittlungen übernommen. Weitere Informationen sollen folgen, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig funktionsfähige Rauchmelder und ausreichende Abstände zwischen Carports und Wohngebäuden für den vorbeugenden Brandschutz sind. Gasflaschen in abgestellten Fahrzeugen und Reisemobilen gelten als potenzielles Risiko in Wohnbereichen.

Quellen: Schwaebische Zeitung, Badische Zeitung, dpa/lsw

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