
| For print products: | Dietmar Rabich / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%BCnster,_LVM,_Skulptur_-Zwei_Pferde-_--_2016_--_5969-75.jpg / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ |
Münster. Die LVM Versicherung Münster hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichem Wachstum abgeschlossen. Der Konzern meldet höhere Beitragseinnahmen, mehr Kunden, einen Rekordüberschuss und weiteres Wachstum beim Personal am Stammsitz. Parallel bleiben die Ausbaupläne am Koldering ein Thema, weil das dort geplante Projekt nach bisherigen Angaben technisch und wirtschaftlich angepasst werden muss.
Der Jahresüberschuss der LVM lag 2025 bei 264 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert nach Angaben des Unternehmens einen neuen Höchstwert. Der Vorstand verweist zugleich darauf, dass das Jahr wegen vergleichsweise weniger Unwetterschäden ungewöhnlich verlaufen sei. Ein moderater Schadenverlauf stärkt bei Versicherern in der Regel die Möglichkeit, Rückstellungen aufzubauen und die finanzielle Stabilität abzusichern.
Auch bei den Beitragseinnahmen legte die LVM deutlich zu. Sie stiegen um 8,9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Damit lag das Wachstum des Konzerns über dem vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft genannten Marktwachstum von 6,6 Prozent. Der Vertragsbestand erhöhte sich auf 15,5 Millionen Verträge. Zudem kamen nach Unternehmensangaben 333.000 Versicherungsnehmer hinzu. Anfang 2026 betreute die LVM damit mehr als vier Millionen Kunden.
Die Eigenkapitalbasis des Konzerns wuchs ebenfalls. Für 2025 weist die Bilanz ein Eigenkapital von 3,8 Milliarden Euro aus, ein Plus von 7,5 Prozent. Das Kapitalanlageergebnis lag bei 152,7 Millionen Euro. Aus Sicht des Unternehmens schafft diese Entwicklung Spielraum für weitere Investitionen.
Das Wachstum wirkt sich auch auf den Standort Münster aus. Am Stammsitz der LVM sollen nach Angaben des Unternehmens rund 500 neue Mitarbeitende hinzugekommen sein. Der steigende Personalbedarf erhöht zugleich den Druck auf die räumliche Entwicklung des Versicherers.
Ein zentraler Punkt bleibt das geplante Bauprojekt am Koldering auf dem ehemaligen Klostergelände gegenüber dem heutigen LVM-Standort. Dort waren neben neuen Büroflächen auch rund 500 Wohnungen vorgesehen. Nach den bisherigen Planungen gilt das 2019 angestoßene Vorhaben in seiner ursprünglichen Form allerdings als schwierig. Gründe sind gestiegene Baukosten, höhere Zinsen, Inflation und technische Herausforderungen.
Besonders problematisch ist nach den vorliegenden Angaben die geplante zweigeschossige Tiefgarage. Sie müsste in wasserführende Schichten gebaut werden. Deshalb spricht die LVM mit der Stadt Münster über mögliche Anpassungen. Ziel ist es demnach, das Projekt mit möglichst wenigen Änderungen weiterzuentwickeln. Konkrete Entscheidungen wurden bislang nicht genannt.
Parallel setzt der Versicherer auf Digitalisierung. Das Kundenportal „Meine LVM“ wird inzwischen von mehr als 1,1 Millionen Menschen genutzt. Dort können Kunden unter anderem Verträge einsehen, Schäden melden und Unterlagen digital unterschreiben. Mit der „IT-Transformation 2030“ will die LVM zudem ihre Kernsysteme modernisieren und Abläufe für Innen- und Außendienst verbessern.
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