Münster fragt nach: Wie soll der Nahverkehr der Zukunft aussehen?

Münster sammelt vom 5. bis 31. Mai Hinweise zum neuen Nahverkehrsplan. Bürger können Ideen zu Buslinien, Taktung und Haltestellen einbringen.
Wie soll der Busverkehr in Münster in Zukunft aussehen? Vom 5. bis zum 31. Mai läuft eine erste Online-Beteiligung zum neuen Nahverkehrsplan. ©Stadt Münster/Patrick Schulte

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Münster stellt die Weichen für den öffentlichen Nahverkehr der kommenden Jahre. Vom 5. bis 31. Mai können Bürgerinnen und Bürger online ihre Erfahrungen, Wünsche und Kritik zum Bus- und Bahnangebot in der Stadt einbringen. Die Beteiligung ist Teil der Arbeit am vierten Nahverkehrsplan, der den ÖPNV in Münster zuverlässiger, verständlicher und besser vernetzt machen soll.

Stadt sammelt Hinweise aus dem Alltag

Die Online-Beteiligung richtet sich an Menschen, die den Nahverkehr in Münster regelmäßig nutzen, nur gelegentlich einsteigen oder bestimmte Angebote bislang vermissen. Gefragt wird unter anderem, wie das aktuelle Busangebot wahrgenommen wird, welche Erwartungen es an Linienführung, Taktung, Erreichbarkeit und Zuverlässigkeit gibt und wo Haltestellen besser ausgestattet werden sollten.

Die Stadt will damit frühzeitig Hinweise aus dem Alltag aufnehmen. Denn viele Schwachstellen im ÖPNV zeigen sich besonders dort, wo Menschen morgens zur Arbeit, zur Schule, zur Uni oder zu Terminen unterwegs sind.

Busnetz soll übersichtlicher werden

Ein Schwerpunkt des neuen Nahverkehrsplans ist die geplante Neuordnung des Busnetzes. Künftig sollen die Linien klarer strukturiert und leichter verständlich sein. Starke Hauptachsen mit dichterem Takt sollen wichtige Ziele direkter miteinander verbinden. Ergänzende Linien sollen weiterhin die Stadtteile anbinden.

Auch die Verknüpfung mit der geplanten Münsterland-S-Bahn spielt eine Rolle. Ziel ist ein Nahverkehr, der Stadt und Umland besser miteinander verbindet und Umstiege einfacher macht.

Schnellere Verbindungen durch Busspuren und Ampelsteuerung

Der neue Nahverkehrsplan soll nicht nur Linien ordnen, sondern den ÖPNV auch beschleunigen. Dazu gehören mögliche zusätzliche Busspuren und Ampelschaltungen, die Busse bevorzugen. Dadurch könnten Fahrzeiten verlässlicher werden, besonders auf stark belasteten Strecken.

Außerdem geht es um neue Mobilstationen, an denen Bus, Bahn, Fahrrad, Sharing-Angebote und andere Verkehrsmittel besser miteinander kombiniert werden können.

Grundlage ist der Masterplan Mobilität Münster 2035+

Die Arbeit am Nahverkehrsplan orientiert sich am „Masterplan Mobilität Münster 2035+“. Darin sind strategische Ziele für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Mobilität festgelegt. Der neue Nahverkehrsplan soll diese Ziele konkretisieren und zugleich Anforderungen an Barrierefreiheit, Komfort und einfache Nutzung berücksichtigen.

Weitere Beteiligungsschritte folgen

Die Online-Beteiligung ist der erste Schritt in einem längeren Verfahren. Im weiteren Verlauf sollen weitere Veranstaltungen und Beteiligungsformate folgen, sobald konkrete Planungsstände vorliegen. Danach geht der abgestimmte Entwurf in die gesetzlich vorgesehene formelle Beteiligung.

Die Teilnahme ist vom 5. bis 31. Mai über das Beteiligungsportal der Stadt Münster möglich.

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